„Fahr mit deiner Zunge … an mir hoch … und um meinen Kopf herum …“
Sie hielt seinen Blick fest auf sich gerichtet, streckte ihre Zunge heraus … und beugte sich wieder nach unten, um seiner Anweisung zu folgen.
„Elise …“
Ja, sie wusste ohne Zweifel, dass sie es diesmal richtig gemacht hatte, seine Erektion drückte gegen ihre Hand, sein Becken bewegte sich rhythmisch, sein Gesichtsausdruck zeigte pure Erregung und Verwunderung.
„Du bist so schön …“, keuchte er, während er sie beobachtete.
Sie leckte an seiner Spitze, öffnete den Mund weit und versuchte, ihre Zähne wegzuhalten – und das musste ihr gelungen sein, denn obwohl er ganz steif wurde, gab es keine Schreie. Stattdessen bog er seinen Rücken durch und bewegte sich mit ihr, während sie einen Rhythmus fand: Auf und ab, ihn lutschend, ihn mit ihrer Handfläche unten streichelnd. Schneller … schneller …
„Ich komme …“ Er stöhnte und wurde steif – aber er versuchte auch, sie wegzustoßen.
Nein, sie würde das zu Ende bringen.
Als er einen Fluch ausstieß, nahm sie seinen ganzen Orgasmus in sich auf, der ihn vor Leidenschaft in den Wahnsinn zu treiben schien. Seine Krämpfe und die Reaktion in ihrem Mund waren eine so erotische Erfahrung, wie sie es sich jemals hätte vorstellen können.
Als alles vorbei war, wurde er schlaff – so sehr, dass seine Gliedmaßen auf den Boden schlugen.
„Ich liebe deinen Geschmack“, sagte sie und leckte sich die Lippen.
Das ließ seine Erektion in ihrer Hand wieder anschwellen.
„Kletter auf mich“, sagte er rau. „Ich will in dir sein – kletter auf mich.“
Für den Bruchteil einer Sekunde fragte sich Elise, ob sie das wirklich tun würde.
Das Ausmaß seiner Verletzungen machte ihr Angst. Wenn das passierte, wenn er jeden Abend kämpfte, wie lange würde es dann dauern, bis er nicht mehr nach Hause kam?
Nach dieser Logik sollte sie es jedoch tun, denn sie konnte ihn jeden Moment verlieren.
Und dann dachte sie an sich selbst, an die Jahre, die sie am Rande des Lebens verbracht hatte, an ihr Verhalten, das sie nicht aus ihrem Innersten heraus, sondern aufgrund von Werten, die ihr aufgezwungen worden waren, an den Tag gelegt hatte.
Jetzt? Ein gutaussehender Mann, der nichts als freundlich und verständnisvoll gewesen war – und sie sogar gegen ihren Vater unterstützt hatte – wollte mit ihr zusammen sein. Und sie war ungebunden, fühlte sich zu ihm hingezogen und befand sich in der Privatsphäre eines heiligen Raumes.
Es machte einfach keinen Sinn, Nein zu sagen. Vor allem, weil sie ihn so sehr wollte.
Elise zog ihren Fleecepulli und das langärmelige Shirt, das sie darunter trug, aus. Sie ließ ihren BH fallen und stand auf.
Dann bewegte sie sich langsamer, weil Axe sie mit seinen gebannten Augen beobachtete und sich offensichtlich jede Nuance ihres Körpers einprägte. Sie zog ihre Yogahose herunter, über ihre Oberschenkel, ihre Knie, und dann trat sie sie von sich … und stand nur noch in einem weißen Höschen über ihm.
„Dreh dich um“, sagte Axe in einem Tonfall, der fast schon flehend klang.
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, drehte sich um und zeigte ihm ihren Hintern. Dann hakte sie ihre Daumen in ihren Slip und zog ihn zu Boden, wobei sie ihren Körper beugte und die Beine geschlossen hielt, um ihm genau das zu zeigen, was er sehen wollte.
Er musste kein Wort der Zustimmung sagen. Sein schnelles Schnaufen und seine vulkanischen Augen sagten ihr alles, was sie wissen wollte.
Elise trat über ihn hinweg und stellte sich rittlings auf seine Hüften. Das Feuerlicht auf ihrer Haut, das Schweregefühl in ihren Brüsten, das kribbelnde Verlangen zwischen ihren Beinen gaben ihr ein Gefühl von Macht und Dominanz – und sie war froh, dass es so kam.
Das würde unglaublich werden.
Denn sie und Axe würden dafür sorgen.
Sie kniete sich hin, legte ihre Hände auf seine Wangen und küsste ihn wieder und wieder, bewusst, wie offen sie über seinem Geschlecht war, wie bereit sie war, wie perfekt sich das anfühlte.
Und während sie ihre Münder weiter aufeinander pressten, stieg die Wärme seines Körpers in sie hinauf, und seine Handflächen streichelten ihre Schenkel, ihre Taille, umfassten ihre Brüste. Als sie die Vorfreude keinen Moment länger aushalten konnte, war sie es, die seine Erektion aufrichtete, und sie war es, die die Kontrolle hatte, als sie ihn an ihrem Geschlecht rieb und sich mit der Eichel streichelte, an der sie gesaugt hatte.
Sie fluchten beide.
Dann führte sie ihn vorsichtig an die richtige Stelle und senkte sich auf ihn. Das Gefühl, gedehnt und ausgefüllt zu sein, war überhaupt nicht schmerzhaft – und sie war froh, dass sie ihre Jungfräulichkeit bereits verloren hatte, sodass die Unannehmlichkeiten nun vorbei waren und sie alles genießen konnte.
Reibung.
Mit Hilfe ihres Kreuzes und ihrer Hüften begann sie, ihn zu reiten, und er half ihr dabei, indem er ihre Stöße mit seinen eigenen begegnete, sodass eine Dynamik entstand. Ihre Brüste schwangen hin und her, ihr Atem stockte und das Feuerlicht verwandelte alles in Zeitlupe – oder vielleicht war das auch nur ihr Gehirn.
Die bevorstehende Erlösung war wie ein Zug in ihrem Körper, der an Geschwindigkeit gewann, wobei sich die Lust immer weiter steigerte und von ihrem Geschlecht ausstrahlte.
Die ganze Zeit küssten sie sich, sahen sich in die Augen und –
Ihr Orgasmus kam zuerst und unerwartet, wie ein zerreißendes Gummiband, nur dass es keinen stechenden Schmerz gab, nur ein Platzen und Anschwellen und eine Welle nach der anderen von lustvollen Kontraktionen, in denen sie sich für immer verlieren wollte. Dann stieß Axe hart zu, drang noch tiefer ein, und ein Zucken übernahm die Kontrolle, genau wie zuvor in ihrem Mund.
Und danach? Nachdem alles vorbei war?
Nachdem die Hitze nachließ?
Er fing wieder von vorne an.
Es war der beste Sex seines Lebens.
Absolut umwerfend, entschied Axe viel, viel später, als Elise endlich auf seiner Brust lag, ihre Körper erschöpft, ihr erotisches Verlangen zumindest für die nächste Stunde oder so gestillt.
Er fuhr mit seinen Fingerspitzen ihren Rücken entlang und liebte das glatte Gefühl ihrer Haut, das Gewicht ihres Körpers und den Duft ihrer Sexualität. Er hätte für den Rest seines erbärmlichen Lebens genau dort bleiben können.