Seit Anbeginn der Zeit…
herrschte Macht.
Die Starken stiegen auf.
Die Schwachen? Sie überlebten durch Angst.
Seit Ewigkeiten standen drei Wesen an der Spitze.
Unberührt.
Unangefochten.
Sie waren die absoluten Monarchen – ihre Herrschaft war in die Knochen der Zeit selbst gemeißelt.
Reiche entstanden, fielen und verschwanden.
Bedrohungen kamen und gingen, alle wurden begraben, bevor sie auch nur in die Nähe kamen.
Aber dann … änderte sich etwas.
Ein Schatten wuchs.
Leise.
Versteckt.
Und als er sich endlich bewegte …
Erschütterte das Universum.
Wraith.
Der Monarch aus Blut und Schatten.
Der Vierte.
Die Anomalie, die sie nie kommen sahen.
Aber das war nicht der eigentliche Sturm.
Der kam als Nächstes.
Er.
Der, den sie jetzt den Lord of Dominion nennen.
Er ist nicht wie die anderen aufgestiegen.
Er ist einfach aufgetaucht.
Als ob er nie dazu bestimmt war, den Regeln des Universums zu folgen.
Und das hat er auch nicht.
Er hat sie neu geschrieben.
Ein fünfter Monarch –
aber anders.
Eine Kraft, so roh, so ungezügelt, dass sogar die Gesetze der Realität sich um ihn herum verbogen haben.
Dann kam die Zerstörung.
Ein Monarch, der nicht nur Macht wollte – er wollte, dass alles zerstört wird.
Er nahm Wraith unter seine Fittiche, und gemeinsam brachten sie Chaos in die Sterne.
Zivilisationen brannten.
Welten zerfielen.
Sogar die anderen Monarchen versteckten sich.
Bis Dominion eingriff.
Er kämpfte gegen die Zerstörung bis an den Rand der Existenz –
vernichtete ihn.
Fesselte ihn.
Sperrte ihn in ein Gefängnis ewiger Stille.
Und für eine Weile kehrte Frieden ein.
Aber Frieden währt nie ewig.
Jetzt –
bricht eine neue Ära an.
Nicht einer. Nicht zwei.
Sieben neue Absolute Monarchen sind erwacht.
Sieben.
Und mit ihnen etwas anderes.
Jemand anderes.
Der Oberste Monarch.
Nicht geboren, um der alten Ordnung zu folgen …
Sondern um sie auszulöschen.
Diese Ära wird sich nicht einfach nur verändern.
Sie wird alles neu beginnen lassen.
Von Null an.
Und wenn das geschehen ist …
Wird nur eine Wahrheit übrig bleiben.
„Nur die Krone zählt.“
Im Gefüge des Universums, wo die Gesetze der Existenz mit kosmischer Tinte geschrieben sind, ist eine neue Generation absoluter Monarchen geboren worden. Sieben an der Zahl.
Jeder von ihnen repräsentiert einen Aspekt der Schöpfung, eine Kraft, die so gewaltig und grundlegend ist, dass ihre Namen durch die Realität selbst hallen.
Der absolute Monarch der Stärke – Raphael Williams.
Ein Wesen, geschmiedet aus der Essenz purer, ungezähmter Kraft.
Sein Körper ist ein Monument der Stärke, seine Muskeln wellen vor roher Kraft und seine Präsenz zermalmt Berge unter seinen Füßen. Raphaels Macht ist unübertroffen – er verfügt nicht nur über Stärke, er ist Stärke.
Jeder seiner Schläge erschüttert die Grundfesten des Universums, und seine Autorität beherrscht die Kräfte der Gewalt, der Macht und der rohen körperlichen Stärke.
Die Absolute Monarchin der eisigen Flammen – Freya Dhark.
Eine eisige und sengende Verschmelzung zweier gegensätzlicher Kräfte: Frostfeuer, die ewige Flamme des Eises.
Freya ist die Verkörperung eines Paradoxons. Ihre Flammen brennen kalt und frieren die Luft um sie herum ein, doch ihre Hitze verbrennt die Seele. Sie beherrscht das Gleichgewicht der Temperaturen selbst – die Dualität von Hitze und Kälte, Feuer und Eis.
Ihre Berührung lässt die Herzen ihrer Feinde gefrieren und entfacht gleichzeitig einen Sturm unaufhaltsamer Kraft, der mit seiner unerbittlichen Intensität das Universum verwüstet.
Der absolute Monarch der Flammen – Alfred Dhark.
Ein Wesen, geboren aus dem ewigen Feuer, das die Sterne nährt, die Essenz der Zerstörung und der Wiedergeburt.
Alfred kontrolliert die Ur-Infernos – das alles verschlingende Feuer, das das Universum geformt und umgestaltet hat. Seine Flammen sind pures Chaos, das alles in seinem Weg vernichtet, aber fruchtbaren Boden hinterlässt, auf dem neues Leben aus der Asche entstehen kann.
Seine Macht erstreckt sich über alles Feurige – zerstörerisch, reinigend und alles verschlingend.
Die absolute Herrscherin des ewigen Eises – Aria Dhark.
Die zeitlose Hüterin der Kälte.
Arias Anwesenheit bringt einen ewigen Winter. Glaciara, der unendliche Frost, den sie beherrscht, ist jenseits des Gefrierpunkts – sie hat die Macht, die Zeit selbst in der gefrorenen Weite anzuhalten. Nichts entkommt ihrem Griff.
Ihre Macht ist die unerbittliche Kälte des Todes und der Bewahrung, und sie herrscht über den Lauf der Zeit, indem sie Momente als gefrorene Erinnerungen bewahrt, unveränderlich und ewig.
Die absolute Monarchin der Macht – Aurora Ashborne.
Eine Gestalt von unvorstellbarer Macht, deren bloße Anwesenheit die Luft vor Energie knistern lässt.
Aurora ist die Verkörperung der Allmacht, der Kraft, die den Fluss der Macht im Universum regiert. Sie ist die Quelle und der Gipfel, der Ursprung, aus dem alle anderen Kräfte ihre Stärke beziehen.
Ihre Autorität erstreckt sich über alle Formen von Energie, Manipulation und Herrschaft. Keine Kraft kann sich ihrem Einfluss entziehen, denn sie kontrolliert nicht nur die Macht, sondern auch das Wesen dessen, was es bedeutet, stark und unaufhaltsam zu sein.
Der absolute Monarch der Ordnung – Joshua Jeremiah.
Die Verkörperung von Struktur und Gesetz.
Joshuas Macht ist absolut in der Anwendung der Ordnung – Aeternus, das ewige Gesetz, das das Universum zusammenhält. Er übt nicht einfach nur Kontrolle über das Chaos der Existenz aus, er ist das Gesetz selbst.
Er regiert die Grundlagen der Realität – Ursache und Wirkung, das Gleichgewicht von Schicksal und Vorsehung. Sein Wille ist ein unerschütterlicher Befehl, und in seinem Reich muss sogar das Universum selbst gehorchen.
Der absolute Monarch des Gleichgewichts – Mael.
Ein Wesen von perfekter Ausgewogenheit.
Mael ist der Gleichgewichtshalter – der Hüter des Gleichgewichts zwischen allen Kräften. Keine Kraft ist zu groß, kein Schatten zu tief. Er bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Licht und Dunkelheit, Chaos und Ordnung, Leben und Tod.
Seine Macht sorgt dafür, dass keine Seite die Waage zu sehr aus dem Gleichgewicht bringt. Er ist die Verkörperung der Neutralität, der ständige Wächter, der dafür sorgt, dass nichts das empfindliche Gleichgewicht des Kosmos stört.
Die sieben absoluten Monarchen und die anderen absoluten Monarchen.
Sie sind die Säulen, auf denen das Universum ruht, jeder von ihnen eine Naturgewalt, jeder von ihnen Herrscher über eine grundlegende Wahrheit der Existenz.
Cecelias weiße Augen leuchten schwach, während sie in die Leere starrt. Ihre Stimme ist ruhig, aber ernst.
„Ich kann all diese Dinge sehen … die Veränderungen, die Machtverschiebungen. Aber dieses Wesen …“, sie hält inne und kneift die Augen zusammen, „er ist zu weit oben. Ich kann ihn nicht durchschauen. Er ist einfach … jenseits unserer Welt.“
Sie dreht sich zu ihrem Bruder um. „Wir müssen die Seiten wechseln, Rael. Auch wenn das bedeutet, uns gegen den Herrn der Herrschaft zu stellen. Das Blatt wendet sich, und die siegreiche Seite … ist nicht seine.“
Rael steht mit verschränkten Armen neben ihr und beobachtet, wie sich draußen vor dem Fenster der Sturm zusammenbraut.
„… Bist du dir sicher?“, fragt er leise.
Cecelia nickt, ihre Augen leuchten heller. „Ja. Es kommt Krieg, und wenn wir hierbleiben, werden wir vernichtet.“
Rael atmet tief aus, die Last der Entscheidung lastet schwer auf ihm.
„Okay … wenn es so sein muss, dann machen wir das.“
Er blickt zum Horizont. „Aber wir müssen klug vorgehen. Wir müssen uns vorbereiten. Wir dürfen nichts überstürzen.“