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Kapitel 158: Feuer und Eis gegen Sonnenklingen

Kapitel 158: Feuer und Eis gegen Sonnenklingen

Die Leere barst.

Scherben des zerbrochenen Raums schwebten wie Glasscherben, als drei Gestalten auftauchten.

Eine von ihnen stand aufrecht da, goldenes Haar wehte im Sonnenwind, ihre Rüstung glänzte wie eine neugeborene Sonne. Klingen aus reinem Sonnenlicht schwebten um sie herum, insgesamt siebenundzwanzig, die sich lautlos drehten wie die Ringe eines zornigen Gottes.

Magnus.

Der absolute Herrscher der Sonnenklingen.
Er öffnete seine Hand, und hinter ihm erblühte eine Sonne – ein Miniaturstern, der vor tödlicher Hitze pulsierte.
Ihm gegenüber, schwebend über dem zerstörten Schlachtfeld, standen Alfred und Aria.

Alfreds Fäuste waren von langsam flackerndem Feuer umhüllt. Nicht wild – kontrolliert. Schwer. Wie der Druck in einem Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Sein Mantel war bereits halb verbrannt, seine nackte Brust war mit leuchtenden Tätowierungen bedeckt, die mit jedem Herzschlag pulsierten. Er knackte mit dem Nacken, Feuer schoss aus seinen Augen.
Neben ihm war Aria nur pure Stille. Nicht still – still. Ihr Körper schwebte wie ein Phantom, umgeben von einer Aura aus Frost, die so kalt war, dass sie das Licht brach. Eis kristallisierte sich in bewegten Mustern auf ihrer Kleidung. Ihre blassblauen Augen blinzelten nicht.

Es wurden keine Worte gewechselt.

Sie bewegten sich.

Magnus schlug als Erster zu.

Seine Sonnenklingen schossen gleichzeitig nach vorne und zerschnitten das Schlachtfeld mit Lichtgeschwindigkeit.
Siebenundzwanzig Strahlen aus sternenförmigem Tod zerschnitten die Leere und zielten direkt auf Aria und Alfred.

Alfred trat vor.

Er wich nicht aus.

Er schlug zu.

Die erste Klinge zerbrach beim Aufprall – nicht abgelenkt, sondern zerbrochen. Alfreds Faust war mit verdichtetem Sonnenplasma kollidiert und hatte es in Sternenstaub verwandelt. Die Wucht sandte eine Welle über das Schlachtfeld. Der Raum verbog sich. Feuer schoss empor.
Alfred verschwand.

Er tauchte hinter Magnus wieder auf, die Faust zurückgezogen.

Bumm.

Der Schlag traf Magnus‘ Sonnenrüstung und schleuderte ihn wie einen Kometen, der über die Oberfläche eines Sterns springt, durch die Asteroiden.

Aria hatte sich nicht bewegt.

Sie hob eine Hand.
Die Temperatur um sie herum sank augenblicklich. Eine tiefe, farblose Kälte, kälter als der Weltraum, kälter als der Tod. Die Überreste des Schlachtfeldes erstarrten – Trümmer, Schutt, sogar noch nachhallende Energiestrahlen – alles war in vollkommener Stille gefangen.

„Absoluter Nullpunkt: Domänenblockade.“

Ihre Stimme war leise. Aber in dem Moment, als sie sprach, blieben Magnus‘ Klingen – die auf sie zuflogen – stehen. Mitten im Flug erstarrt, allein durch ihre Anwesenheit in der Schwebe gehalten.
Sie schnippte mit einem Finger.

Die gefrorenen Klingen zerbrachen wie sprödes Glas, ihr Licht erlosch augenblicklich.

Magnus kehrte in einem goldenen Blitz zurück, Sonnenflammen umgaben seinen Körper, sein Umhang war zerrissen, Blut tropfte aus seinem Mundwinkel.

Er zögerte nicht.

Er beschwor zwei riesige Klingen aus Sonnenflammen, länger als Schiffe, und schleuderte sie wie Speere.

Alfred war bereits in Bewegung.
Er packte eine in der Luft – mit beiden Händen –, wobei die Hitze seine Haut schmelzen ließ. Er schrie, nicht vor Schmerz, sondern vor Wut, und schwang sie zurück in Richtung Magnus.

Die zweite Klinge schlug auf Aria ein.

Aber anstatt sie zu verbrennen, blieb sie einfach stehen. Nur wenige Zentimeter von ihrem Körper entfernt.

Sie atmete aus.

Eine Kristallblume blühte aus ihrer Handfläche.

Sie berührte die Klinge.
Die Flamme verwandelte sich in Eis.

Das Eis explodierte in fraktalen Splittern, bedeckte die Trümmer in der Nähe und verwandelte das Schlachtfeld in einen gefrorenen Friedhof.

Alfred landete und wirbelte die massive Sonnenklinge wie eine Stangenwaffe. Mit einem Brüllen warf er sie direkt zurück auf Magnus.

Magnus fing sie gerade noch so auf und lenkte sie mit einer Drehung ab, aber Alfred war bereits über ihm und seine Fäuste flogen wie Meteore.
Jeder Schlag entfachte eine Nova.

Jede Abwehr von Magnus erzeugte Schockwellen, die die Monde in der Nähe zerschmetterten.

Sie rissen den Raum auseinander – sie schlugen, wichen aus, sprengten alles in die Luft – wie zwei Götter, die in einer uralten Fehde miteinander verfeindet waren. Feuer und Sonnenfeuer tanzten in chaotischer Wut miteinander, jeder Schlag eine Demonstration roher Kraft.
Und während sie kämpften, schwebte Aria über ihnen.

Sie beobachtete sie.

Ihre Finger webten Muster durch die Luft, und mit jeder Bewegung blühte Eis zwischen den Sternen auf. Sie sang keine Beschwörungsformeln. Sie sprach keine Zaubersprüche. Sie wollte es einfach, und das Universum gehorchte ihr.

Magnus spürte es.

Er löste sich mit einer heftigen Explosion von Sonneneruptionen von Alfred und richtete seine Aufmerksamkeit auf sie.

Ein großer Fehler.
Alfred packte ihn an der Schulter und riss ihn zurück, um ihm einen Schlag zu versetzen, der die Raumzeit selbst zeriss. Der Bereich brach nach innen zusammen, bevor er mit einem Heulen zurückschlug.

Aber Magnus nutzte den Schwung.

Er drehte sich, schnitt Alfred mit einer Klinge aus purer Sonnenenergie in die Seite, trat ihn dann gegen einen Asteroiden und schoss auf Aria zu.

Er flog nicht – er schoss.
Der Sonnenantrieb hinter seinen Stiefeln entzündete die Leere, Flammen heller als Sonnen.

Er erreichte Aria in einem Wimpernschlag, die Klinge erhoben.

Aria blickte auf.

„Frozen Orbit.“

Die Realität zerbrach über ihr. Ein Ring aus blau-weißen Monden erschien über ihr – keine Illusionen, keine Energie – real, aus ihrer eigenen Taschendimension herbeigerufen. Sie begannen sich zu drehen, immer schneller, und bildeten einen Schneesturmwirbel.
Magnus schlug zu.

Der Aufprall war unwirklich. Licht explodierte in alle Richtungen. Eine Schockwelle fegte über das Feld.

Und dann …

Nichts.

Seine Klinge war stehen geblieben.

Direkt an ihrer Kehle.

Aria hatte sich nicht bewegt.

Ihre Hand berührte sein Handgelenk – sofort breitete sich Eis aus. Kein Frost. Kein Schnee. Etwas Uraltes und Unmögliches. Die Art von Kälte, die Sterne zum Schreien brachte.

Seine Rüstung gefror.
Seine Klinge barst.

Seine Knochen schmerzten.

Arias Augen waren auf ihn geheftet. Immer noch ohne zu blinzeln. Immer noch still.

Sie flüsterte ein einziges Wort.

„Zerschmettere.“

Magnus schrie, als Frost in seiner Rüstung explodierte, seine Nerven zerfetzte, sein Mark vereiste und die Sonnenkonstrukte von innen heraus zerbrach. Er taumelte zurück und hustete Dampf.

Dann kam Alfred zurück.

Blutend.

Grinsend.

Feuer schlängelte sich wie Schlangen um seine Arme.

„Runde zwei“, murmelte er.

Er trat Magnus quer über das Feld.
Aria folgte ihm, nicht rennend, sondern gleitend – jeder ihrer Schritte schuf gefrorene Plattformen in der Luft. Sie hob die Hand.

Ein Speer aus purem Eis erschien – lang, gezackt, summend vor stiller Kraft.

Sie warf ihn.

Er durchbohrte eine von Magnus‘ Sonnenklingen mitten in der Beschwörung und löste die Konstruktion vollständig auf.
Magnus versuchte wegzublinzeln – sich zu teleportieren –, aber Alfred war da, packte ihn mitten in der Teleportation am Bein und schlug ihn mit dem Gesicht voran auf einen brennenden Mond.

Der Mond zerbrach in zwei Hälften.

Aria hob nun beide Hände.

Die Sterne um sie herum verblassten.

„Absolutes Eis: Ewige Stille.“

Eine Welle von Kälte explodierte nach außen.
Alles Licht im Umkreis von hundert Kilometern verschwand. Keine Sonne. Kein Leuchten. Nur Leere.

Magnus stolperte.

Sein Sonnenkern verdunkelte sich.

Alfred schlug zu.

Ein Schlag auf die Brust – Feuer drang wie eine Bombe in Magnus‘ Körper ein.

Magnus schrie, goldenes Blut spritzte heraus.

Ein weiterer Schlag – auf den Kiefer – schleuderte ihn durch die Luft.
Aria teleportierte sich direkt vor ihn und rammte ihm eine Klinge aus ewigem Eis in den Bauch. Sie fror nicht nur sein Fleisch ein – sie fror auch sein Licht ein.

Seine Kräfte flackerten.

Er würgte.

Verzweifelt beschwor er eine weitere Klinge herbei.

Aber Alfred packte sein Handgelenk.

„Versuch es noch einmal.“

Knack.

Der Knochen gab nach.

Magnus schrie auf.
Aria beschwor Dutzende dünner Eisdrähte, die sich um Magnus‘ Gliedmaßen wickelten, seine Haut aufschnitten und ihn wie eine Marionette in der Luft festhielten. Sie zog ihre Hand zurück.

Alfred stürmte vor, Feuer schoss aus seinen Fäusten.

Magnus versuchte sich zu wehren.

Aber er war jetzt langsamer.

Trist.

Sein Licht schwankte.
Arias Kälte hielt nicht nur die Hitze ab – sie unterdrückte alles. Sogar den Willen.

Alfred brüllte und schlug mit beiden Fäusten auf Magnus‘ Brust, Feuer schoss heraus wie aus einem gebrochenen Damm.

Die Explosion erhellte die Galaxie.

Sie erzeugte einen so riesigen Feuerring, dass nahegelegene Satelliten allein durch die Hitze explodierten.

Als sich der Rauch lichtete …

schwebte Magnus dort.

Verbrannt.

Gefroren.
Blutend.

Aria schwebte über ihm.

Ihre Augen verengten sich.

Sie hob einen Finger.

Ein letzter Splitter aus ewigem Eis schwebte neben ihr, schärfer als jeder Gedanke.

Alfred nickte.

Der Splitter schoss vorwärts – schneller als der Schall, schneller als das Licht – und durchbohrte Magnus‘ Herz.

Er zuckte.

Er krümmte sich.

Dann wurde er still.
Seine Sonnenklingen verschwanden.

Sein Miniaturstern zerbrach.

Und dann brach er zusammen.

Magnus‘ Körper wurde in den implodierenden Kern gezogen und verschwand in einem weißen Blitz.

Verschwunden.

Stille kehrte ein.

Alfred stand da, keuchend, sein Körper zerfetzt und brennend.

Aria landete neben ihm. Sie hatte keinen Kratzer abbekommen.

Er grinste. „Du stiehlst mir immer den letzten Schlag.“
Aria lächelte ganz schwach. „Weil du immer eine Lücke lässt.“

Sie schauten sich um.

Die Sterne waren jetzt still.

Es gab keine Monarchen mehr, denen sie sich stellen mussten.

Nur noch die Nachwirkungen.

Die Galaxie selbst zitterte.

Und sie – zusammen – standen immer noch da.

Seite an Seite.

Die Entstehung von allem

Die Entstehung von allem

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer ruhigen Welt lebte Adam ein friedliches Leben, aber alles änderte sich, als er in einem Krankenhausbett aufwachte und eine besondere Fähigkeit entdeckte... Die Erschaffung aller Dinge Mit dieser übermächtigen Fähigkeit ausgestattet, sieh zu, wie Adam die Wahrheit über seine Welt und darüber hinaus aufdeckt. Der Roman "Die Erschaffung aller Dinge" ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy. Geschrieben vom Autor Chaosgod24. Lies den Roman "Die Erschaffung aller Dinge" kostenlos online.

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