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Kapitel 236: Ein hybrider Engel

Kapitel 236: Ein hybrider Engel

Vergil landete sofort und trat mit seinem Stiefel so fest auf die Brust des gefallenen Engels, dass dieser noch tiefer in den zerstörten Boden versank. Steinfragmente und Erde flogen umher, als die dunkle Aura des Dämonenkönigs ihn wie ein herannahender Sturm umhüllte.

„Jetzt wirst du mir sagen, wer du bist“, sagte Vergil mit kalter Stimme und starrte den gefallenen Engel an, als wolle er ihm direkt in die Seele blicken.
Trotz seiner Verletzungen und seiner Bewegungsunfähigkeit zeigte der Engel keine Angst. Stattdessen lächelte er – ein schwaches Lächeln, doch voller etwas Seltsamem, fast Trotzvollem.

„Nicht jeder ist verpflichtet, deinen Befehlen zu gehorchen.“

Vergil runzelte die Stirn, ein plötzliches Unbehagen breitete sich in ihm aus – eine Vorahnung … Doch bevor er reagieren konnte, geschah alles in einem Augenblick.

Ein Knacken in der Luft.

Die Zeit schien langsamer zu vergehen.
Vergil spürte eine brennende, schneidende Kraft, die seinen Körper durchdrang, bevor er überhaupt begriff, was es war. Seine Augen weiteten sich leicht, als ein goldener Schein sein peripheres Sehfeld erfüllte.

Shluk! Shluk! Shluk!

Sechs Lichtlanzen durchbohrten seinen Rücken, stachen durch sein Fleisch und seine Knochen und sprangen in einem einzigen brutalen, koordinierten Angriff aus seiner Brust hervor.
Auf den ersten Schock folgte ein brennender, ätzender Schmerz, der sich in ihm ausbreitete. Die heilige Energie knisterte und verbrannte sein dämonisches Fleisch wie Glut, die sich über trockene Haut ausbreitet.

„Kh…!“ Ein kehliges Geräusch entrang sich seiner Kehle, als er einen Schritt nach vorne taumelte und dunkles Blut aus seinem Mund floss.
Sein Körper, der daran gewöhnt war, unzerstörbar zu sein, zitterte nun leicht unter dem unerwarteten Schmerz. Er sah nach unten und sah die glühenden Spitzen der Lanzen, die aus seiner Brust ragten und wie verdammende Sterne leuchteten.

Vergil biss die Zähne zusammen, seine Augen blitzten wild vor Ärger.

Schließlich war es schon lange her, dass ihn jemand wirklich verletzt hatte.
Vergil schloss für einen kurzen Moment die Augen und atmete tief ein. Die Luft um ihn herum wurde schwer und dicht, als würde sich der Raum unter seiner Präsenz verzerren.

Dann öffnete er die Augen.

Seine Aura brach wie ein schwarzes Inferno hervor, Flammen aus purer dämonischer Energie schossen in den Himmel, während der Boden unter ihm in chaotischen Mustern aufbrach. Ein leises, fast kehliges Knurren hallte aus seiner Kehle, als sich seine Muskeln anspannten.
Mit roher Gewalt packte er die erste Lanze, die in seiner Brust steckte, und riss sie mit einer schnellen Bewegung heraus, wobei sein schwarzes Blut in die Luft spritzte und in der dämonischen Hitze verdampfte.

SHLUK!

Die zweite folgte kurz darauf, und das groteske Geräusch von zerfetztem Fleisch hallte durch die Dimension.

SHLUK!
Vergil machte weiter und zog die Lanzen eine nach der anderen heraus, als wären sie nichts weiter als lästige Dornen. Sein Gesicht war ausdruckslos, bis auf das wilde Leuchten in seinen Augen. Sein Körper brannte, die heilige Kraft zerfraß sein Fleisch, aber nichts davon spielte eine Rolle.

In dem Moment, als die letzte Lanze entfernt war, sackten seine Arme an seinen Seiten herab, sein Blut tropfte langsam herunter, bevor es sich zu regenerieren begann. Die Umgebung versank in absoluter Stille, alle um ihn herum waren vor Schreck wie erstarrt.
Der gefallene Engel nutzte diesen Bruchteil einer Sekunde.

Mit einem heftigen Flügelschlag katapultierte er sich nach hinten und landete elegant ein paar Meter entfernt. Er atmete schwer, aber sein Blick blieb scharf. Er wusste, dass Vergil kein gewöhnlicher Feind war … aber zu sehen, wie der gefürchtetste Dämon heilige Lanzen herausriss, als wären sie nichts? Das bestätigte nur, dass dieser Kampf alles übertraf, was er jemals erlebt hatte.
Vergil rollte mit den Schultern, als wolle er seine Bewegungen testen. Dann sah er den Engel mit einem scharfen Grinsen an.

„Ich habe hier auf jemanden Interessanten gewartet“, sagte er mit kalter Begeisterung in der Stimme. „Jetzt wollen wir mal sehen, was du wirklich drauf hast.“

Der Krieg, der kurz unterbrochen worden war, würde bald weitergehen – und diesmal würde es keine Gnade geben.
Vergil leckte sich das Blut vom Mundwinkel und spürte, wie die Kampfeslust in ihm aufloderte. Er war nicht mehr hier, um zu spielen – er war hier, um zu töten.

Bevor er jedoch vorrücken konnte, fiel ihm etwas auf.

Der gefallene Engel zog eine kleine metallische Phiole aus seinem Umhang und zerschlug sie an seinem eigenen Hals.
Die schwarze, glänzende Flüssigkeit floss direkt in seine Blutbahn, und fast augenblicklich begann sich sein Körper zu verändern.

Die Adern des Engels pulsierten vor unheimlicher Energie, die wie schwarze Blitze durch ihn hindurchschoss. Seine Muskeln wuchsen leicht an, seine Haut nahm eine blassere, fast gespenstische Färbung an, und seine einst goldenen Augen leuchteten nun in einem tiefen, durchdringenden Rot.
Dann kamen die Flügel.

Zwei riesige, fledermausartige Flügel rissen sich aus seinem Rücken, begleitet von vier dunklen Engelsflügeln – ein grotesker und majestätischer Anblick zugleich. Seine Aura schwankte nun zwischen purer Heiligkeit und abgrundtiefer Dunkelheit, als wäre er zur perfekten Mischung aus Licht und Schatten geworden.

Vergil kniff die Augen zusammen.
„Interessant … Du hast also auch mit diesen Leuten zu tun, die Hybriden erschaffen“, murmelte er und analysierte jedes Detail der Verwandlung.

Der Boden unter ihnen bebte, als der gefallene Engel seine neuen Gliedmaßen bewegte und ein wildes Brüllen ausstieß, das durch die Dimension hallte. Seine Kraft hatte sich exponentiell erhöht, und Vergil konnte es in jeder Faser seines Körpers spüren.

Aber das ließ ihn nur noch mehr grinsen.
„Du hattest also noch ein Ass im Ärmel?“, spottete Vergil und wirbelte sein Schwert in der Hand. „Gut. Mir wurde gerade langweilig.“

Der gefallene Engel hob die Hand und beschwor einen Speer aus rein schwarzer und goldener Energie herbei, während seine Augen vor Wut loderten.

„Keine Worte mehr“, knurrte er. „Das Einzige, was jetzt zählt, ist, wer überlebt.“

Ihr Zusammenprall schickte Schockwellen durch die ganze Dimension.

Vergil schlug zuerst zu und schwang sein Schwert in einem brutalen Bogen. Der gefallene Engel reagierte genauso schnell und kreuzte seine Lanze mit dem Schwert des Dämonenkönigs, was eine Explosion von Energie verursachte, die die Luft zwischen ihnen zeriss.

BOOM!

Die Schockwelle schleuderte beide zurück, aber keiner gab nach.
Vergil erholte sich als Erster und war schon wieder über seinem Gegner, sein Schwert senkte sich wie eine höllische Guillotine. Der gefallene Engel hob seinen Speer und blockte den Schlag, aber die Wucht des Aufpralls riss einen riesigen Krater unter ihnen auf und zerbrach den dimensionalen Boden.

Ohne zu zögern, drehte der gefallene Engel seinen Speer, lenkte das Schwert ab und rammte die Spitze seiner Waffe blitzschnell direkt in Vergils Schulter.
Die Speerspitze durchbohrte Muskeln und Knochen und ragte aus seinem Rücken heraus.

Vergils Augen weiteten sich für einen kurzen Moment, aber sein Grinsen verschwand nicht.

„Nun … das war mal was Neues.“

Er packte den Speer, der noch in seiner Schulter steckte, zog den gefallenen Engel näher zu sich heran und versetzte ihm einen vernichtenden Haken in den Bauch.
Der Aufprall war so heftig, dass der Körper des Engels in zwei Hälften zerbrach und eine Schockwelle ausstaute, die Staub und Trümmer in alle Richtungen schleuderte.

Der gefallene Engel spuckte Blut, erholte sich aber sofort, schlug mit den Flügeln nach hinten und rammte Vergil sein Knie direkt ins Kinn. Die Wucht war ungeheuer – stark genug, um Vergil in die Luft zu schleudern.
Bevor er sich wieder fangen konnte, war der gefallene Engel schon da und tauchte wie ein rachsüchtiger Schatten über ihm auf.

BZZT!

Heilige Blitze schossen um die Arme des Engels, als er mit einer Faust voller Zerstörung auf ihn niederschlug.

CRACK!

Vergil bekam den Schlag direkt in die Brust und krachte wie ein Meteor zu Boden, wobei der Aufprall einen riesigen Krater in den Boden riss.
Für einen Moment war es total still.

Dann stand Vergil auf.

Seine Augen brannten vor sadistischer Erregung, seine Brust hob und senkte sich schwer.

Er wischte sich das Blut vom Mund und knackte mit dem Nacken.

„Jetzt wird’s langsam lustig.“

Im nächsten Moment war er verschwunden.

Der gefallene Engel spürte etwas hinter sich – aber es war schon zu spät.

BLAAM!
Vergil war da und rammte seine Faust direkt in den Rücken des Engels, der wie ein Geschoss zu Boden geschleudert wurde.

BOOM!

Der Aufprall zerriss den dimensionalen Raum noch weiter, und bevor der Engel auch nur Luft holen konnte, stürzte sich Vergil bereits mit einer unaufhaltsamen Naturgewalt auf ihn, das Schwert in der Hand, bereit, ihm den Kopf abzuschlagen.

Doch im letzten Moment …
Der gefallene Engel erhob sich und blockierte den Schlag mit seinem Speer.

Der Kampf war brutal. Jeder Schlag erschütterte die Dimension und zerbrach den Raum um sie herum wie Glas, das kurz vor dem Zerbrechen stand.

Vergil und der gefallene Engel standen sich wie zwei Katastrophen gegenüber, ihre Kräfte prallten in einem Spektakel der Zerstörung aufeinander. Die Luft vibrierte von der Intensität des Zusammenpralls, Blitze aus dämonischer und heiliger Energie explodierten bei jedem Aufprall.
Doch dann –

Ein Heulen durchschnitten die Schlacht.

Schneller als der Blitz huschte eine orangefarbene Silhouette durch Vergils Blickfeld.

Der gefallene Engel hatte nur eine Sekunde Zeit zu reagieren, bevor er einen brennenden Schmerz in seinem Rücken spürte. Setze deine Reise in My Virtual Library Empire fort

RRRIIIPP!

Ein Schrei purer Qual hallte durch die Dimension, als einer seiner Flügel brutal abgerissen wurde.
Schwarzes Blut spritzte wie eine makabre Fontäne durch die Luft.

Alexa, in ihrer Wolfsgestalt, grub ihre Krallen in den Körper des gefallenen Engels und hielt den verstümmelten Flügel zwischen ihren scharfen Zähnen. Ihre goldenen Augen glühten wie glühende Kohlen, erfüllt von mörderischer Wut.

Sie sprang zurück, landete anmutig neben Vergil und spuckte den Flügel auf den Boden, als wäre er ein Stück verdorbenes Fleisch.
„HEY!“, schrie Vergil genervt. „Er ist mein Spielzeug! Lass mich Spaß haben!“ Er knurrte verärgert.

„Hör auf, mit deiner Beute zu spielen, hast du vergessen, was auf dem Spiel steht?“, sagte Alexa mit provokanter Stimme, die vor Adrenalin rau klang. „Sie kämpfen gerade um das Fragment!“

Meine Frauen sind wunderschöne Dämonen

Meine Frauen sind wunderschöne Dämonen

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
Vergil, ein 21-jähriger Typ, lebt ein scheinbar einfaches Leben in einer etwas chaotischen Welt. Seine Familie ist auch ganz normal – sein Vater ist zwar nicht mehr da, aber seine Mutter ist immer für ihn da, auch wenn sie ein bisschen... aggressiv ist. Aber das ist heutzutage ja nichts Ungewöhnliches, oder? Alles ändert sich drastisch, als Vergil nach einem unerwarteten Tod als Dämon erwacht. Zu seiner Überraschung entdeckt er, dass er versehentlich eine wunderschöne reinblütige Dämonin geheiratet hat. Nun wird er aus der Perspektive eines Dämons entdecken, wie die Welt wirklich funktioniert. WARNUNG: Bevor du dich aufregst: Das Buch ist von drei Werken inspiriert, die ich mag. Ich habe Szenen ABSICHTLICH ÄHNLICH gestaltet, indem ich Dialoge aus den Originalen imitiert habe. WÄRE ES EINE KOPIE, würde die Website es nicht genehmigen. Wenn dich das so stört, lies es einfach NICHT. ---- Discord: https://discord.gg/2rFfaP9BfB Der Roman "Meine Frauen sind schöne Dämonen" ist ein beliebter Light Novel aus den Genres Fantasy, Action, Romantik, Abenteuer, Erwachsene, Komödie, Harem, Slice of Life genre. Geschrieben vom Autor Katanexy. Lies den Roman "Meine Frauen sind schöne Dämonen" kostenlos online.

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