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Kapitel 497: Stahl der letzten Klaue

Kapitel 497: Stahl der letzten Klaue

Laguns Fäuste krachten erneut auf den Boden, ein vierfacher Schlag, der den Boden um Asmodeus herum explodieren ließ. Eis brach auseinander. Steine spalteten sich in brennenden Linien.

Ein gefrorener Grat stürzte in sich zusammen.

Aber der Rauch verzog sich nicht mit Laguns nächstem Schlag.

Er löste sich von selbst auf.

Verdampfte.

Von etwas Tieferem zurückgedrängt.
Unter dem Schlachtfeld baute sich ein Druck auf – keine Magie, keine Wut – sondern etwas Älteres als beides.

Der Puls der Souveränität.

Die Erde spürte ihn als Erste.

Dann der Wind.

Dann Lagun.

Er erstarrte mitten in der Bewegung.

Seine Brust hob sich einmal.

Dann blieb sie stehen.

Asmodeus trat aus den Trümmern des letzten Schlags hervor.

Mit geradem Rücken.

Unbeeindruckt.
Sein Umhang war verbrannt.

Das Siegel auf seiner Brust war verschwunden und durch schwarze, gezackte Linien ersetzt worden, die sich über seine Rippen nach außen wanden und mit kohlroter Hitze pulsierten.

Seine schwarzen Augen mit den kleinen blauen Pupillen brannten jetzt mit einem schmalen Pupillenlicht, das schwach unter seiner Stirn leuchtete wie Laternen, die in Asche begraben waren.

Und hinter ihm krümmten sich zwei schwarze Hörner entlang seines Schädels nach hinten, versengt von glühenden Runen.
Es gab keinen Schrei. Keine Explosion. Nur eine Stimme.

Leise.

Klar.

Endgültig.

„Genug.“

Das Wort traf ihn wie ein Zauber.

Lagun machte einen halben Schritt zurück, bevor er es bemerkte.

„Du …“, knurrte Lagun und ballte die Fäuste. „Das ist … Magie. Das ist … unmöglich.“

Asmodeus neigte leicht den Kopf.
Nicht wie ein Raubtier, sondern wie ein Herrscher, der es leid war zu warten.

„Wenn du ihrer würdig wärst“, sagte er leise, „hättest du diese Kraft erkannt, als du sie gesehen hast.“

Mit einem einzigen Atemzug verschwand er.

Ohne Vorwarnung.

In einem Moment stand er noch da.

Im nächsten Moment wurde Laguns Kopf zur Seite gerissen, als eine Hand sein Gesicht packte, und dann hallte ein Knacken durch das Tal.
Asmodeus packte sein Gesicht – sein Arm war immer noch ausgestreckt, seine Haltung perfekt. Lagun flog rückwärts und schlug so hart gegen die Felswand, dass sich die Wand nach innen wölbte. Und noch bevor sich der Staub gelegt hatte –

war Asmodeus wieder da.

Sein Fuß schlug Lagun in den Bauch und drückte die Wölbung noch weiter nach innen, sodass der Berg selbst vor Schmerz ächzte.

Bumm!
Lagun hustete Blut – diesmal echtes Blut. Die blaue Flüssigkeit spritzte auf seine Brust.

„Du nennst sie Huren“, sagte Asmodeus leise und packte Lagun mit einer Hand an der Kehle. „Weil dich noch nie jemand geliebt hat.“

Er schlug Lagun einmal auf den Boden – zweimal. Ein drittes Mal. Jeder Schlag hinterließ einen tieferen Krater, bis der Körper des Dämons halb im Stein versunken war.
Lagun wehrte sich – seine Arme zuckten, aber jetzt war die Angst in seinen Augen zu sehen.

Und Asmodeus sah es.

„Du hast ihr wie ein Hund gedient.“

„Aber ich wurde ausgewählt.“

Er ließ Laguns Kopf wie ein Stück Müll zurück auf den Boden fallen.

„Das ist der Unterschied.“

Der Boden bebte, als Asmodeus zurücktrat.
Lagun zog sich mit einem Brüllen aus dem Krater – Blut strömte aus seiner Nase, sein Kiefer war gebrochen, sein linker Unterarm hing schlaff herunter.

Aber er war nicht tot.

Noch nicht.

Er stand zitternd auf, Wut strömte in Wellen von ihm aus.

Und in diesem Moment traf eine neue Kraft das Schlachtfeld.

Kälter.

Schwerer.

Sie rollte heran wie Frost in der Abenddämmerung.
Die Frauen spürten es als Erste.

Asmodeus drehte leicht den Kopf und kniff die Augen zusammen.

In der Ferne trat eine Gestalt aus dem Nebel hervor. Ihre Hellebarde schleifte hinter ihr über das Eis und zog eine Linie. Ihr Haar wehte in der windstillen Kälte nach oben. Und ihre Haut schimmerte in einem blassen Eisblau.

Die Dämonenkaiserin hatte das Schlachtfeld betreten.

Ihre Schritte hallten lautlos wider.
Der Schnee knirschte nicht unter ihren nackten Füßen – er verdampfte einfach.

Jeder Schritt hinterließ eine Spur aus Frostblumen.

Sie blühten einen Herzschlag lang.

Dann zerbrachen sie.

Riel näherte sich dem Schlachtfeld wie ein Mond, der auf die Erde herabsinkt – anmutig, langsam und absolut unaufhaltsam.

Sie sprach nicht.

Sie schrie nicht.
Ihre Lippen bewegten sich und flüsterten etwas, das nur sie hören konnte.

Asmodeus drehte sich zu ihr um, noch immer halb im Schatten des zerklüfteten Berges, sein Körper von Restwärme und flackernden Glutresten umhüllt.

Sein Blick traf ihren.

Was er sah, war nicht die Frau, an die er sich erinnerte.

Nicht Sariel. Nicht die, die ihm mit verführerischen Rätseln und zweideutigen Lächeln Macht angeboten hatte.
Nein.

Das war etwas anderes.

Eine Mischung aus Besessenheit und Souveränität, aus Verlangen, das sich in Rache verwandelt hatte, aus Liebe, die zu Zerstörung geworden war.

„Riel …“

Sie stürzte sich auf ihn.

Die Verwandlung explodierte nicht.

Sie löste sich auf.

Wie Seide, die von einer Klinge gleitet.

Ihre Haut war wie frischer Schnee, mit blassblauen Adern aus glitzerndem Frost.
Eissplitter breiteten sich von ihren Schultern aus, wie eine Rüstung, die im Rhythmus ihres Herzschlags pulsierte.

Ihre Hellebarde schoss in die Luft, nicht länger durch den Schnee gezogen – sie sang, scharf und metallisch, und drehte sich einmal in ihrer Hand wie eine Luftschnur, die sich in eine Henker-Axt verwandelt hatte.

Ihre Pupillen verschwanden.

Ihre Augen wurden zu Spiegeln des Schneesturms selbst – weiß, unendlich, leer.
Der Titel, den sie nie laut ausgesprochen hatte, prägte sich nun in die Luft ein, die sie umgab, in die Aura, die sie umgab.

Riel war eine Dämonenkaiserin.

Sie schlug zu.

Der Bogen der Hellebarde war schneller als der Gedanke.

Asmodeus hob seinen Arm, um den Schlag abzuwehren – seine Haut barst unter der Wucht, schwarze Energie blitzte an seinen Knochen auf.

Der Schlag schleuderte ihn zurück durch Stein, durch Eis, durch Erinnerungen.

Er krachte gegen den Rand der Klippe – ein Stiefel rutschte weg, Krallen gruben sich in den gefrorenen Fels, um seinen Schwung zu stoppen.

Blut lief ihm über das Handgelenk.

Echtes Blut.

Nicht das von Monstern oder nur ein bisschen, es war eine tiefe Wunde in seiner schwarzen Exoskelett-Rüstung.

Riel stand da, wo sie zugeschlagen hatte, eine Hand hinter sich ausgestreckt, die Hellebarde hungrig summend.
Dampf stieg von ihrer Haut auf, von seinem sofortigen Konter, Flammen zischten um sie herum im Schnee.

Sie lächelte.

Nicht grausam.

Nicht einmal stolz.

Liebevoll.

„Du hast mich Dinge fühlen lassen, die ich hasse“, hauchte sie. „Und jetzt wirst du sie auch fühlen.“

Asmodeus starrte auf die purpurrote Linie, die von seinem Ellbogen herunterlief.
Zum ersten Mal biss die Kälte in seine Knochen.

Er ballte die Faust.

Dann hob er langsam den Kopf.

Der Dämonenkönig lächelte.

„Na gut“, murmelte er. „Du willst sehen, wie wahre Macht wirklich aussieht?“

Seine Aura zitterte.

Das Feuer in ihm entflammte.

Der Boden um seine Füße herum barst auf und brodelte von innen.
Die bevorstehende Verwandlung … war keine der Rache.

Sondern die eines Herrschers.

Der Himmel stand still.

Nicht einmal der Schneesturm regte sich.

Jede Flocke schwebte in der Luft, eingefroren durch die Aura, die von den beiden Gestalten ausging, die nun im Zentrum des Schlachtfeldes standen – die eine kaum noch aufrecht, die andere gerade erst geboren.

Lagun schnappte nach Luft, und bei jedem stockenden Atemzug stieg Dampf aus seinem Mund.
Seine Brust war seltsam eingefallen. Alle vier Arme waren mit Rissen übersät. Eine Hand gehorchte ihm nicht mehr. Die leuchtenden Linien seiner Fraktur flackerten und pulsierten in unregelmäßigen Mustern – wie das Licht einer Kerze, die langsam erlischt.

Und dennoch stand er da.

Die Zähne gebleckt.

Die Knie gebeugt.

Vier Fäuste geballt, auch wenn nur noch zwei zuschlagen konnten.
Er war ein Monster, ja – ein Krieger. Ein Schutzschild. Ein Werkzeug. Ein Gläubiger.

Aber vor allem …

Er war ein Diener.

Ein Diener des Traums, den sie ihm gegeben hatte.

Der kalten Welt, die sie zu errichten versprochen hatte.

Der Königin.

Riel.

Auf der anderen Seite der Lichtung machte Asmodeus einen einzigen Schritt nach vorne.
Das Geräusch hallte wider – nicht wie ein Stiefel auf Stein, sondern wie eine Glocke, die in einem zerstörten Tempel läutet.

Die Luft um ihn herum zitterte.

Seine Verwandlung war in Stille vollendet.

Jetzt brannte er wie ein sterbender Stern.
Schwarze Flammen krochen an seinen Armen hinunter und schlängelten sich wie Adern aus flüssiger Nacht zu seinen Fingerspitzen. Seine Hörner waren scharf geworden und krümmten sich wie eine Krone nach oben, leuchtend mit einer höllischen Schrift, die kein Lebewesen lesen konnte, aber alle spüren konnten.

Seine Flügel waren keine Flügel – nicht wirklich. Es waren Formen der Macht, wie die geisterhaften Silhouetten einer Kreatur, die einst den Himmel verschlungen hatte und auf die Erde verbannt worden war.

Zwei Schatten streckten sich hinter ihm aus.
Langsam.

Breit.

Königlich.

Der Dämonenkaiser ignorierte das Strampeln der unbedeutenden Ameisen.

Lagun zwang sich, seine Deckung zu erhöhen.

„Sie hat dich stark gemacht“, sagte er, während Blut aus seinem Mundwinkel tropfte. „Aber dumm.“

Seine Stimme brach mitten im Wort. Es war ein gebrochener Laut – weder Angst noch Flehen.

Stolz, der zu bestehen versuchte, nachdem ihm die Beine weggezogen worden waren.
„Sie hat dich … trotzig gemacht. Korrupt. Du hast sie infiziert.“

Asmodeus sagte nichts; es gab keinen Grund, ihn zu korrigieren oder zu widersprechen.

Es gab keine Predigt. Keine Zurechtweisung.

Nur ein Urteil, während er sich bewegte.

Ein Schritt.

Ein verschwommener Schatten.

Laguns Augen konnten ihn kaum verfolgen.

Als seine Arme sich hoben, hatte Asmodeus bereits seine Faust in seiner Brust versenkt.
Kein Brüllen. Keine Explosion. Nur ein Geräusch wie zerbrechendes Glas.

Ein leises, plötzliches Zerbrechen.

Laguns Arme sackten herab.

Er sah nach unten – und sah Asmodeus‘ Faust in seinem Brustbein versinken, die Finger krallten sich in den flackernden blauen Kern, der tief in seinem Körper verborgen war.

Der Atem stockte ihm in der Kehle.

Die Runen der Fraktur blitzten einmal, zweimal – dann erloschen sie.
Asmodeus sprach mit einer Stimme, die kaum lauter als ein Flüstern war.

„Sie war es nicht, die mich erschaffen hat.“

„Ich war schon immer so.“

Er drehte sein Handgelenk –

und zerschmetterte Laguns Kern.

Das gesamte Schlachtfeld verdunkelte sich für einen Moment.

Endlich fielen die Schneeflocken.

Lagun schrie nicht.

Er atmete einmal aus, fast wie ein Seufzer der Erkenntnis.
Seine Knie gaben nach. Er sank auf sie, blieb aber aufrecht stehen. Er starrte weiter nach vorne.

Er begegnete Asmodeus‘ Blick ein letztes Mal.

Und lächelte.

„Also … das hat sie gesehen …“

„Einen echten König …“

Dann brach er zusammen.

Der Erste Fang zerfiel zu dampfender Asche. Sein letzter Atemzug flüsterte über das Schlachtfeld wie ein Geheimnis, das vom Winterwind davongetragen wurde.
Asmodeus sah ihm nicht nach.

Er wandte sich der Frau zu, die nun den Himmel beherrschte.

Der Dämonenkaiserin.

Ihre Augen weiteten sich, als die schwarze Flamme um den Körper ihres Königs aufstieg.

„Lagun?“

„Gorrhan?“

„Yuzuha … wo sind sie alle hin?“
Eine Welle der Kraft pulsierte aus ihrem Körper, während ihre Flügel flatterten, ein seltsames Gefühl … obwohl sie sich den Eisdämonen nicht verbunden fühlte und ihr zitternder Körper nicht aufhören wollte zu zittern.

„Wo seid ihr hingegangen?“

Dämonenlord: Erotisches Abenteuer in einer anderen Welt

Dämonenlord: Erotisches Abenteuer in einer anderen Welt

Bewertung: 10
Status: Ongoing Autor: Illustrator: Erscheinungsjahr: 2024 Originalsprache: German
Der Weg eines Dämonenlords ist kein leichter, wenn sich die ganze Welt gegen dich stellt. Nur wenige können diesen Weg gehen, ohne vom Weg abzukommen. An Ryujis erstem Tag werden er und seine Klasse in eine andere Welt gerufen. Sobald sie dort ankommen, bekommt die ganze Klasse von der Lichtgöttin Lumina Kräfte. Allerdings scheint der Unglücksstern auf Ryuji zu stehen, und ihm steht eine gefährliche und ungewisse Zukunft bevor. Der rote Stern war ein Vorzeichen für den Aufstieg eines Dämonenkönigs und das bevorstehende Chaos in der Welt. Um zu überleben und gegen dieses Schicksal zu kämpfen, erhält er die Klasse "Berserker" – ein Werkzeug, mit dem er in dieser Welt bestehen kann. Trotz des herzlichen Empfangs passiert das Unvorhersehbare: Der König bittet sie, ihm im Kampf gegen seine Feindin, die derzeitige Dämonenkönigin, zu helfen. Allerdings hat das Königreich ein Geheimnis vor den Helden. Mit einer hübschen Fuchsmagd lebt Ryuji sein Leben ohne Einschränkungen. Wenn er helfen will, hilft er. Wenn nicht, dann nicht. Mit einer riesigen Axt bewaffnet, genießt Ryuji den Nervenkitzel des Kampfes und freut sich über die Gelegenheit, seine Feinde zu vernichten, egal wie groß sie sind! "Sag mir, warum greift ihr die Dämonen ohne Grund an, wenn ihr Frieden wollt?" ----- KAMPFSUCHTIGER PROTAGONIST LEVELSYSTEM SCHWACH -> STARK HAREM BEAST GIRLS DEMI GIRLS MONSTER GIRLS KEIN YURI KEIN NTR ----- "Demon Lord: Erotic Adventure in Another World" ist ein beliebter Light Novel, der folgende Genres abdeckt: Action, Erwachsene, Abenteuer, Fantasy, Harem, Reife, Romantik Genres. Geschrieben vom Autor TheDragonSlayer . Lies den Roman "Demon Lord: Erotic Adventure in Another World" kostenlos online.

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