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Kapitel 352: Kleine Schritte

Kapitel 352: Kleine Schritte

Nysa war nie jemand gewesen, der tief schlafen konnte. Schon bevor sie in dieser seltsamen neuen Welt gelandet war, hatte sich Ruhe für sie eher wie ein brüchiger Waffenstillstand angefühlt als wie eine echte Notwendigkeit. Und nach unzähligen Jahren, in denen sie im endlosen Schlaf des Labyrinths gefangen war – einer Stille, die so tief war, dass sie sich eher wie der Tod als wie Schlaf anfühlte –, hatte sie ihn als einen Feind angesehen, den sie niemals wirklich besiegen konnte.

Als Ruin erwachte, spürte sie es sofort.
Eine Welle, die durch das Gewebe der Existenz lief. Eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses, die ein leises Beben durch ihre Seele schickte. Sie konnte es nur nicht genau fassen!

Im Gegensatz zu den anderen, mit denen Pyris verbunden war, war ihre Verbindung anders. Älter. Tiefer. Etwas, das jenseits der Reichweite des Schicksals oder der Macht des Schicksals gewoben war. Eine Verbindung, die so absolut war, dass kein göttlicher Erlass, kein kosmisches Gesetz sie jemals hätte trennen können.
Als sie sich regte und aus ihrem Bett schlüpfte, war das Echo seines Aufstiegs bereits verklungen. Sie bewegte sich mit stiller Anmut durch die großen Säle des Anwesens, ihre Präsenz ein Schatten in der Stille der Nacht.

Und dann fand sie ihn. Nicht im Haus, sondern dahinter – er verschwand im Herzen des Waldes.

Also folgte sie ihm.

Und sie beobachtete ihn.
Still. Unsichtbar. Sie beobachtete jede seiner Bewegungen mit einer Intensität, die niemals nachließ.
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Sie verpasste nichts.

_____

Pyris hatte gerade eine weitere makellose Bewegung ausgeführt, sein Schwert schnitt mit rasiermesserscharfer Präzision durch die Luft, als eine Stimme – sanft, aber befehlend – die Stille durchbrach.

„Deine Fußarbeit ist nicht korrekt.“

Er zuckte nicht mit der Wimper.
Stattdessen atmete er langsam aus und senkte sein Schwert, als die Präsenz, die er bereits gespürt hatte, endlich aus den Schatten trat.

Nysa.

Sie bewegte sich mühelos wie ein Gespenst, das Mondlicht hüllte sie in einen sanften silbernen Schein. Ihr durchdringender Blick ruhte auf ihm, scharf und bewertend, als hätte sie ihn lange genug beobachtet, um jeden Fehler in seiner Technik zu erkennen.
„Du verlässt dich zu sehr auf deinen Oberkörper“, fuhr sie fort, die Arme verschränkt, ihre Stimme voller Belustigung und Autorität. „Ein Schwertkämpfer schwingt nicht einfach nur seine Waffe. Er fließt. Jeder Schlag sollte aus dem ganzen Körper kommen – aus den Füßen, der Hüfte, den Armen – eine einzige fließende Bewegung. Im Moment bist du zwar kraftvoll, aber auch verschwenderisch.“
Pyris hob eine Augenbraue und drehte sich zu ihr um. Er hätte wissen müssen, dass sie ihn beobachtete. Schließlich war seine Verbindung zu Nysa nicht wie die der anderen. Sie war tiefer. Älter. Jenseits des Schicksals. Jenseits der Vorsehung. Etwas, das selbst die Götter nicht zu definieren wagten.

Trotzdem grinste er. „Du klingst enttäuscht.“

Sie trat einen Schritt näher, ihre goldenen Augen glänzten im schwachen Licht. „Das bin ich auch.
Du bewegst dich wie jemand, der nie richtig unterrichtet wurde.“

„Das wurde ich auch nicht.“ Pyris hatte nie richtiges Fechten gelernt, nur ein paar Dinge, selbst als er mit Arabella trainiert hatte. Ihr Blick verengte sich.

Dann, ohne Vorwarnung, bewegte sie sich.

Schneller als gedacht streiften ihre Finger den Griff seines Schwertes – und rissen es ihm blitzschnell aus der Hand. Pyris hatte kaum Zeit, die Bewegung zu registrieren, bevor –
SHING!

Die Klinge zischte durch die Luft.

Nysa drehte ihr Handgelenk, das Schwert bewegte sich in einer nahtlosen, verschwommenen Bewegung – zuschlagend, ausweichend, schneidend – ihre Füße drehten sich so geschmeidig, so perfekt, dass der Boden unter ihr nicht einmal bebte.

Keine einzige verschwendete Bewegung.

Kein einziger unnötiger Atemzug.

Das war nicht nur Geschicklichkeit.

Das war Perfektion.
Pyris stieß einen leisen Pfiff aus. „Verdammt.“ Nysa blieb stehen, rollte mit den Schultern, drehte das Schwert mühelos in ihrer Handfläche und warf es ihm zurück.

„Jetzt“, sagte sie und grinste zum ersten Mal an diesem Abend, „versuch es noch mal. Und diesmal beweg dich wie ein Krieger, nicht wie ein übermächtiger Rohling, der mit einer Waffe herumfuchtelt.“
Pyris starrte auf das Schwert in seinen Händen und umklammerte es fester, während er überlegte, was gerade passiert war. Diese Waffe sollte nur auf ihn reagieren. In dem Moment, als sie in seinen Besitz gelangt war, hatte sie sich mit ihm verbunden, ihre Kraft sollte nur von seinen Händen ausgeübt werden.
Doch als Nysa sie genommen hatte, hatte die Klinge ihr keinen Widerstand geleistet. Aber sie hatte sie nicht als Schwert benutzt – deshalb hatte sie sich nicht gewehrt. Sie hatte sie wie ein bloßes Werkzeug benutzt, eine Verlängerung ihrer Meisterschaft, nichts weiter. Sie brauchte weder die Schärfe der Klinge noch das Gewicht des Stahls oder die Kunstfertigkeit des Griffs – sie hatte sie einfach zum Funktionieren gebracht, weil sie Nysa war.
Diese Erkenntnis verankerte sich tief in seinem Geist. Es hätte also keine Rolle gespielt, wenn sie eine andere Waffe genommen hätte. Verdammt, sogar ein Stück Holz hätte funktioniert.

Als hätte sie seine Gedanken gelesen, drehte sich Nysa plötzlich um und ließ ihren Blick über das Schlachtfeld schweifen. Aus der verbrannten Erde und den zerbrochenen Überresten seiner Kraft pflückte sie einen langen, trockenen Stock – eines der wenigen Dinge, die seine Zerstörung auf wundersame Weise überstanden hatten.
Sie drehte ihn einmal in ihrer Hand, nahm dann eine Kampfhaltung ein, und das spröde Holz verwandelte sich in ihren Händen – nicht physisch, sondern in seiner Präsenz. Pyris‘ Augenbrauen zuckten. Das war kein einfacher Ast mehr.
Es sah aus wie ein Schwert – nicht, weil es sich verändert hatte, sondern weil Nysa es so wollte.

„Komm“, sagte sie und forderte ihn auf, anzugreifen.

Pyris atmete tief aus, umklammerte sein Schwert und stürmte mit rasender Geschwindigkeit vorwärts. Er schlug schnell zu, seine Klinge zerschnitt die Luft mit einer Kraft, die Stahl wie Butter hätte spalten können.

KLACK!
Der Stock traf sein Schwert mit perfekter Präzision und stoppte seinen Angriff sofort. Pyris hatte kaum Zeit zu blinzeln, bevor –

THWACK.

Etwas schlug ihm gegen die Rippen, schnell wie eine Viper. Der verdammte Stock hatte ihn gerade getroffen. Pyris kniff die Augen zusammen, machte einen weiteren Schritt und startete eine schnelle Schlagserie, jetzt schneller, sein Schwert eine tödliche Lichtspur. Nysa blockte jeden einzelnen Schlag –
mühelos.

Jedes Mal, wenn seine Klinge auf ihren Stock traf, hätte der Aufprall ihn in zwei Hälften brechen müssen – aber stattdessen hielt er stand und bewegte sich mit fast spielerischer Leichtigkeit. Pyris biss die Zähne zusammen.

Na gut. Sie wollte mit ihm spielen?

Er würde ihr dieses selbstgefällige Grinsen aus dem Gesicht wischen. Mit einem Supersprint drehte er sich in der Luft und zielte auf ihre ungeschützte Seite –

THWACK.
Etwas knackte gegen sein Schienbein.

Er verlor das Gleichgewicht.

Er hatte kaum Zeit zu begreifen, was passiert war, als –

THWACK.

Ein weiterer Schlag, diesmal gegen seinen Hinterkopf. „Scheiße …“, fluchte Pyris und stolperte. Er hörte Nysa amüsiert summen.

„Deine Beinarbeit ist schlampig“, bemerkte sie und drehte den Stock träge, als würde sie sich nicht einmal anstrengen.
Oh, sie spielte eindeutig mit ihm.

Pyris knurrte und stürzte sich erneut auf sie. Diesmal gab er alles. Er schwang den Stock schneller und schärfer als zuvor und entfesselte eine Flut von Schlägen, die sie völlig überwältigen sollten.

THWACK.

Pyris‘ gesamter Körper verdrehte sich, als der Stock sich hinter seinem Knöchel verfing und ihm die Beine wegzog. Er schlug mit einem lauten Knall auf den Boden.
Einen Moment lang lag er einfach da und starrte in den Himmel. Dann drehte er den Kopf und sah Nysa neben sich kauern, die den verdammten Stock lässig zwischen den Fingern drehte.

Sie grinste. „Hast du es schon kapiert?“

Pyris stöhnte. „Weißt du, das fühlt sich weniger wie ein Training an, sondern eher wie eine Session, in der du mich windelweich prügelt.“
Nysa klopfte mit dem Stock gegen ihre Schulter und sah völlig unbeeindruckt aus. „Wenn du besser zuhören würdest, würdest du vielleicht weniger Schläge abbekommen.“

Pyris verdrehte die Augen, grinste aber jetzt. Okay. Sie wollte es ernst? Dann würde er es ihr zeigen. Mit einem Kraftsprung sprang er wieder auf die Beine.

Diesmal war er bereit.

Champion der Lust: Gottes Eroberung des Harem-Paradieses!

Champion der Lust: Gottes Eroberung des Harem-Paradieses!

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer Welt voller mythischer Wesen – Drachen, Vampire, Elfen und mehr – wird Pyris Obsidian als Champion von Lilith, der Göttin der Lust, wiedergeboren. Mit ihren göttlichen Segnungen und einer uralten Obsidian-Blutlinie wird Pyris in eine tödliche Welt geworfen, in der Macht die einzige Währung ist und Ambitionen Menschen zu Göttern machen können – oder zu ihrer Beute. Die Reiche von Argos stehen am Rande des Chaos, Unsterbliche lauern im Schatten und Götter beobachten von oben, wie sie darauf warten, dass die Sterblichen fallen. Mit Pyris' Aufstieg wächst auch sein Einfluss auf die magische Welt, er manipuliert Macht, Begierden und sogar die Realität selbst. Aber die Götter und ihre Champions werden nicht tatenlos zusehen, wie eine neue Macht der Lust und Herrschaft entsteht. Mit verbotener Magie, unvergleichlichem Charme und einem unstillbaren Hunger nach Eroberung muss Pyris sich durch verräterische Allianzen, hinterhältige Feinde und verführerische Verbündete kämpfen und dabei die Wahrheit über sein Schicksal verbergen. Denn in dieser Welt ist Begierde Macht, und Pyris wird vor nichts zurückschrecken, um sich das zu holen, was ihm zusteht – selbst wenn er sich dafür den Göttern selbst widersetzen muss. Wird Pyris die Welt seinem Willen unterwerfen oder werden die Kräfte des Göttlichen ihn in die Knie zwingen? Nur die Zeit wird es zeigen, während er sich auf eine Reise voller Lust, Magie und beispiellosem Ehrgeiz begibt. Discord-Server: https://discord.gg/3G3rFq29Ya Leute, schaut euch mein neues Buch an. Urban Plundering: I Corrupted The System! [Milfs #Loli #Heavy Smut #Tabu #illicitAffairs #SliceOfLife #Villain-Like Mindset #Technologie #System #ChampionOfLust #FantasyEpic #MagicalWorlds #DragonsAndGods #VampireEmpire #LustAndPower #DarkFantasyRomance #GodsVsMortals #ForbiddenMagic #ObsidianEmpire #FantasyIntrigue #DivineChamp ion #Mythische Kreaturen#Unsterbliche und Drachen #Erobern und verführen #Epische Eroberung #Lüsterner Champion #Aufstieg des Champions #Magische Politik #Fantasy-Wiedergeburt] Champion Of Lust: Gods Conquer's Harem Paradise! ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy . Geschrieben von dem Autor almightyP . Lies Champion Of Lust: Gods Conquer's Harem Paradise! kostenlos online.

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