Vergil grinste zur Seite, seine roten Augen blitzten vor latenter Kampfeslust. Als Antwort darauf wurde Yamato von Schatten verschlungen, seine Klinge vibrierte vor fast schon fühlbarer Blutgier.
„Ich frage mich …“ Seine Stimme klang ruhig und beherrscht, aber jeder mit einem Funken Instinkt hätte gewusst, dass er kurz davor war, anzugreifen. „Wie heißt du?“
Der andere Krieger drehte seinen Stab zwischen den Fingern, die Bewegung fließend und entspannt, aber seine Augen hatten den scharfen Glanz einer gezückten Klinge.
„Mein Meister hat mich Wu Tian genannt.“ Die Antwort kam entschlossen, ohne zu zögern.
Vergil neigte leicht den Kopf und kostete die Worte aus, als wären sie edler Wein.
„Dein Name ist uns bereits bekannt …“, fuhr Wu Tian fort, und irgendwie schien der Raum zwischen ihnen kleiner zu werden, obwohl sich keiner von beiden bewegte.
Die Luft wurde dick und schwer, als würde die Welt selbst den Atem anhalten. Sie begannen, sich langsam und bedächtig zu umkreisen und musterten einander wie Raubtiere, die zum Sprung ansetzen.
Vergil hob eine Augenbraue, und ein Lächeln huschte über seine Lippen.
„Wu Tian … So etwas wie ‚Sternenhimmel‘ …“ Seine Stimme war leise, fast spöttisch, aber in seinen Worten lag echte Neugier.
Wu Tian lachte nur, seine Augen funkelten herausfordernd.
„Ah, du verstehst also Chinesisch? Interessant.“ Seine Stimme klang leicht provokativ. „Das hätte ich nicht von dir erwartet, Dämonenkönig.“
Vergil lachte leise und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnete, war seine Präsenz noch erdrückender.
„Er ist stark …“
Aufregung pulsierte in ihm und vibrierte in jeder Faser seines Körpers. Sein Instinkt schrie danach, die Grenzen dieses Kriegers auszutesten – zu sehen, wie weit ihn der Träger des Ruyi Jingu Bang treiben konnte.
„Das wird Spaß machen.“
Wu Tian ballte seine Finger um den Stab, seine Muskeln spannten sich an wie bei einer Katze, die zum Sprung bereit ist. Sein scharfer Blick ließ keinen Zweifel: Auch er war bereit.
„Lass uns damit aufhören, für jetzt.“
Vergil öffnete den Mund, um zu antworten, aber er hatte keine Zeit mehr.
Wu Tian verschwand.
Ein goldener Blitz erfüllte sein Blickfeld.
Der Wind explodierte um ihn herum.
Und dann –
kam der Aufprall wie ein Donnerschlag.
Vergil hatte einen Moment, eine einzige Sekunde, um Yamato zu heben, bevor das kolossale Gewicht von Wu Tians Stab seine Verteidigung durchbrach.
Der Boden unter seinen Füßen barst. Die Schockwelle zerschmetterte die Trümmer um sie herum. Die Luft selbst schien vor der Wucht des Schlags zu schreien, und für einen Moment reduzierte sich die Welt auf das ohrenbetäubende Geräusch des Zusammenpralls ihrer Kräfte.
Aber anstatt zurückzuweichen, zu zögern oder wütend über den Überraschungsangriff zu werden …
lachte Vergil.
Ein leises, heiseres Lachen, das wie dämonischer Donner anschwoll und durch die heilige Stadt hallte.
„GENAU SO! GENAU DAS HABE ICH WOLLEN!“
Seine Augen brannten vor purer Ekstase, ein fiebriger Glanz tanzte in seinen blutroten Iris.
„ZEIG MIR MEHR! ZEIG MIR DEINE STÄRKE, HELD!“
Er stürzte sich vorwärts, ein verschwommener Ansturm aus Wut und Klinge, der Wu Tian zwang, sich kurz zurückzuziehen.
KLANG!
Yamato glitt gegen den Stab, Funken flogen wie Sternschnuppen in die Nachtluft. Vergil drängte vorwärts, bewegte sich wie ein lebender Schatten um den Krieger herum, seine Schläge waren so schnell, dass sie unsichtbar schienen.
Aber Wu Tian war kein leichtes Ziel.
Mit einer fließenden Drehung verlängerte er den Ruyi Jingu Bang im Handumdrehen. Der Stab wuchs wie eine göttliche Säule und zwang Vergil zurückzuspringen. Die Wucht der Ausdehnung verwandelte einen ganzen Häuserblock in Schutt, Schockwellen fegten durch die Trümmer, als wären sie nur Blätter im Wind.
Vergil landete auf den Trümmern und lachte noch lauter. Sein Herz hämmerte in seiner Brust. Seine Haut kribbelte vor Adrenalin.
„HAHAHAHA! DAS IST MACHT!“
Er leckte sich das Blut vom Mundwinkel, seine Augen glühten wie glühende Kohlen.
„UND DANN GAB ES IN DIESER WELT EINEN FEHLER, DER MIR EINE HERAUSFORDERUNG BOT!“
Wu Tian blieb unbeeindruckt und drehte den Stab erneut.
„Du redest zu viel, Dämon.“
Vergil kniff die Augen zusammen, und für einen Moment schien die Luft um ihn herum zu zittern.
„Dann bring mich zum Schweigen.“
Sie bewegten sich gleichzeitig.
BOOOOOM!
Der Vatikan wurde von einer zerstörerischen Sturmfront verschlungen.
Vergil stürmte wie ein dunkler Blitz vorwärts, Yamato zerschnitt die Luft mit tödlicher Präzision. Wu Tian reagierte mit vernichtenden Schlägen, sein Stab dehnte sich aus und zog sich zusammen, sodass Vergil sich ständig anpassen musste.
Der Kampf wurde zu einem wahnsinnigen Wirbel.
Vergil verschwand und tauchte in schneidenden Lichtblitzen wieder auf, tanzte zwischen göttlichen Schlägen hin und her. Wu Tian hielt mit übermenschlichen Reflexen mit, wich um Haaresbreite aus oder blockte mit brutaler Kraft.
Jeder Aufprall hallte wie ein Erdbeben wider, spaltete den Boden und schleuderte Trümmer in die Luft.
Jeder Schlagabtausch zerstörte die Stadt um sie herum.
Und inmitten des Chaos …
lachte Vergil.
Lauter.
Wahnsinniger.
„MEHR! HÄRTER! ZEIG MIR, WAS EIN HELD KANN!“
Vergil riss mit einem heftigen Schlag die Luft auf und setzte eine Energiewelle frei, die den Nachthimmel zeriss. Die Wut seiner Klinge ließ den Raum schreien.
Aber Wu Tian ließ sich nicht beirren.
Er schwang den Ruyi Jingu Bang, zerstreute die Energie mit einem einzigen Schlag und stürmte dann vorwärts, seine goldenen Augen brannten vor absoluter Entschlossenheit.
„DU HAST NOCH NICHTS GESEHEN, DÄMONENKÖNIG!“
Sie prallten erneut aufeinander.
Und die Welt bebte unter dem Aufprall.
Der Himmel wurde zerrissen.
Der Boden zerbrach.
Die ganze Welt verneigte sich vor der unkontrollierbaren Gewalt dieser beiden Monster.
Und Vergil?
Er lachte.
Sein Herz hämmerte wie verrückt.
Adrenalin brannte in seinen Adern wie ein süchtig machendes Gift.
Er wollte mehr.
„HAHAHAHAHAHA! DAS IST GLORREICH!“
Seine Augen leuchteten tierisch rot, seine dämonische Aura explodierte um ihn herum wie ein schwarzes, hungriges, verschlingendes Feuer.
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Wu Tian antwortete nicht mit Worten.
Er antwortete mit Macht.
Der Ruyi Jingu Bang dehnte sich erneut aus und wurde zu einer himmlischen Säule, groß genug, um Berge zu zermalmen. Er stürzte mit der Kraft eines Gottes auf Vergil herab, der Aufprall drohte alles um sie herum wegzufegen.
Aber Vergil?
Er lächelte.
Und rückte vor.
„LAUF NICHT WEG, WESPE!“
Er durchschlug mit Yamato die Realität selbst und verschwand in einem Blitz der Dunkelheit. Im nächsten Moment tauchte er hoch über Wu Tian wieder auf und ließ seine Klinge in einem perfekten, tödlichen Bogen herabfallen.
Wu Tian wich im letzten Moment aus und drehte seinen Stab, um einen Gegenangriff zu starten.
Aber Vergil war noch schneller.
Jede seiner Bewegungen war ein verschwommener Wirbelwind der Zerstörung.
Jeder seiner Schläge war ein Hurrikan purer Vernichtung.
Yamato tanzte in seinen Händen wie eine Verlängerung seiner Seele und versuchte, jede Verteidigung, jede Barriere, jedes Hindernis zwischen ihm und der höchsten Ekstase des Kampfes zu durchbrechen.
Wu Tian kämpfte wie ein göttlicher Held.
Aber Vergil?
Vergil kämpfte wie ein Dämon, der vom Krieg in den Wahnsinn getrieben worden war.
„Komm schon! Komm schon! Kämpfe mit allem, was du hast, Held!“
Die heilige Stadt existierte nicht mehr.
Alles war zu Schutt und Asche zerfallen – der Kampf zwischen den beiden verschlang alles um sie herum wie ein wütender Sturm, ein Krieg zwischen Gottheit und Dämon, in dem nur Zerstörung sicher war.
Vergil wirbelte durch die Luft, wich einem Schlag aus, der eine ganze Burg hätte pulverisieren können, und landete mit einem Aufprall, der den Boden versinken ließ und die Erde um ihn herum aufbrach.
Für einen kurzen Moment hielt er inne.
Dann lächelte er.
„Ich frage mich …“
Seine Aura explodierte wie ein Sturm, der dämonische Druck wurde dicht, fast erstickend, wie ein undurchdringliches Meer aus Dunkelheit. Der Boden um ihn herum barst unter dem Gewicht seiner Präsenz. Die Luft wurde schwer, dicht, als würde sich die Welt selbst seinem Willen beugen. Selbst Wu Tian spürte den Druck – etwas so Überwältigendes, dass ihm fast der Atem stockte.
„Was wäre, wenn ich das ernst nehmen würde?“
Wu Tian kniff die Augen zusammen und spürte die Veränderung in der Luft, in der Atmosphäre, im Wesen dieses Wesens.
Vergil breitete die Arme aus, als würde er das Universum selbst herausfordern.
Und die Welt schrie.
Der Himmel verdunkelte sich.
Die Erde bebte.
Ein Sturm des Chaos bildete sich um den Dämonenkönig – ein Hurrikan der Zerstörung und der puren Kraft, der ihn in eine höllische Aura hüllte.
„LASST UNS DAS AUF DIE NÄCHSTE STUFE BRINGEN!“
Er verschwand. Und in diesem Moment begann der wahre Kampf.
„Er ist stärker als meine Grundform … ohne das kann ich ihn unmöglich besiegen …“, dachte Vergil und flog mit einer blitzschnellen Bewegung davon.
Als er sich entfernte, schien sich die Luft um ihn herum zu spalten, als würde etwas in ihm erwachen. Er hielt einen Moment inne, schwebte in der Leere und sein Körper zitterte vor aufsteigender Energie. Etwas Tiefes und Urtümliches regte sich in ihm und riss an seinen Grenzen.
Der Himmel um ihn herum begann sich zu verdunkeln, und ein dichter, erdrückender Druck umgab seinen Körper, als würde sich der Raum selbst verzerren.
Vergil schloss die Augen und atmete tief durch. Als er sie wieder öffnete, leuchteten seine Augen tiefrot und seine Präsenz wurde noch intensiver, fast unmenschlich. Er verstärkte die Kraft der Energie, die von ihm ausging, und wurde zu einer Macht, die das Gleichgewicht der Welt herausforderte.
Die dämonische Aura, die Vergil umgab, wuchs exponentiell, seine Kraftwellen breiteten sich aus und seine Schatten wurden imposanter, als würde er die Realität um sich herum verändern.
Sein Körper schien zu schweben, aber gleichzeitig hatte man das Gefühl, als würde er mit seiner Wut die Luft selbst verschlingen. Die Ränder seines Rückens krümmten sich, eine verzerrte und wilde Energie verzerrte die Linien seiner Gestalt, fast so, als würde hinter ihm etwas Gestalt annehmen. Die Verwandlung war so gewaltig, dass er fast nicht mehr zu erkennen war, als wäre er mehr als ein Mensch geworden.
Er sah Wu Tian an, seine Augen waren jetzt wie brennende Lichtfäden, und ein raubtierhaftes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen.
„Jetzt … bin ich dran.“
Und der wahre Kampf wurde noch heftiger.