Der Ausdruck von Vorfahrin Alissara verdüsterte sich: „Was ist das?“
Bevor sie den Satz beenden konnte, brach eine Welle blassgrauer Energie wie ein sich ausbreitender Abgrund aus Wisterias Körper hervor. Die Luft selbst schien zu verdorren, wurde trocken und brüchig. Die einst strahlenden, schwebenden Runen der Struktur flackerten und verblassten, zerfressen, als würden sie vom Zahn der Zeit angegriffen.
Der Marmorboden barst, Staub wirbelte in die Luft und bildete einen verfallenden Nebel, der sich in Richtung der Ahnen ausbreitete.
„Vorsicht!“, brüllte der andere Ahne und beschwor eine Barriere aus violettem Licht, doch in dem Moment, als Wisterias Energie sie berührte, zerfiel die Barriere wie totes Laub, das von einem starken Wind zerstreut wird.
Die Augen der Vorfahrin Alissara weiteten sich, als ihre Haut von einem unerträglichen Kribbeln überzogen wurde – ihre Lebenskraft wurde ihr entzogen, ihr Fleisch schrie instinktiv vor Schmerz. Sie drückte ihre Energie nach außen, aber sie schwankte und ihr Körper versagte.
„Du … Geist …!“, knurrte sie, aber ihre Stimme zitterte.
Wisterias Blick blieb ausdruckslos, sogar distanziert, als wäre sie sich ihrer Anstrengung gar nicht bewusst. „Verfall … ist unvermeidlich. So alt wie du bist, solltest du keine Angst haben.“
Die Schwingungen der Empyrean Spirit der Stufe 3 hallten so ruhig wider, dass man meinen konnte, sie hätte immense Kontrolle darüber, aber es war unheimlich.
Sie hob eine Hand, ihre Finger krümmten sich leicht, und der schwarzgraue Nebel verdichtete sich.