Die Welt außerhalb der Bibliothek der Akademie schien zu verschwinden, die einzigen Geräusche im Raum waren jetzt das leise Summen der Kerzen und das sich vermischende Atmen von Pyris und Madeline.
Die Hitze zwischen ihnen war spürbar, eine feurige Spannung, die bei jeder Berührung, jedem Blick brannte. Pyris‘ Hände umfassten ihre Taille, als er sie näher zu sich zog, ihre Körper passten zusammen, als hätten sie schon immer auf diesen Moment gewartet.
Madelines Augen, diese tiefen, smaragdgrünen Teiche, die einst so ruhig und gelassen gewirkt hatten, funkelten jetzt vor purer Begierde.
Ihre Hände glitten über seine Brust, ihre Finger zeichneten die Linien seiner Muskeln nach, während sie sich an ihn drückte und die Wärme seiner Haut unter ihren Fingerspitzen spürte.
Sie konnte sich nicht dagegen wehren – sie fühlte sich zu ihm hingezogen, ihr Verstand war benebelt von der unwiderstehlichen Anziehungskraft seiner Aura, seiner Präsenz.
Pyris‘ Lippen schwebten knapp über ihren, sein Atem war heiß und verlockend auf ihrer Haut. Das Verlangen, sie zu nehmen, war überwältigend, aber ein Teil von ihm genoss die Spannung, das Warten.
Die Vorfreude machte jede Sekunde intensiver, und er wollte sie auskosten.
„Du verlierst die Kontrolle, Pyris“, flüsterte Lia in seinem Kopf, obwohl ihre Stimme einen amüsierten Unterton hatte.
„Aber wer kann dir das verübeln? Sie schmilzt praktisch dahin.“
Pyris grinste innerlich, weil er wusste, dass Lia Recht hatte.
Er konnte die Energie spüren, die zwischen ihnen pulsierte, die rohe Anziehungskraft, die Madeline zu ihm zog, und doch genoss er es, mit der Grenze der Kontrolle zu spielen. Seine Lustdracheninstinkte drängten darauf, die Kontrolle zu übernehmen, sie zu beanspruchen, aber es hatte etwas Befriedigendes, zuzusehen, wie sie sich Zentimeter für Zentimeter ergab.
Madeline ihrerseits kämpfte mit dem Wirbelwind aus Emotionen und Begierde, der sie durchflutete.
Sie hatte immer die Kontrolle gehabt, war immer die gelassene und geheimnisvolle Bibliothekarin gewesen, aber jetzt … jetzt war sie in Pyris‘ Gegenwart hilflos.
Das Feuer in seinen Augen, die Hitze seines Körpers, die subtile Befehlsgewalt in seiner Berührung – all das ließ ihren Kopf schwirren.
„Ich sollte das nicht tun“, flüsterte Madeline, obwohl ihre Hände ihre Worte verrieten, als sie weiter seine Brust erkundeten und ihre Finger den Kragen seines Hemdes nachzeichneten. „Ich sollte das nicht wollen … aber …“
Ihre Stimme verstummte, als sich ihre Augen trafen, und Pyris konnte den Konflikt in ihr sehen – den Kampf zwischen ihrem Verstand und ihrem Körper.
Aber als sich ihre Blicke trafen, brach etwas in ihr und der Kampf war verloren.
„Dann kämpfe nicht dagegen an“, flüsterte Pyris mit leiser Stimme, die von stiller Intensität erfüllt war. Seine Lippen streiften ihr Ohr und ließen einen Schauer über ihren Rücken laufen. „Lass es einfach geschehen.“
Madeline atmete zittrig aus, ihre Entschlossenheit bröckelte unter seinen Worten.
Sie lehnte sich an ihn, ihr Körper schmiegte sich an seinen, als ihre Lippen erneut seine fanden, diesmal mit einer Begierde, die seiner eigenen in nichts nachstand.
Der Kuss war tief und leidenschaftlich, ihre Atemzüge vermischten sich, während ihre Hände frei wanderten und jeden Zentimeter des anderen erkundeten.
Pyris‘ Hände glitten ihren Rücken hinauf, seine Finger verfingen sich in ihrem Haar, als er ihren Kopf leicht zurückneigte und den Kuss vertiefte.
Er spürte, wie sich ihr weicher Körper an ihn presste, wie sie unter seiner Berührung dahinschmolz, und das heizte das Feuer in ihm nur noch mehr an.
Die Versuchung war zu groß, um ihr zu widerstehen.
Pyris‘ Lippen wanderten von ihren zu ihrem Hals und küssten sich ihren Weg bis zu ihrem Schlüsselbein, was Madeline leise stöhnen ließ, während sie sich an ihn klammerte und ihre Hände sich um seine Schultern krallte.
Ihre Haut war warm, vor Verlangen gerötet, und Pyris genoss das Gefühl unter seinen Lippen.
Madelines Atem ging schneller, ihr Herz raste, als Pyris‘ Hände ihren Körper mit vorsichtiger, aber unverkennbarer Gier erkundeten.
So hatte sie sich noch nie gefühlt – diese unkontrollierbare Anziehungskraft, dieses verzweifelte Verlangen, ihm näher zu sein, seine Haut auf ihrer zu spüren. Ihr Kopf drehte sich, ihre Gedanken waren verschwommen, aber sie konnte sich nicht bremsen.
Sie wollte es auch gar nicht.
Pyris drückte sie sanft gegen eines der großen, alten Bücherregale, seine Hände glitten zu ihrer Taille, während er sie leicht anhob und so positionierte, dass ihre Körper perfekt aufeinander abgestimmt waren.
Madeline keuchte leise, ihre Finger verfingen sich in seinem Haar, als sie ihn näher zu sich zog, ihre Lippen trafen sich wieder in einem heißen Kuss, der ihnen beiden den Atem raubte.
Ihr Körper zitterte unter seiner Berührung, jeder Nerv glühte vor Verlangen, als Pyris‘ Hände sie erkundeten, neckten und streichelten, sodass Wellen der Lust durch sie hindurchflossen.
Madelines Verstand schrie sie an, aufzuhören, die Kontrolle zurückzugewinnen, aber ihr Körper hatte sich bereits völlig ergeben.
Für Pyris war dies mehr als nur ein Moment der Leidenschaft.
Es war eine Erinnerung an seine eigene Macht – die Macht, zu verführen, zu befehlen, selbst die gelassensten und zurückhaltendsten Menschen unter seiner Berührung zusammenbrechen zu lassen.
Sein Erbe als Lustdrache stieg in ihm auf, nährte sich von der Energie zwischen ihnen und trieb ihn dazu, mehr zu nehmen, mehr zu fordern.
Madeline, atemlos und zitternd, konnte die Veränderung in der Luft spüren. Pyris‘ Aura war überwältigend, erstickend auf die berauschendste Weise.
Sie hatte sich noch nie so machtlos gefühlt, so vollständig von einem anderen Menschen eingenommen.
Es erschreckte sie … aber es erregte sie auch.
„Du bist gefährlich“, flüsterte sie zwischen zwei Atemzügen, ihre Stimme zitterte, aber sie war erfüllt von etwas, das Bewunderung glich.
„So gefährlich und böse, Pyris …“
Pyris lachte leise, seine Lippen streiften ihr Ohr. „Und du liebst es.“
Madeline hielt den Atem an, schloss die Augen und lehnte ihren Kopf gegen das Regal, sodass er freien Zugang zu ihrem Hals hatte. „Das tue ich.“
Das Geständnis hing schwer und voller Begierde in der Luft. Pyris‘ Lippen wanderten tiefer und küssten die Kurve ihres Halses, und Madeline stöhnte leise, während ihre Finger sich in seinem Haar verkrampften.
Doch gerade als die Hitze zwischen ihnen zu kochen begann, zog sich Pyris zurück und ließ Madeline nach Luft schnappen, ihr Körper sehnte sich nach mehr. Sie starrte ihn an, ihre Augen weit aufgerissen vor Verwirrung und Frustration.
„Was … warum hast du aufgehört?“, fragte sie atemlos, ihre Stimme klang verzweifelt.
Pyris grinste, seine Augen funkelten vor Vergnügen und Verlangen. „Weil ich will, dass du zu mir kommst, Madeline. Ich will, dass du den nächsten Schritt machst.“
Madeline blinzelte und versuchte, seine Worte zu verarbeiten. Sie war noch nie in dieser Situation gewesen – noch nie diejenige, die zurückgewiesen wurde, die jagen musste.
Aber Pyris … Pyris war anders. Er hatte die Kontrolle, selbst wenn er ihr das Gefühl gab, dass sie die Macht hatte.
Ihr Herz raste, ihr Körper brannte immer noch vor Verlangen nach ihm. Sie wollte widerstehen, wollte wieder etwas Kontrolle zurückgewinnen, aber als sie in seine Augen sah, wusste sie, dass sie bereits verloren war.
Mit einem leisen Seufzer trat Madeline vor und schloss erneut die Distanz zwischen ihnen. Ihre Hände glitten über seine Brust, ihre Finger zeichneten die Linien seiner Muskeln nach, während sie sich zu ihm beugte und ihre Lippen seine berührten – ein Kuss, der sowohl zärtlich als auch von einer stillen Intensität erfüllt war.
Pyris lächelte an ihren Lippen, zufrieden mit ihrer Hingabe. Er schlang seine Arme um sie und zog sie erneut an sich, während sie sich in der Hitze des Augenblicks verloren und die Welt außerhalb der Bibliothek vergaßen.