WHOOSH.
Freya bewegte sich.
Keine Worte. Kein Zögern. Nur eine brennende Wut, die die Luft in Flammen setzte.
Sie ging direkt zu Selenes zerbrochenem Körper, ihr Gesicht unlesbar. Als sie sich neben sie kniete, flackerten weiße Flammen an ihren Fingerspitzen auf, sanft und doch unerbittlich.
In dem Moment, als sie Selenes Wunden berührten – FOOM – erwachten sie zum Leben und verschlangen sie vollständig.
Das Schlachtfeld bebte.
Und dann –
Selene schnappte nach Luft.
Ihre zerbrochenen Rippen rasteten wieder ein. Das Blut floss zurück und verschwand in ihrer Haut. Kraft durchströmte ihre Glieder, ihr Körper heilte sich innerhalb von Sekunden.
Selene blinzelte benommen.
Aber Freya?
Sie sah sie nicht einmal an.
Sie stand einfach auf – langsam, bedächtig – und fixierte Wraith mit ihren blutroten Augen.
Immer noch still.
Dann –
bewegte sie sich.
BOOM.
Der Boden unter ihr zerbrach, als sie verschwand.
Und dann –
Wraiths Kopf schnellte zur Seite, als eine Faust sich in seinem Gesicht vergraben hatte.
BANG.
Er krachte rückwärts und hüpfte über das Schlachtfeld wie ein Stein über Wasser – bis er gegen eine Felsformation prallte und sie zu Staub zerfallen ließ.
Stille.
Selenes Augen weiteten sich.
Thomas atmete aus. „Heilige Scheiße …“
WASCH.
Wraith tauchte wieder auf, Blut tropfte von seiner Lippe. Er neigte den Kopf und prüfte seinen Kiefer.
Dann –
grinste er.
„Oh“, murmelte er und wischte sich den Mund ab. „Jetzt kommen wir der Sache schon näher.“
SHOOM.
Schwarze Flammen brachen um ihn herum hervor, wirbelten, züngelten und verschlangen die Luft. Der Boden unter seinen Füßen sank allein durch den Druck ein.
Freya?
Sie bewegte sich nicht.
Sie zuckte nicht einmal.
Dann –
verschwanden beide.
BOOM.
Sie tauchten mitten in der Luft wieder auf – ihre Fäuste prallten aufeinander, Schockwellen zerrissen die Wolken.
Wraith schlug zu – ein brutaler rechter Haken.
Freya lehnte sich zurück, der Schlag streifte ihre Nase – dann konterte sie.
BAM.
Ihr Ellbogen krachte in seine Rippen und schleuderte ihn durch die Luft.
Doch bevor er sich erholen konnte –
war sie schon da.
Ein Knie in seinen Rücken – BANG!
Ein Hammerschlag in seinen Bauch – BOOM!
Jeder Treffer beugte ihn.
Jeder Schlag erschütterte das Schlachtfeld.
Wraith knurrte, Schatten wirbelten um ihn herum und peitschten wie Peitschen.
Aber Freya –
Sie riss sie auseinander.
Sie stürmte vorwärts, drehte sich und schlug mit der Ferse durch die Luft – KNACK!
Wraiths Körper knickte seitlich ein und schlug so hart auf den Boden, dass die Erde aufbrach.
Dann –
Stille.
Freya schwebte über ihm, die Arme immer noch verschränkt, unbeeindruckt.
Staub und Trümmer legten sich.
Nichts.
Dann –
Ein Lachen.
Leise. Amüsiert.
Wraith stand auf.
Blut tropfte von seiner Schläfe. Seine Kleidung war zerrissen. Sein Körper war mit blauen Flecken übersät.
Aber er grinste.
„Du bist stark“, gab er zu und rollte mit den Schultern.
„Stärker als ich dachte.“
Seine Augen brannten.
„Aber …“
Die Schatten verschluckten ihn vollständig.
Und dann –
Freya’s Instinkte schrien.
WHOOSH.
Wraith tauchte hinter ihr auf.
Eine Klinge – schwarz wie die Nacht – zielte direkt auf ihre Wirbelsäule.
Aber –
Sie drehte sich nicht um.
Sie schaute nicht einmal hin.
Ihre Hand schoss nach hinten.
Und fing die Klinge ab.
Mit bloßen Händen.
Stille.
Wraith blinzelte. „Was …“
FOOM.
Weiße Flammen schossen aus ihrer Handfläche.
Das Schwert schmolz.
Wraith knurrte und zuckte zurück – aber Freya war schneller.
BOOM.
Eine flammende Faust schlug ihm in den Bauch – so hart, dass seine Füße den Boden verloren.
Ihm stockte der Atem.
Dann –
Freya packte ihn am Kragen, riss ihn nach vorne –
und rammte ihm ihren Kopf in sein Gesicht.
KNACK.
Die Schockwelle ließ Blitze durch die Wolken zucken.
Wraiths Körper wurde nach hinten geschleudert und rutschte über das Schlachtfeld, wobei er eine Furche hinterließ.
Freya landete und knackte mit den Fingerknöcheln.
„Bist du fertig mit Spielen?“, fragte sie.
Wraith hustete, rappelte sich auf und grinste breiter denn je.
Dann –
flackerten seine Schatten auf.
Seine Aura verdoppelte sich.
Die Luft bebte.
Und mit einem wilden, animalischen Grinsen –
stürmte er los.
Freya kam ihm auf halbem Weg entgegen.
Keine Worte.
Kein Zögern.
Nur Fäuste.
BOOM.
Sie prallten erneut aufeinander.
Faust auf Faust. Feuer auf Schatten. Hitze auf Leere.
Der Himmel spaltete sich. Der Boden bebte. Das Schlachtfeld verwandelte sich in ein Kriegsgebiet voller roher Zerstörung.
WHOOSH.
Freya wich Wraiths Schlägen wie Rauch aus, ihre Bewegungen waren scharf und mühelos. Seine Schatten schlugen um sich – Peitschen des schwarzen Todes –, aber in dem Moment, in dem sie sie berührten, erstarrten sie. Eis kroch die Dunkelheit hinauf, verdrehte sich, brach und zersplitterte.
Wraith knurrte. Er stürmte vorwärts – SHOOM – eine verschwommene Geschwindigkeit, eine Klinge formte sich in seiner Hand. Ein breiter Hieb zielte direkt auf Freyas Kehle.
Aber –
FWOOM.
Eine Feuerwand explodierte zwischen ihnen – heißer als die Sonne, kalt wie das Grab.
Kryo-Feuer.
Blaue und weiße Flammen tanzten um Freya herum, flackerten wie Geister, und die Luft um sie herum gefror, obwohl sie brannte.
Wraiths Klinge blieb mitten in der Bewegung stehen – von Eis umhüllt.
Seine Augen weiteten sich.
Freya ließ ihm keine Zeit zum Nachdenken.
BAM.
Ein Drehkick gegen seine Rippen.
KNACK.
Sein Körper knickte ein.
BOOM.
Er krachte auf den Boden, Eis spritzte durch die Wucht des Aufpralls und fror die Erde fest.
Aber –
WHOOSH.
Das Eis zerbrach. Wraith war schon weg.
Freya’s Instinkte schrien.
Sie drehte sich um –
zu spät.
SLASH!
Eine Schattenklaue riss ihr die Seite auf – schwarze Energie brannte sich durch ihre Haut.
Sie biss die Zähne zusammen und zuckte kaum zusammen.
Wraith war sofort bei ihr. BANG. Ein Schlag in den Magen. BOOM. Ein Aufwärtshaken ans Kinn. SHOOM. Ein Roundhouse-Kick in die Rippen.
Freya rutschte zurück, ihre Stiefel gruben sich in den Boden.
Wraith grinste übermütig.
„Ist das alles, was du drauf hast?“, spottete er und wirbelte sein Schwert herum.
Freya atmete aus.
Ihr Atem war neblig.
Kalt.
Tödlich.
Dann –
bewegte sie sich.
WHOOSH.
FOOM.
Ihre Flammen brachen hervor, ein wirbelnder Sturm aus Eis und Feuer. Der Boden unter ihr gefror augenblicklich, aber die Luft brannte.
Wraith blinzelte –
und plötzlich war sie vor seinem Gesicht.
BAM.
Ein Knie in den Bauch.
Er würgte.
BANG.
Eine flammende Faust gegen den Kiefer.
Er drehte sich.
CRACK.
Ein Axe Kick gegen den Hinterkopf – und er landete direkt im Dreck.
BOOOOOM.
Das Schlachtfeld zerbrach.
Staub und Rauch stiegen auf. Die Erde bebte.
Stille.
Freya stand über dem Krater, Flammen leckten noch immer an ihren Fingerspitzen. Ihr Atem ging langsam und kontrolliert, ihr Blick war auf die Trümmer unter ihr gerichtet.
Dann –
Ein leises Lachen.
Leise. Rau.
Wraith stand auf.
Verletzt. Blutig. Kaum noch atmend.
Und grinsend.
Freya neigte den Kopf.
Tch.
Nervig.
Dann –
hob Wraith seine Hand.
Der Himmel verdunkelte sich.
Die Luft wurde schwer.
Und das Schlachtfeld?
Es sank.
Freya atmete aus. Ihre Flammen schossen empor.
Und einfach so –
waren sie verschwunden.
Zurück zu Raphael
BOOM.
Der Körper des Brutalos riss Felsen auseinander.
Trümmer explodierten in alle Richtungen, als er über das Schlachtfeld raste und alles mitriss, was sich ihm in den Weg stellte.
Dann – WHOOSH.
Raphael erschien über ihm in der Luft, sein Mantel wehte hinter ihm her. Seine goldenen Augen funkelten kalt.
Seine Fäuste ballten sich.
Und dann –
BANG.
Ein Hammerschlag direkt auf die Wirbelsäule des Brutalos.
Der Boden krümmte sich. Der Aufprall erschütterte das Schlachtfeld. Staub und Eis schossen wie ein Geysir in die Höhe.
Aber Raphael machte weiter.
Bevor der Kerl überhaupt daran denken konnte, aufzustehen –
BAM. Ein Knie in die Rippen.
KNACK. Ein Rückhandschlag auf den Schädel.
BOOM. Ein gerader Schlag in den Bauch – der ihn tiefer in den Boden rammte.
Keine Worte.
Keine unnötigen Bewegungen.
Nur präzise, gnadenlose Schläge.
Der Brutale zuckte und versuchte aufzustehen –
WHOOSH.
Raphael verschwamm vor meinen Augen.
Dann –
BANG.
Eine Faust direkt ins Gesicht.
Der Kopf des Brutalen schnappte zurück, Blut spritzte.
BAM. BAM. BAM.
Raphael ließ nicht locker. Jeder Schlag war schneller, härter, schärfer. Seine Fäuste zerschnitten die Luft, die schiere Kraft spaltete bei jedem Treffer den Boden.
Der Rohling versuchte, seine Arme zu heben – um zu blocken, zu kontern, irgendwas –
KNACK.
Ein brutaler Ellbogen traf ihn am Kiefer.
Sein Körper taumelte.
FOOM.
Raphael war verschwunden.
Der Rohling hatte kaum Zeit zu reagieren, bevor –
BOOOOOM!
Ein fliegender Tritt gegen die Brust.
Der Körper des brutalen Kerls wurde nach hinten geschleudert.
Direkt auf –
– Freya und Wraith zu.
WHOOSH.
Freya und Wraith prallten in der Luft aufeinander, ihre Fäuste trafen in einer Explosion aus weißen Flammen und schwarzen Schatten aufeinander.
Die Schockwelle spaltete den Himmel.
Und dann –
Der Körper des Brutalos flog auf sie zu.
Freya drehte gerade noch ihren Kopf zur Seite –
WHOOSH.
Raphael tauchte direkt neben ihr auf.
Freya blinzelte. „Hast du lange gebraucht.“
Raphael atmete aus und rollte mit den Schultern. „Tch. Ich musste nur den Müll beseitigen.“
Der Brutalo, der noch in der Luft war, war nur wenige Zentimeter von Wraith entfernt.
Wraiths Augen verengten sich.
SCHLAG.
Sofort bildete sich eine Klinge aus Dunkelheit in seiner Hand.
WUSCH.
Er schlug zu –
aber –
KNACK!
Raphaels Faust traf ihn im Gesicht.
BOOM.
Wraith stürzte zu Boden.
Der Brutale folgte ihm – beide krachten auf das Schlachtfeld unter ihnen.
Raphael landete geschickt neben Freya.
Sie warf ihm einen Seitenblick zu.
„Hast du ihn?“
Raphael knackte mit den Fingerknöcheln. „Natürlich.“
Freya grinste.
Dann –