Ein Palast ragte hoch empor, seine geschwungenen Dächer ragten wie Krähensflügel in den Himmel. Die Wände waren in Gold und Schwarz gestrichen und mit violetten Schnitzereien von Krähen verziert, die um majestätische Bäume flogen. Weite Innenhöfe mit Kieswegen und riesigen Fischteichen umgaben die zentrale Halle, wo massive Holztüren zu zahlreichen Gängen führten.
Zierliche Fenster warfen komplizierte Schatten auf den polierten Marmorboden, und Seidenlaternen, die an geschnitzten Balken und Säulen hingen, tauchten den Raum in warmes Licht.
Im Herzen des Palastes blühte ein Garten, dessen Pflaumenblüten und Bambushainen sanft im Wind vom offenen Balkon wehten.
Allerdings war dieser Garten leer. Nein, der ganze Palast war fast leer.
Nur die Zeichen von Wachen waren zu sehen.
In diesem Moment tauchte eine schwarz gekleidete Frau auf, die die Leere durchbrach und heraustrat.
Sie stolperte über fünf tödliche Fallen, deren dunkles Licht aufbrach, um sie zu töten. Dunkle Ketten aus seltsamer Energie schossen gleichzeitig aus dem Boden empor, und aus der Luft materialisierten sich gespenstische Klingen. Sie trugen eine seltsame Fluchenergie in sich, und schwarze Flammen brachen wie eine Flut hervor und vereinigten sich, um sie in Brand zu setzen.
Mit einer schnellen Bewegung ihrer Füße verschwamm Mingzhis Gestalt. Sie zog sich in die Raumschichten zurück, sodass die Ketten ins Leere schlugen. Die geisterhaften Klingen schlugen durch die leere Luft und zerbrachen, während die schwarzen Flammen sie einfach verbrannten.