Die Luft um Adam herum flimmerte und verzerrte sich wie Hitzewellen unter der sengenden Sonne. Die ganze Arena ächzte unter dem unsichtbaren Gewicht, das auf ihr lastete. Staub schwebte unnatürlich in der Luft, als würde die Schwerkraft selbst zögern, richtig zu funktionieren.
Wraiths Grinsen zuckte. Seine Instinkte schrien ihn an – Gefahr!
Dann –
BOOM!
Der Boden unter Adams Füßen explodierte, als er sich bewegte. Nein, nicht bewegte – verschwand.
Wraith hatte kaum Zeit, das zu registrieren, bevor –
BAM!
Adams Faust schlug ihm in den Bauch, der Aufprall war so plötzlich, so brutal, dass Wraiths ganzer Körper sich um sie zusammenkrümmte. Seine blutroten Augen traten hervor. Die Schockwelle des Schlags breitete sich aus und ließ Risse in gezackten Linien über den Boden laufen.
Einen Bruchteil einer Sekunde später –
BANG!
Wraiths Körper schoss wie eine Kugel nach hinten durch die Luft – bevor Adam wieder auftauchte, direkt in seinem Weg.
Noch in der Luft konnte Wraith kaum begreifen, was gerade passierte. Er hätte der Schnellere sein müssen. Er hätte der Stärkere sein müssen.
Und doch –
Adam war schon da.
Und wartete.
WHAM!
Ein Schlag mit der flachen Hand auf die Brust ließ Wraith wie ein Meteor zu Boden stürzen. Der Boden gab unter dem Aufprall nach, Staub und Trümmer spritzten wie bei einer Vulkanexplosion in alle Richtungen.
Die ganze Arena bebte.
Das Publikum? Still.
Kein einziger Atemzug, kein einziges Flüstern. Nur das Geräusch von zerbröckelnden Steinen und das entfernte Tropfen von Blut, das auf den zerbrochenen Boden spritzte.
Dann –
ein leises Lachen.
Aus dem Krater.
Durch den wirbelnden Staub erhob sich Wraith. Seine einst makellosen Kleider waren zerfetzt. Ein dünner Blutstreifen lief aus seinem Mundwinkel. Sein Kopf war leicht geneigt, und in seinen glühend roten Augen blitzte etwas Unlesbares auf.
Dann –
grinste er.
„Okay …“, sagte Wraith und rollte mit den Schultern, sodass seine Knochen knackten. „Das hat tatsächlich wehgetan.“
Adam reagierte nicht.
Er war schon in Bewegung.
–
Adam tauchte vor Wraith auf – keine unnötigen Bewegungen, keine theatralischen Gesten, nur purer Druck.
Wraiths Instinkte schrien erneut.
Zu spät.
Adam hob seine Hand –
und drückte zwei Finger gegen Wraiths Stirn.
In diesem Moment –
brach die Welt zusammen.
–
Die Arena war verschwunden.
Wraiths Verstand taumelte, als sich alles um ihn herum in eine unendliche Leere aus wirbelndem Schwarz und Violett verwandelte. Kein Boden, kein Himmel – nur Nichts.
Dann –
BOOM!
Die Leere selbst drückte auf ihn herab. Eine unsichtbare Kraft umhüllte seinen Körper, drückte ihn zusammen, verdrehte ihn, als wollten unsichtbare Hände ihn aus der Existenz löschen.
Wraiths Körper schoss zurück in die Realität und taumelte, als wäre er in tiefem Wasser ertrunken und plötzlich an Land geworfen worden.
Er atmete schwer. Seine Finger zitterten.
„Was zum Teufel war das …“
BOOM!
Adam war schon über ihm.
Eine Hand packte sein Gesicht.
Dann –
SLAM!
Wraiths Schädel schlug auf den Boden.
CRACK!
Die ganze Arena spaltete sich auf, und unter ihnen bildete sich eine Schlucht, als Wraiths Körper tief in die Erde gedrückt wurde.
Dann drehte sich Adam.
Mit einer schnellen Bewegung seines Handgelenks –
BOOM!
Wraiths Körper wurde zur Seite geschleudert und zerschmetterte Steinsäulen wie zerbrechliches Glas. Jeder Aufprall hinterließ eine Schockwelle, und das Echo der Zerstörung hallte durch die Arena.
Aber Adam –
Adam war schon über ihm.
Er wartete.
Wraiths Körper hatte noch nicht einmal seine Drehung beendet, da –
BANG!
Ein Schlag nach unten.
Direkt in seine Brust.
Der Boden unter ihnen implodierte.
Wraiths Sicht flackerte. Seine Knochen schrien.
Dann –
verschwand er.
–
Hoch oben tauchte Wraith wieder auf, nach Luft ringend, die Augen weit aufgerissen. Er umklammerte seine Rippen und spürte die Brüche, den tiefen Schmerz, der seinen Körper durchdrang.
„Was zum Teufel …“
Dann sah er es.
Adam.
Er stand mitten in der Luft.
Keine Flügel. Keine Energiespuren. Keine Bewegung.
Er stand einfach nur da.
Als hätte die Schwerkraft selbst beschlossen, dass er sich nicht an ihre Regeln halten musste.
Wraith ballte die Fäuste. „Okay. Genug gespielt.“
Er schoss nach vorne und trieb seine Geschwindigkeit bis zum absoluten Limit –
nur um festzustellen, dass er –
eingefroren war.
Nicht physisch. Nicht magisch.
Einfach –
festgefahren.
Als hätte das gesamte Konzept der Bewegung für ihn aufgehört zu existieren.
Adam ging auf ihn zu. Nicht hastig. Nicht aggressiv. Nur langsam und bedächtig.
Jeder Schritt ließ die Welt erzittern.
Dann hob Adam eine Hand –
und senkte sie.
Wraiths gesamte Existenz wurde nach unten gedrückt.
BOOOOM!
Wraith schlug so hart auf dem Boden auf, dass sich die gesamte Landschaft verbog und die Luft um den Aufprallpunkt herum sich verdrehte.
Adam schwebte hinter ihm herab und landete lautlos auf dem zerstörten Schlachtfeld.
Wraith hustete und rang nach Luft. Sein Körper lehnte ihn ab, unfähig, das gerade Erlebte zu verarbeiten.
Er versuchte aufzustehen –
THUMP.
Adams Fuß drückte leicht auf seine Brust. Nicht fest. Nicht erdrückend.
Gerade genug, um zu sagen: „Bleib liegen.“
Wraiths Atem ging stoßweise. Er wollte sich wehren.
Aber er konnte sich nicht bewegen.
Nicht wegen seiner Verletzungen. Nicht wegen seiner Erschöpfung.
Weil Adam ihn nicht ließ.
Nicht mit Gewalt. Nicht mit Magie.
Nur durch seine Anwesenheit.
Durch Stille.
Dann –
sprach Adam endlich.
„Du bist fertig.“
Eine einfache Feststellung. Keine Drohungen. Keine Prahlerei.
Nur eine Tatsache.
Wraith biss die Zähne zusammen. Sein Stolz schrie ihn an, sich zu wehren, zu kämpfen, irgendwas zu tun.
Aber sein Körper?
Seine Seele?
Die wusste es.
Das war kein Kampf, den er gewinnen konnte.
Nicht gegen ihn.
Nicht gegen Adam.
—
Das Ende des Kampfes
Adam trat zurück, steckte die Hände in die Taschen und sah auf Wraith herab.
Der Kampf war vorbei. Alle wussten es.
Adam hatte nicht nur gewonnen.
Er hatte ihn beendet.
Keine Reden. Keine Siegesgeste.
Nur eine stille, vernichtende Dominanz.
Und damit –
Adam drehte sich um und ging weg, aber er kam nicht weit, denn eine Gruppe von Leuten sprang aus allen Ecken der Bühne hervor und stürmte auf Adam zu.
Adam blickte kaum auf.
Die Rebellen stürmten aus allen Richtungen heran, ihre Bewegungen waren scharf und präzise – sie waren ausgebildete Killer. Ihre Anführerin Grace stand an der Spitze, ihr Haar wehte im Wind, ihre Augen brannten vor purer Trotzigkeit.
Adam seufzte.
Sie hatten nichts gelernt.
BOOM!
Der erste Rebell erreichte ihn – ein Dolch blitzte vor seiner Kehle auf.
PAK!
Adam fing sein Handgelenk mit zwei Fingern ab. Nur zwei.
Dann –
KNACK!
Der ganze Körper des Rebellen klappte nach hinten wie eine Stoffpuppe, seine Knochen brachen, als er durch die Luft geschleudert wurde.
Die anderen ließen sich nicht beirren.
Ein massiger Kerl stürzte sich von hinten auf ihn, seine Fäuste glühten vor Energie –
Adam wich zur Seite aus.
Der Schlag des Mannes verfehlte ihn um einen Zentimeter und schlug wie eine Kanonenkugel in den Boden ein. Bevor er reagieren konnte –
BANG!
Adams Ellbogen traf seine Brust. Kein voller Schlag. Nicht einmal ein ernsthafter Angriff.
Nur ein Ellbogen.
Doch der Kerl war weg, sein Körper überschlug sich mehrmals, bevor er gegen die Arena-Wände prallte und sie wie Glas zerschmetterte.
Es kamen noch mehr. Dutzende.
Schwerter, Speere, Feuer, Blitze – eine ganze Flut von Angriffen traf Adam gleichzeitig.
Und doch –
Er stand still.
Die Angriffe trafen ihn. Explosionen brachen aus. Flammen loderten. Die ganze Bühne war im Chaos versunken.
Für einen Moment dachten die Rebellen, sie hätten ihn.
Dann –
Ein Windstoß fegte hindurch.
Der Staub legte sich.
Adam war immer noch da.
Unberührt.
Unbeeindruckt.
Die Hände in den Taschen.
Die Rebellen erstarrten. Ein Schauer lief ihnen über den Rücken.
Und dann –
Adam bewegte sich.
BOOM!
Die Luft selbst zerbarst, als er vor einem von ihnen auftauchte.
BANG!
Ein lässiger Rückhandschlag. Der Körper des Rebellen drehte sich wie ein Kreisel, bevor er in der Ferne verschwand.
Ein anderer stürzte sich mit einem Speer auf ihn –
PAK!
Adam zerbrach die Waffe mit seinen Fingern.
Die Augen des Rebellen weiteten sich.
Adams Knie hob sich.
KNACK!
Der Rebell flog rückwärts und war bewusstlos, noch bevor er den Boden erreichte.
Die anderen versuchten, ihn zu umzingeln, aber das war egal.
Adam schlängelte sich mühelos durch sie hindurch.
DUNK! Einer wurde in den Dreck geschleudert.
BAM! Ein anderer krachte gegen die Tribüne.
KNACK! Ein Tritt schleuderte einen durch die Luft.
Einer nach dem anderen fiel.
Bis nur noch einer übrig war.
Grace.
Sie hatte sich nicht bewegt.
Nicht aus Angst – nein, ihre Hände waren geballt, ihr Körper angespannt, sie wartete. Beobachtete.
Ihre Augen waren auf Adam gerichtet.
Er drehte sich zu ihr um, sein Blick unlesbar.
Dann –
griff sie an.
Und sie war schnell.
Blitze zuckten um ihren Körper, als sie vorwärts schoss. Anders als die anderen griff sie nicht rücksichtslos an. Ihre Bewegungen waren kalkuliert, präzise – wie ein Raubtier, das im perfekten Moment zuschlägt.
Ihre Faust schoss auf sein Gesicht zu.
Zum ersten Mal –
Adam hob eine Hand.
BANG!
Ihre Fäuste trafen aufeinander.
Eine Schockwelle explodierte nach außen und riss das Schlachtfeld auseinander.
Der Boden unter ihnen barst auf. Die Luft heulte. Die Wucht schleuderte Trümmer in alle Richtungen.
Aber –
Adam rührte sich nicht von der Stelle.
Grace biss die Zähne zusammen. Ihre Füße gruben sich in den Boden, während sie noch mehr Kraft aufbrachte. Elektrizität knisterte um sie herum.
Adam blinzelte.
Dann –
atmete er aus.
Und mit diesem einen Atemzug –
fror Graces gesamter Körper ein.
Nicht physisch. Nicht magisch.
Er stand einfach still.
Ihr Verstand schrie sie an, sich zu bewegen, aber ihr Körper weigerte sich.
Sie spürte es.
Dieselbe erdrückende Kraft, die Wraith zuvor festgenagelt hatte.
Ihr Herzschlag verlangsamte sich. Ihre Glieder wurden schwer.
Adam neigte leicht den Kopf.
„Du bist fertig.“
Grace schnappte nach Luft, Schweiß tropfte ihr von der Schläfe. Sie wollte kämpfen. Sie musste kämpfen.
Aber sie konnte nicht.
Nicht gegen ihn.
Nicht gegen Adam.
Stille legte sich über das Schlachtfeld.
Einer nach dem anderen lagen die bewusstlosen Rebellen um sie herum verstreut.
Der Kampf war vorbei.
Adam steckte die Hände wieder in die Taschen, drehte sich um und ging weg, als wäre nichts gewesen.
Grace sank auf die Knie, ihr Atem ging stoßweise.
Sie konnte nicht einmal den Kopf heben, um ihm nachzuschauen.
„Hey.“