„Gift“, sagte Fillia leise, aber ihre Stimme hallte wie Donner. „Gewonnen aus der Ebenholzseidenmilbe – einem magischen Tierchen, das so klein ist, dass man es mit bloßem Auge nicht sehen kann, wenn es sich schrumpft, um sich zu verstecken. Es lebt in den Falten eines unserer geheimen Reiche und ernährt sich nur von geisterhafter Essenz. Sein Gift … ist kein Gift für den Körper, sondern für die Seele.“
Sie ging langsam am Tisch entlang, unbeeindruckt vom Duft des Essens, und ihr Blick ruhte auf jeder Person, die um Luft rang.
„Es ist geruchlos, unsichtbar und dringt über die Luft oder die Nahrung in den Körper ein, ohne Spuren zu hinterlassen.
Sobald es aufgenommen wird, verbindet es sich mit der Seelenessenz des Opfers und ist mit den Sinnen nicht mehr wahrnehmbar, bis es zu spät ist. Dieses Gift ist in der Tat der absolute Fluch einer Geisterkrähe. Sogar unsere eigene Schatzkammer hat etwas davon für den Notfall.“
muss sein
Die Augen des Großältesten weiteten sich: „Du … Fillia, du würdest … deine eigenen Leute verraten …?“
„Ihr habt uns zuerst verraten.“ Ihre Stimme zitterte nur leicht, bevor sie sich stahlhart anhörte. „Ihr habt uns in den Tod geschickt. Ihr habt uns keine Unterstützung gegeben. Ihr habt keine Verhandlungen geführt. Ihr habt die anderen daran gehindert, zu helfen, und habt meinen Mann vor meinen Augen fast abschlachten lassen. Selbst jetzt plant ihr, ihm das Wenige zu stehlen, das ihm noch geblieben ist.“
Sie blieb vor Ankuui stehen, dessen Körper heftig zitterte, während er versuchte, seine Energie zu kanalisieren, aber kaum den Kopf heben konnte.
Fillia kniete sich hin, ihr Gesicht nur wenige Zentimeter von seinem entfernt.
„Obwohl ich dich für deine hinterhältigen Taktiken hasse, verdienst du das nicht. Aber deine Familie ist diesmal zu weit gegangen. Du wirst niemals ein Realm Master werden.“
„Schlampe …!“, fluchte er.
Sie stand gleichgültig auf und blickte sich um, während immer mehr Blut den Boden befleckte und leises Gurgeln die Luft erfüllte.