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Kapitel 57: Wraith 2

Kapitel 57: Wraith 2

Das Schlachtfeld explodierte förmlich.

Raphael und der Brute bewegten sich – nein, sie verschwanden – nur um mitten in der Luft wieder aufzutauchen, wo ihre Fäuste mit der Wucht eines Meteoriteneinschlags aufeinanderprallten. Ein ohrenbetäubender Knall zeriss die Luft, Schockwellen breiteten sich aus und ebneten das wenige, was von dem Boden unter ihnen noch übrig war.
Der Brutalo knurrte, seine Muskeln spannten sich an, als er erneut zuschlug – sein monströser Handschuh hinterließ schwarze Blitzstreifen.

Raphael wich aus. Nur knapp.

Eine Haarsträhne wurde von der Wucht der Schläge weggeweht.

Dann –

BANG.

Raphaels Ellbogen bohrte sich in die Rippen des Brutalos.

KNACK.

Etwas brach.
Aber der Kerl grinste nur, packte Raphael am Arm –

und schlug ihn direkt auf den Boden.

Durch den Aufprall entstand ein Krater. Die Erde spaltete sich und schleuderte Trümmer und Schockwellen in alle Richtungen.

Selene und Thomas schafften es gerade noch rechtzeitig, zurückzuspringen.

Freya jedoch –

Sie pfiff. „Das sah schmerzhaft aus.“

Der Staub legte sich.
Raphael lag regungslos in der Grube.

Der Kerl lachte und zuckte mit den Schultern. „Ha. Ist das alles, was du drauf hast, Goldjunge?“

Dann –

Ein Geräusch.

Ein leises, gefährliches Ausatmen.

Der Kerl erstarrte.

Irgendwas stimmte nicht.

Die Luft wurde schwer. Bedrückend.

Freya verlor ihr Grinsen. „Warte …“

Der Staub legte sich –
Und Raphael stand auf.

Keine Kratzer. Keine Verletzungen. Nicht einmal ein Fleckchen Schmutz an ihm.

Seine goldenen Augen blitzten nach oben – und fixierten den brutalen Kerl.

Und dann –

verschwand er.

BOOM.

Bevor der brutale Kerl reagieren konnte, schlug eine Faust in seinen Bauch.

Sein ganzer Körper krümmte sich.

Seine Augen traten hervor.

In der nächsten Sekunde –

BANG.
Der Kerl flog wie eine Kugel nach hinten – raste über das Schlachtfeld, hüpfte wie ein Stein über Wasser über den Boden, bevor er in einem Berg in der Ferne aufschlug.

Stille.

Selene blinzelte. „Jesus.“

Freya grinste. „So ist es besser.“

Aber Raphael – er rührte sich nicht.

Er stand einfach da, die Hände in den Taschen, den Blick immer noch auf den Kerl gerichtet.
Dann –

BOOM.

Der Berg explodierte.

Der Brute tauchte auf.

Seine Kleidung war zerfetzt. Blut tropfte von seiner Stirn.

Und doch –

Er lachte.

„Endlich“, knurrte er und wischte sich den Mund ab. „Ein richtiger Kampf.“

Die schwarze Energie um seinen Handschuh flammte auf, wand sich und krümmte sich wie ein Lebewesen.
Der Boden unter ihm bröckelte allein durch den Druck.

Dann –

stürmte er los.

Und Raphael kam ihm entgegen.

Keine Worte. Kein Zögern.

Nur Fäuste.

Sie prallten erneut aufeinander – Schockwellen rissen das Schlachtfeld auseinander und spalteten den Himmel.

Selene und Thomas duckten sich, um Deckung zu suchen.

Freya hingegen –
kreuzte die Arme und grinste. „Mann, ich liebe diesen Kerl.“

„Warte … wo ist Damien?“, fragte Thomas und sah sich um.

Dann –

drehten sie sich um.

Und erstarrten.

Damien stand da – nein, hing da – sein eigenes Schwert tief in seinem Bauch.

Und hinter ihm –

Wraith.
Grinsend. Eine Hand um Damiens Waffe, die andere lässig auf seinem Kopf.

Selenes Atem stockte.

Ihr Geist war leer.

Für einen Moment – nur eine Sekunde – stand alles um sie herum still.

Dann –

KNACK.

Eine Welle der Dunkelheit brach aus ihr hervor.
Die Schatten verdrehten sich und krümmten sich wie lebende Wesen. Das Schlachtfeld verdunkelte sich, die Luft wurde eiskalt.

Ihre Sicht verschwamm.

Nichts anderes zählte mehr.

Nur er.

Nur Wraith.

Dann –

Sie stürzte sich nach vorne, schwarze Ranken peitschten wie ein Sturm um sie herum.

ZISCH.

Ihr Dolch blitzte auf – direkt auf Wraiths Kehle gerichtet.
Aber …

Er war verschwunden.

Ein verschwommener Fleck.

Dann …

BAM.

Schmerz.

Selene schnappte nach Luft, als eine Faust in ihren Bauch schlug – so schnell, so brutal – dass sie sie nicht einmal kommen sah.

Ihr Körper krümmte sich.

Die Luft wurde aus ihren Lungen gepresst.

Dann …

BANG!

Sie schlug auf den Boden, Erde und Steine explodierten um sie herum.
Thomas machte einen Schritt nach vorne. „Selene –!“

Freya hielt ihn zurück. „Nicht.“

Selene hustete, Blut tropfte von ihrer Lippe. Ihr Körper schrie vor Schmerz, aber das war ihr egal.

Ihre Schatten zuckten.

Und sie verschwand.

SHOOM.

Sie tauchte hinter Wraith wieder auf –

mit gezückter Klinge.

CLANG!
Metall traf auf Metall – Funken flogen –

Aber –

Ihre Arme zitterten.

Wraith hatte sich nicht einmal umgedreht.

Er stoppte ihren Angriff mit einer Hand.

Ihre Finger umklammerten kaum noch ihren Dolch.

Spöttisch.

Grinsend.

„Schlampig“, sagte er nachdenklich.
Dann –

drehte er sich.

Ein Knie – direkt in ihre Rippen.

KNACK!

Etwas brach.

Selene würgte einen Schrei ab.

Dann – BUMM – flog sie wieder durch die Luft und schlug mit dem Körper gegen eine zerstörte Wand.

Trümmer fielen um sie herum herunter.

Sie rang nach Luft.

Ihre Sicht verschwamm.

Aber –

sie rappelte sich auf.
Langsam. Wankend.

Wraith seufzte und rollte mit den Schultern. „Du bist hartnäckig, das muss ich dir lassen.“

Selene spuckte Blut, Schatten wanden sich um sie herum wie eine lebende Bestie.

Dann –

griff sie wieder an.

Schneller.

Heftiger.

Ein Sturm aus Klingen, Tentakeln, Teleportation –

SHOOM.

CLANG.

WHOOSH.

Sie schlug aus allen Winkeln zu – mit übermenschlicher Geschwindigkeit.

Aber Wraith –

er bewegte sich nicht.

Das musste er auch nicht.

Jeden einzelnen Angriff – blockte er.

Wich aus.
Mühelos.

Als würde er sich nicht einmal anstrengen.

Und dann –

wurde ihm langweilig.

Seine Finger zuckten –

und Selenes eigener Schatten packte ihren Knöchel.

Ihre Augen weiteten sich.

RUCK.

Sie schlug hart auf dem Boden auf.

Bevor sie überhaupt reagieren konnte –

BANG!

Ein Tritt – direkt in ihre Brust.
Der Aufprall schleuderte sie über das Schlachtfeld und hinterließ eine Furche im Dreck.

Sie blieb liegen.

Bewegte sich nicht.

Stille.

Wraith atmete aus und klopfte sich den Staub von den Händen. „Tsk. Du bist zu emotional.“

Er wandte seinen Blick zu Damien, der immer noch aufgespießt war.

Selenes Atem stockte.

Ihre Finger zuckten.

Schatten bewegten sich.
Aber –

sie konnte sich nicht bewegen.

Sie hatte verloren.

Und Wraith wusste das.

Er lächelte.

Dann –

zog er das Schwert heraus.

Und ließ Damiens Körper fallen.

THUD.

Damiens Körper schlug auf den Boden.

Regungslos.

Leblos.
Selene atmete scharf und unregelmäßig. Sie wollte schreien, aber der Schrei blieb ihr im Hals stecken.

Wraith stand einfach da und drehte Damiens blutverschmiertes Schwert zwischen seinen Fingern, als wäre es ein Spielzeug.

Dann –

sah er sie an.

Spöttisch. Grinsend.

„Du nimmst das ziemlich schwer.“

Selene zuckte zusammen.
Schatten wanden sich um sie herum und krümmten sich wie die Tentakel einer Bestie, die zum Sprung ansetzte. Ihre Finger gruben sich in den Boden, ihr ganzer Körper zitterte – nicht vor Schmerz, sondern vor etwas viel Schlimmerem.

Etwas, das die Luft zum Vibrieren brachte.

Wraith hob eine Augenbraue.

Dann –

Selene rastete aus.

BOOM.

Eine Welle der Dunkelheit brach aus ihr hervor.
Das Schlachtfeld verzerrte sich – der Himmel wurde pechschwarz, der Boden brach unter einer unsichtbaren Last ein. Schatten dehnten sich unnatürlich aus und verschlangen alles in ihrem Weg.

Selene verschwand.

WHOOSH.

Dann –

SHING!

Ein schwarzer Lichtstreifen – ihr Dolch strebte direkt auf Wraiths Hals zu.

Aber –

CLANG.

Seine Klinge traf auf ihre.

Einhand.
Lässig.

Selene biss die Zähne zusammen –

Dann verschwand sie wieder.

WHOOSH.

Sie tauchte hinter ihm wieder auf –

Mit einem Dolch an seiner Wirbelsäule.

Aber Wraith –

Er drehte sich nicht um.

Er schaute nicht einmal hin.

Stattdessen bewegte sich sein Schatten –

Ein pechschwarzer Gliedmaß schoss aus dem Boden und packte Selene mitten in der Bewegung am Handgelenk.
Ihre Augen weiteten sich.

Dann –

KNACK.

Es verdrehte sich.

Selene schrie, ihr Arm bog sich in die falsche Richtung.

Dann –

Ein Stiefel –

BANG!

Direkt in ihr Gesicht.

Ihr Körper flog durch die Luft, überschlug sich mehrmals, bevor sie auf den Boden schlug und wie eine Stoffpuppe herumrollte.

Staub füllte die Luft.
Thomas machte einen Schritt nach vorne, Panik in den Augen. „Selene –!“

Freya packte ihn, den Blick auf das Schlachtfeld geheftet.

„Halt die Klappe und schau zu.“

Der Staub legte sich.

Selene lag in einem Haufen.

Sie hätte liegen bleiben sollen.

Aber das tat sie nicht.

SHOOM.

Ihr eigener Schatten zog sie hoch – als würde er ihr keine Ruhe gönnen.
Sie atmete flach.

Blut tropfte aus ihrem Mund.

Aber sie starrte Wraith immer noch an.

Sie versuchte immer noch aufzustehen.

Wraith atmete aus. „Wirklich?“

Dann –

war er weg.

Selenes Instinkte schrien –

aber zu spät.

BANG.

Eine Faust traf sie im Bauch.

CRACK.

Ihre Rippen zerbrachen.
Sie schnappte nach Luft –

aber schon kam der nächste Schlag –

BANG.

BANG.

BANG.

Jeder Schlag schleuderte sie durch die Luft. Jeder war brutaler als der vorherige.
Ihre Sicht verschwamm.

Sie spürte, wie sie in die Luft gehoben wurde –

Dann –

BOOM.

Wraith schlug sie zu Boden.

Die Erde barst auf – unter ihr bildete sich ein tiefer Krater.

Stille.

Selene rührte sich nicht.

Sie atmete nicht einmal.

„Hey, sieh mich an.“

Die Entstehung von allem

Die Entstehung von allem

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer ruhigen Welt lebte Adam ein friedliches Leben, aber alles änderte sich, als er in einem Krankenhausbett aufwachte und eine besondere Fähigkeit entdeckte... Die Erschaffung aller Dinge Mit dieser übermächtigen Fähigkeit ausgestattet, sieh zu, wie Adam die Wahrheit über seine Welt und darüber hinaus aufdeckt. Der Roman "Die Erschaffung aller Dinge" ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy. Geschrieben vom Autor Chaosgod24. Lies den Roman "Die Erschaffung aller Dinge" kostenlos online.

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