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Kapitel 328: Ich hab das System verloren

Kapitel 328: Ich hab das System verloren

Die Berggipfel ragten wie Wächter empor, bedeckt von einer dicken Schneeschicht und dichtem Nebel, der an den Hängen entlang kroch. Der beißende Wind heulte fast wie eine Klage, während die öde Landschaft jeden angesichts ihrer Weite klein und unbedeutend erscheinen ließ. Inmitten dieser wilden und unwirtlichen Landschaft schritt Scarlet mit festen Schritten voran, ihre durchdringenden Augen beobachteten aufmerksam die Szene vor ihr.
Auf einer Lichtung zwischen den Gipfeln lag Strax, seine massive Drachenform ruhte auf dem schneebedeckten Boden. Seine roten Schuppen leuchteten im schwachen Mondlicht und reflektierten einen fast ätherischen Schein, aber was wirklich die Aufmerksamkeit auf sich zog, war der Haufen von Leichen um ihn herum. Mehrere Wyvern lagen tot da, ihre imposanten Gestalten waren zu nichts als Fleisch und gebrochenen Knochen reduziert, auf eine Weise zerstört, die an das Unvorstellbare grenzte.
Die Gewalt, die sich in den Spuren ihres Todes abzeichnete, schien für sich selbst zu sprechen.

Scarlet blieb stehen, sah einen Moment lang zu, bevor sie leise lachte, als wäre das alles ein Witz, den sie schon kannte. Sie konnte den vorwurfsvollen Blick nicht verbergen, auch wenn ihre Augen noch etwas anderes ausdrückten. Etwas, das eine Mischung aus Besorgnis und Verärgerung war. Der Drache an ihrer Seite war sichtlich erschöpft, aber dennoch gab sie sich mit vagen Antworten nicht zufrieden.
„Ich habe dich lange gesucht“, sagte Scarlet, wobei sich in ihrer Stimme kontrollierte Verärgerung mit einem Hauch von Zuneigung vermischte. Sie wartete auf eine Reaktion, aber Strax schien gleichgültig zu sein. Seine riesigen goldenen Augen waren geschlossen, ein leises Seufzen kam aus seinen Nasenlöchern, während er regungslos dastand, als wäre das Gespräch nicht dringend.
„Ich hatte zu tun“, antwortete Strax in Scarlets Gedanken, seine Stimme hallte wie ein leises Murmeln wider. In seinen Worten lag eine unverkennbare Erschöpfung, als lastete das Gewicht der Welt auf seinen Schultern. „Ich bin müde …“ Er wirkte niedergeschlagen, was bei einem so mächtigen Wesen selten vorkam.
Scarlet runzelte die Stirn, ihre Frustration war deutlich zu sehen. „Ja, das sehe ich. Du verschwindest zwei Wochen lang und tauchst dann hier auf, jagst Wyvern in deiner Drachenform, an einem Ort wie diesem, obwohl ich dir gesagt habe, dass du das nicht tun sollst. Was ist passiert?“, fragte sie, verschränkte die Arme und sprach mit ernsterer Stimme. Entdecke verborgene Geschichten in My Virtual Library Empire
Strax drehte langsam den Kopf, seine goldenen Augen leuchteten mit einem fernen Blick, aber er hatte nicht die Kraft, sie ganz zu öffnen. Die Erschöpfung war deutlich zu sehen, aber seine Antwort ließ die Luft um sie herum schwerer werden.

„Ich habe das System verloren“, hallte seine Stimme mit einem Ton der Hoffnungslosigkeit in Scarlets Kopf wider, den er selten zeigte. Die Stille, die folgte, war fast greifbar.
Scarlet, die wenig über dieses „System“ wusste, war verwirrt. Was bedeutete das? Sie rückte näher, ihre Neugierde nun mit einem Hauch von Besorgnis gemischt. „Und war es wirklich so wichtig? Ich meine, du hast dieses ‚Ding‘ schon lange nicht mehr benutzt. Soweit ich weiß, hat es dir nur dabei geholfen, deine Kräfte zu katalogisieren, oder?“ Sie fragte mit einem misstrauischen Blick, aber dennoch mit einer Spur von Ruhe.
Strax rührte sich nicht, seine massive Drachenform blieb imposant und regungslos. „Normalerweise wäre mir das egal. Es ist schon eine Weile her, dass es nützlich war. Aber …“ Er zögerte, und seine goldenen Augen funkelten auf beunruhigende Weise. „Macht ist immer noch Macht, Scarlet. Ich habe das Gefühl, dass ein Teil von mir … weg ist.“ Das Wort „weg“ klang fast wie ein fernes Echo, als würde er mit etwas Tiefem und Schmerzhaftem kämpfen.
Die Spannung in der Luft stieg, und Scarlet beobachtete ihn genauer. Strax schien in seinen eigenen Gedanken versunken zu sein, sein Körper war so müde, dass er kaum die Augen offen halten konnte. Sie spürte, wie die Schwere der Situation noch mehr auf ihr lastete.

Während er vergeblich versuchte, das System mit den Kernen wiederherzustellen, überkam ihn ein Gefühl der Hilflosigkeit. Er spürte, wie jeder Versuch scheiterte, als würde sich das System von seinem Wesen entfernen.
Er versuchte alles, was er konnte, ohne Erfolg. Zweihundert Kerne … kein Ergebnis. Nichts änderte sich.

Dann hallte ein Geräusch in seinem Kopf wider. Eine Nachricht erschien und ließ seine Augen kalt leuchten.

[Dein System hat ein Problem festgestellt und muss neu gestartet werden. Wir sammeln gerade einige Fehlerinformationen und starten es dann für dich neu. (0 % abgeschlossen)]
Das Gefühl, dass alles außerhalb seiner Kontrolle lag, wurde immer stärker. Der Fehler war da, unausweichlich, unveränderlich. Er wusste nicht, was ihn mehr quälte: das Gewicht der Leere in seiner Brust oder das seltsame Gefühl, etwas Grundlegendes für seine Existenz zu verlieren.

Der Berg schien schweigend zuzusehen, wie Strax, der riesige und stolze Drache, sich angesichts dieses Fehlers, den er nicht beheben konnte, so klein fühlte.

Scarlet beobachtete Strax mit ernstem, aber entschlossenem Blick. Der beißende Wind zischte um sie herum, aber sie schien davon unbeeindruckt. Sie war konzentriert, ihre Augen waren zusammengekniffen, als sähe sie inmitten des Chaos eine Chance. Der Drache, imposant und voller Kraft, war müde, aber nicht nur körperlich. Etwas in ihm war zerbrochen, verloren. Und sie wusste, dass sie über das Offensichtliche hinausgehen musste, um ihn wiederherzustellen.
„Also, lass uns trainieren“, sagte Scarlet mit fester Stimme, die keinen Widerspruch duldete. Sie verschränkte die Arme und ihre Augen brannten vor fast wildem Entschluss. Sie wusste, dass Strax mehr als nur Ruhe brauchte. Er musste wieder aufstehen, und sie war mehr als bereit, die Kraft zu sein, die ihn zurückholte.
Strax, der immer noch dalag, drehte langsam den Kopf und richtete seine riesigen goldenen Augen auf sie, aber sein Blick schien abwesend, als könne er nicht die Kraft finden, sich zu bewegen. Die emotionale Erschöpfung war ihm deutlich anzusehen, aber Scarlet war nicht da, um ihn zu bemitleiden.

„Ich weiß, dass du müde bist, Strax“, fuhr sie fort, ihre Stimme sanfter, aber immer noch bestimmt. „Aber diese Müdigkeit wird dir nicht helfen, voranzukommen.
Du hast physische Kämpfe bestritten, die jedes Wesen herausfordern würden, aber jetzt musst du dich etwas viel Schwierigerem stellen: dir selbst.“ Sie machte einen Schritt auf den Drachen zu, ihr Blick unerbittlich.

Er beobachtete sie, seine goldenen Augen leuchteten vor Müdigkeit und etwas anderem – vielleicht einem Funken Verzweiflung. Aber er reagierte nicht, blieb einfach da liegen, riesig und regungslos, als wäre der Gedanke, aufzustehen, eher eine Last als eine Chance.
Scarlet zögerte nicht. Sie wusste, dass er etwas brauchte, das ihn herausforderte, etwas, das ihn aus dieser Spirale der Verzweiflung herausreißen würde. „Steh auf, Strax. Das geht nicht von alleine vorbei. Und ich werde dich nicht so einfach aufgeben lassen. Du hast mehr in dir, als du denkst.“
Sie war sich bewusst, dass der Weg zur Wiederherstellung des Systems – oder was auch immer er sonst noch verloren hatte – nicht einfach sein würde, aber wenn jemand ihn dazu bringen konnte, dann war sie es. Sie wusste, dass nicht nur Strax‘ Körper gestärkt werden musste, sondern auch sein Geist, sein Wesen. Er musste einen neuen Sinn finden, einen neuen Grund zu kämpfen.
„Komm schon“, sagte Scarlet mit einer leichten Herausforderung in der Stimme, fast spielerisch. „Zeig mir, wer du wirklich bist.“

Der Drache seufzte tief, aber diesmal schien sich etwas in der Luft zu verändern. Die zuvor spürbare Spannung begann langsam zu schwinden. In Strax war eine stille Bereitschaft zu spüren, auf Scarlets Aufforderung zu reagieren, ein Funke, der in ihm entflammte, auch wenn er nicht genau wusste, wie.
Er hob eine seiner massiven Klauen, und die roten Schuppen, die im silbernen Mondlicht schimmerten, reflektierten die Dunkelheit um ihn herum. Der Himmel über ihm war ein Teppich aus Sternen, aber nichts schien in diesem Moment heller zu sein als er.

Mit einer fast beunruhigenden Ruhe begann Strax, seine menschliche Gestalt wieder anzunehmen. Sein kolossaler Körper, der einst die Lichtung ausgefüllt hatte, begann allmählich zu schrumpfen, und jeder Muskel und jede Kontur seines Wesens nahm eine vertrautere Form an.
Die Verwandlung geschah nicht augenblicklich, sondern war ein langsamer, kraftvoller Prozess, als würde sich die Natur selbst seinem Willen anpassen. Langsam wich die Größe des Fabelwesens einem Menschen von immenser Präsenz, dessen Aura so intensiv war, dass sie die Luft zu vibrieren schien.

Scarlet sah schweigend zu, ihre Augen auf jede Veränderung gerichtet, doch plötzlich zeigte sich ein Ausdruck der Überraschung auf ihrem Gesicht. Irgendetwas stimmte nicht.
„Warte …“, sagte Scarlet, ihre Stimme zögerte leicht, während sie Strax ansah und versuchte zu verstehen, was vor sich ging. „Wann sind deine Haare …?“
Sie hatte keine Zeit, den Satz zu beenden, denn bevor sie es realisieren konnte, fuhr Strax mit der Hand durch sein Haar, als hätte eine sanfte Brise es berührt. Was dann passierte, war blitzschnell und fast unwirklich. Die dunkle, tiefe Farbe seines Haares, die einst den dichtesten Schatten der Nacht glich, begann sich vor ihren Augen zu verändern. Der Übergang war so schnell und überwältigend, dass Scarlet kaum Zeit hatte, zu reagieren.
Das tiefe Schwarz seiner Haare zerfiel zu reinem Weiß, als ob alle Dunkelheit, die ihn umgab, vom Licht verschlungen worden wäre. Sein Haar wurde so weiß wie der makelloseste Schnee, so hell, dass es das Licht des Mondes zu reflektieren schien. Die Veränderung war radikal, fast mystisch, und auch die Aura, die er ausstrahlte, schien anders zu sein …
Strax berührte nachdenklich eine Strähne seines neuen Haares, als würde er sich an das neue Gefühl gewöhnen. Seine Augen, immer noch rot wie das Feuer, das sein Inneres verzehrte, behielten ihre Intensität.

„Ich habe das System verloren und die Farbe meiner Haare? Wie seltsam…“, sagte er müde.

Dämonischer Drache: Harem-System

Dämonischer Drache: Harem-System

Bewertung: 10
Status: Ongoing Autor: Illustrator: Erscheinungsjahr: 2024 Originalsprache: German
[Initialisierung des Harem-Systems des dämonischen Drachengottes] "Verdammt! Ich hatte recht!" Er hat das größte Geschenk überhaupt bekommen: ein System! Eine Welt der Kultivierung, in der die Stärksten regieren! Der Mann hat den Platz von Strax Vorah eingenommen, einem von seiner Familie verstoßenen Adligen, der das Schwert verehrt. Mit dem wahnsinnigen Wunsch, der Stärkste von allen zu werden, will er jetzt die mächtigsten Frauen haben! ________________ Zusätzliche Tags: Fantasy – Abenteuer – Action – Romantik – Harem – R18 – Kein NTR – Kein Yuri – Schwach bis stark – Blutlinien – Evolution Discord-Link für Charakterfotos und vieles mehr: https://discord.gg/9rruSCpX78 "Demonic Dragon: Harem System" ist ein beliebter Light Novel, der die Genres Action, Abenteuer, Fantasy, Harem, Erwachsene, Romantik. Geschrieben von dem Autor Katanexy. Lies den Roman "Demonic Dragon: Harem System" kostenlos online.

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