WHOOSH.
Freya und Raphael landeten nebeneinander, während das Schlachtfeld unter ihnen bebte. Staub und Rauch wirbelten um den riesigen Krater, in den Wraith und der Brute gestürzt waren.
Stille.
Dann –
Ein tiefes, kehliges Knurren.
Der massive Körper des Brutals zuckte. Muskeln verkrampften sich. Knochen knackten, als sie wieder an ihren Platz rutschten. Seine Atmung war unregelmäßig, aber das Monster war noch nicht fertig.
Wraith ging es noch schlechter. Blut tropfte aus seinem Mund. Sein Arm hing schlaff herunter, seine Kleidung war zerfetzt. Aber seine Augen? Die brannten immer noch.
Freya seufzte. „Tsk. Nervig.“
Raphael rollte mit den Schultern und fixierte den Brutalsten mit seinen goldenen Augen. „Ich kümmere mich um den hier.“
Freya widersprach nicht.
WHOOSH.
Sie verschwand.
Wraith hatte kaum Zeit zu blinzeln, bevor –
BOOM!
Freya rammte ihm ihr Knie in den Bauch.
Sein Körper knickte ein.
CRACK.
Ein Ellbogen schlug ihm gegen den Kiefer und schleuderte ihn zurück.
Doch bevor er auch nur daran denken konnte, sich zu erholen –
BAM.
Ein Roundhouse-Kick in die Rippen.
Wraith spuckte Blut, als er nach hinten flog und gegen einen Felsbrocken prallte.
Freya landete leichtfüßig und klopfte sich den Staub von den Händen. „Bist du fertig?“
Wraith rappelte sich auf. Sein Atem ging stoßweise. Seine Schatten flackerten unruhig.
Dann grinste er.
Blut verschmierte seine Zähne. Sein ganzer Körper schrie vor Schmerz.
Aber er grinste.
„Nicht … schlecht“, hustete er. Seine Stimme war heiser, kaum mehr als ein Flüstern. Seine Beine wackelten, aber er zwang sich, aufrecht zu stehen. „Aber … ich sterbe hier nicht.“
Freya kniff die Augen zusammen.
WHOOSH.
Sie tauchte direkt vor ihm auf.
Bevor er reagieren konnte –
BANG.
Eine Faust traf ihn an der Kehle.
Sein Atem stockte.
BOOM.
Ein Knie traf ihn in die Rippen.
Seine Knochen brachen.
SHOOM.
Freya’s Hände entflammten. Blaue und weiße Flammen schlugen um ihre Finger, kälter als Eis, heißer als die Hölle.
Wraith’s Augen weiteten sich.
„Warte –“
FOOM.
Sie drückte ihre Handfläche gegen seine Brust.
Und die Flammen verschlangen ihn.
Wraiths Schrei kam nie.
In dem Moment, als das Feuer seine Haut berührte –
war er weg.
Nicht verbrannt. Nicht verdampft.
Einfach … ausgelöscht.
Als hätte er nie existiert.
Freya senkte ihre Hand.
Stille.
Sie atmete aus und warf Raphael einen Blick zu.
–
Raphael stand über dem kaum noch atmenden Körper des Brutalmannes, seine goldenen Augen emotionslos.
Das Monster zuckte. Seine Finger krallten sich in den Dreck und versuchten verzweifelt, sich aufzurichten.
Raphael ließ ihn nicht.
KNACK.
Sein Stiefel schlug auf die Wirbelsäule des Brutalmannes und nagelte ihn fest.
Der Brutalmann keuchte. Sein monströser Körper zuckte.
Aber er hatte keine Kraft mehr.
Raphael hockte sich hin und sagte mit ruhiger Stimme: „Du hast kein Recht mehr zu existieren.“
Der Kerl gurgelte und versuchte zu sprechen.
Aber Raphael hatte bereits genug.
Zisch.
Seine Hand schoss nach vorne.
Direkt durch die Brust des Kerls.
Stille.
Der Körper des Kerls zuckte.
Dann –
hörte es auf.
Keine dramatischen letzten Worte. Kein Kampf.
Nur Stille.
Raphael riss seine Hand zurück und schüttelte das Blut ab. Der Körper des brutalen Kerls sackte leblos zusammen.
Er richtete sich auf und drehte sich zu Freya um. „Fertig?“
Freya knackte mit dem Nacken. „Na klar.“
Auf dem Schlachtfeld war es jetzt still. Keine Feinde mehr. Keine Unterbrechungen mehr.
Nur die beiden standen inmitten der Trümmer.
Freya streckte sich. „Also. Was trinken wir?“
Raphael atmete aus. „Klar.“
Dann –
WHOOSH.
Ein Schatten tauchte über dem Schlachtfeld auf.
Die Luft wurde dick. Schwer. Erstickend.
Alle erstarrten.
Eine Gestalt trat vor. Riesig. Menschlich, aber irgendetwas stimmte nicht. Er war nicht so massig wie der Brute, aber er strahlte Macht aus – rohe, furchterregende Macht.
Seine leeren schwarzen Augen brannten. Allein seine Anwesenheit ließ den Boden beben.
Dann –
grinste er.
„Ihr glaubt, das war’s schon?“ Seine Stimme war tief, fast amüsiert. „Ihr habt keine Ahnung, was noch kommt.“
Seine Aura explodierte – BOOM. Das gesamte Schlachtfeld bebte.
„Ich werde dich töten“, fuhr er fort und trat einen Schritt vor, „dann werde ich durch dieses Portal gehen und alles in der Welt dahinter auslöschen.“ Sein Grinsen wurde breiter. „Ich werde dir zeigen, warum man mich den Monarchen der Zerstörung nennt.“
Stille.
Raphael atmete tief aus. Sein Instinkt sagte ihm, dass das nicht nur ein weiterer Kampf war.
Das würde hässlich werden.
Sein Blick huschte zu Freya, dann zu Thomas und schließlich zu Selene, die den leblosen Körper ihres Bruders umklammerte und blass war.
„Hört zu“, flüsterte Raphael leise. „Wenn es schlimm wird, verschwindet. Schließt das Portal. Sagt den Kindern, dass ich sie liebe. Und dass ich zurückkomme.“
Freya verdüsterte sich. „Wir lassen niemanden zurück.“
Der Monarch lachte. „Süß“, spottete er. „Aber ich bin nicht wie die Schwächlinge, mit denen ihr gerade gekämpft habt.“
Dann –
bewegte er sich.
Schnell.
BOOM.
Raphael traf ihn frontal.
Die Fäuste prallten aufeinander.
Schockwellen explodierten nach außen und spalteten den Boden.
Dann –
WHOOSH.
Raphael wurde durch die Luft geschleudert, sein Körper krachte durch Trümmer, überschlug sich in der Luft und schlug dann auf den Boden auf.
Stille.
Der Monarch knackte mit den Fingerknöcheln, seine Augen glänzten.
„Lächerlich“, murmelte er.
Dann –
Freya’s Flammen erwachten zum Leben.
Und sie bewegte sich.
FWOOOM.
Freya’s Flammen schossen empor, blaue und weiße Glut wirbelte um sie herum wie ein tobender Sturm. Der Boden unter ihr barst auf und schmolz unter der glühenden Hitze.
Der Monarch hob kaum eine Augenbraue, bevor –
WHOOSH.
Sie war verschwunden.
Dann –
BOOM.
Eine flammende Faust krachte in seine Rippen.
Sein Körper bewegte sich kaum.
Freya schnalzte mit der Zunge –
SWOOSH.
Sie drehte sich in der Luft und schlug mit einem Tritt zu –
BAM.
Ein direkter Treffer an seinem Kiefer.
Sein Kopf schnappte zur Seite.
Dann –
Er drehte sich um, völlig unbeeindruckt.
Freya kniff die Augen zusammen. „Tch. Toll.“
Bevor sie reagieren konnte –
BOOM.
Seine Handfläche schlug ihr in den Bauch.
Die Wucht – wahnsinnig.
Sie wurde wie eine Kugel nach hinten geschleudert, schlug durch Felsbrocken und riss ein Loch in das Schlachtfeld.
CRASH!
Sie rutschte aus und kam zum Stehen, während sie Blut hustete. Ihre Rippen? Definitiv gebrochen.
Der Monarch seufzte. „War’s das?“
Er hob den Fuß –
Dann –
BANG!
Ein goldener Schatten krachte von der Seite in ihn hinein.
Raphael.
Seine Faust, die vor roher Energie glühte, bohrte sich in die Rippen des Monarchen und sandte Schockwellen durch die Luft.
Aber –
Der Monarch rührte sich nicht von der Stelle.
Stattdessen –
grinste er.
BOOM!
Seine Aura explodierte. Eine Schockwelle löschte den Boden um ihn herum aus.
Raphael hatte kaum Zeit zu reagieren, bevor –
WHAM!
Ein Knie traf ihn in den Bauch.
Sein Körper krümmte sich. Die Luft schoss aus seinen Lungen.
BAM!
Ein Ellbogen krachte in seinen Rücken und schlug ihn zu Boden.
Raphael hustete, Staubwolken umgaben ihn.
Der Monarch trat zurück und rollte mit den Schultern. „Enttäuschend.“
Dann –
Ein brennendes Licht.
Freya’s Flammen schossen wie eine Flutwelle auf ihn zu und verschluckten das gesamte Schlachtfeld.
Die Hitze – unwirklich. Der Himmel selbst schien zu schmelzen.
Aber –
Die Flammen teilten sich.
Der Monarch trat vor, völlig unverletzt. Seine schwarzen Augen glänzten mit etwas, das fast wie Belustigung aussah.
Dann, schneller als beide reagieren konnten –
war er weg.
WASCH.
Freya drehte sich gerade noch rechtzeitig um, bevor –
BOOM!
Eine Faust schlug ihr in die Seite.
Ihre Welt drehte sich.
Der Himmel – weg. Der Boden – weg.
Sie spürte nur noch Schmerz.
Sie krachte in die Trümmer, ihr Körper prallte von den Trümmern ab, bevor sie gegen eine Wand schlug.
Raphael biss die Zähne zusammen. Seine Sicht verschwamm. Er zwang sich, sich zu bewegen, aber –
SHOOM.
Der Monarch war schon da.
Ein Fuß auf seinem Rücken.
Festgenagelt.
Raphael wehrte sich, aber es war zwecklos.
Der Monarch beugte sich zu ihm herunter. „Hast du noch letzte Worte?“
Raphael spuckte Blut und starrte ihn an. „Ja“, hustete er. „Eins mit dem Universum.“