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Als ihre letzten Kräfte erwacht waren, hob sich Alexas Körper leicht vom Bett, ihre Arme streckten sich aus, während goldenes Licht den Raum erfüllte. Die göttliche Energie schwoll erneut an und drohte, die Barriere zu durchbrechen, die Song und Mira errichtet hatten.
Doch dann, genauso schnell wie sie gekommen war, ebbte die Energie wieder ab. Alexas Körper senkte sich langsam zurück auf das Bett, das Licht um sie herum wurde schwächer, bis es nur noch ein schwaches Leuchten war. Ihr Atem beruhigte sich, und ihre göttlichen Augen schlossen sich wieder, während die Kraft in ihr zurückwich.
Pyris atmete aus, sein Herz pochte in seiner Brust. Die Gefahr war vorüber, aber der Schock über das, was gerade geschehen war, hielt noch an.
Emberly trat vor und ließ ihren Blick auf Alexas friedliche Gestalt ruhen. „Sie ist mächtiger, als wir es uns jemals vorgestellt haben“, flüsterte sie. „Wir müssen vorsichtig sein.“
Pyris nickte, noch immer erschüttert von der Intensität des Geschehens. „Sie ist mit etwas verbunden, das weit größer ist, als wir gedacht haben.“
Song und Mira beendeten die Versiegelung des Raumes und stellten mit ihrer Leerenmagie sicher, dass keine Spur der Energie nach außen dringen konnte, um den Rest der Welt zu alarmieren.
„Jetzt wird es ihr gut gehen“, sagte Song mit fester Stimme. „Aber wir müssen sie genau beobachten. Die Götter und Unsterblichen hätten diese Welle ohne uns gespürt und wären bereits herabgestiegen.“
Pyris trat näher an das Bett heran und blickte auf Alexas ruhiges Gesicht. Seine Gefühle für sie waren auf eine Weise gewachsen, die er nicht erwartet hatte. Sie war nicht irgendein Mädchen – sie war etwas viel Größeres, etwas Außergewöhnliches.
„Ruh dich jetzt aus, Alexa“, flüsterte er und strich ihr eine goldene Haarsträhne aus dem Gesicht. „Wir werden dich beschützen.“
Der Sturm hatte vorerst aufgehört, aber Pyris wusste, dass dies nur der Anfang war. Alexas Erwachen würde Folgen haben, die weit über das hinausgingen, was irgendjemand von ihnen vorhersagen konnte. Die Götter beobachteten sie, und bald würde der Kampf um sie – und um die Zukunft von Argos – beginnen.
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Das sanfte Licht des Morgens fiel durch die Vorhänge und tauchte den Raum in einen warmen goldenen Schein. Alexa regte sich unter der Bettdecke, ihr Körper vibrierte noch immer von der ungewohnten, aber immensen Kraft, die in der Nacht zuvor in ihr erwacht war. Sie schlug die Augen auf und bemerkte als Erstes eine Präsenz neben sich.
Pyris.
Er saß auf einem kleinen Sofa neben dem Bett, den Kopf auf die weiche Matratze gelegt, auf der sie lag, sein weißes Haar wie Seide über die Bettdecke ausgebreitet. Er sah friedlich aus, sein Gesicht war zum ersten Mal seit dem Chaos der vergangenen Nacht ruhig und unbeschwert.
Eine Flut von Erinnerungen kam zurück – die Welle von Energie, das blendende Licht, die überwältigende Kraft, von der sie nie gewusst hatte, dass sie in ihr steckte. Und Pyris, der die ganze Zeit dabei gewesen war, seine Essenz mit ihrer verflochten.
Sie erinnerte sich, wie sein goldenes Drachenerbe irgendwie die göttliche Kraft in ihr geweckt hatte.
Alexa lächelte sanft, ihr Herz schwoll vor Zuneigung an, als sie die Hand ausstreckte, um sein Haar sanft zu streicheln, ihre Finger vorsichtig durch die seidigen Strähnen fuhren. Die Berührung rührte ihn, und langsam öffnete er die Augen, seine tiefen amethystfarbenen Augen trafen auf ihre. Einen Moment lang sagten beide nichts, genossen einfach die Wärme des Augenblicks.
(Pyris‘ Augen können ihre Farbe zwischen Amethyst und Gold wechseln.)
„Morgen“, murmelte Pyris mit schläfriger, aber sanfter Stimme, während er den Kopf hob und sie verschlafen anlächelte.
„Morgen“, antwortete Alexa, deren Finger noch immer in seinem Haar vergraben waren. Sie konnte nicht umhin zu bemerken, wie viel bewusster sie sich fühlte – wie die Energie im Raum im Rhythmus ihres Herzschlags zu pulsieren schien. Sie fühlte sich stärker, auf eine Weise mit der Welt verbunden, die sie nicht erklären konnte.
Pyris setzte sich etwas aufrechter hin, stützte sich auf das Bett und nahm ihre Hand. „Wie fühlst du dich?“
Alexa dachte einen Moment nach, bevor sie antwortete. „Ich fühle mich … anders. Stärker. Lebendiger.“ Sie sah ihm in die Augen und konnte die Besorgnis und Neugierde darin sehen.
Er nickte, weil er genau wusste, was sie meinte. „Was letzte Nacht passiert ist … war mehr als nur ein Erwachen.
Es war, als hättest du dich komplett verändert.“
Sie setzte sich ganz auf, die Laken fielen um sie herum herunter, und da sah Pyris den Unterschied. Sie strahlte mehr, ihr Haar leuchtete in einem tieferen, satteren Goldton. Ihre Augen, einst strahlend blau, schimmerten jetzt in einem goldenen Licht, als ob sie die Essenz der Götter selbst enthielten. Sie sah … göttlich aus.
„Du hast dich verändert“, sagte Pyris immer noch voller Ehrfurcht. „Deine Schönheit … deine Ausstrahlung. So etwas habe ich noch nie gesehen.“
Alexa blickte an sich hinunter und bemerkte zum ersten Mal, wie sehr sich ihr Körper verändert hatte. Sie war größer, eleganter, und die Energie, die durch ihre Adern floss, schien grenzenlos zu sein. Sie bewegte leicht ihre Finger und spürte, wie die goldene Energie unter ihrer Haut pulsierte.
„Das ist wegen dir, Pyris“, sagte sie mit leiser, aber dankbarer Stimme. „Deine Essenz … dein goldenes Drachenerbe hat etwas in mir geweckt. Etwas, von dem ich nie wusste, dass es existiert.“
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Pyris saß neben ihr, seine Hand auf ihrem Bein, und sah sie voller Staunen an. „Meine Kraft muss deine göttliche Blutlinie geweckt haben. Du bist nicht einfach nur erwacht – meine goldene Drachenessenz hat das freigesetzt, was in dir verschlossen war.“
Alexa nickte und erinnerte sich an den Energieschub, der in der vergangenen Nacht aus ihrem Körper ausgebrochen war. „Ich kann es jetzt spüren.
Diese … Kraft. Ich kann die goldene Energie des göttlichen Reiches befehligen. Es ist, als wäre ein Teil von mir mit etwas verbunden, das weit größer ist, als ich begreifen kann.“
Pyris lächelte, seine Augen voller Stolz. „Du bist nicht nur mächtig, Alexa. Du bist außergewöhnlich. Ich kann die Kraft in dir spüren – du bist jetzt eine Erweckte des Ranges 9, genau wie ich.“
„Rang 9 …“, flüsterte Alexa, während sie die Bedeutung ihrer neu gewonnenen Kraft realisierte. Sie war von einer Erweckten des Ranges 5 zu jemandem aufgestiegen, der auf derselben Stufe wie Pyris stand und sich den gefährlichsten und mächtigsten Wesen in Argos stellen konnte. Sie war nicht mehr nur Alexa Eloise – sie war jemand, der das Gleichgewicht der Kräfte in der Welt verändern konnte.
Sie saßen einen Moment lang schweigend da und ließen alles auf sich wirken. Die Veränderungen, die Verbindung zwischen ihnen und die Liebe, die mit jedem Tag stärker geworden war.
Schließlich beugte sich Pyris vor und schlang seine Arme um sie. „Du bist unglaublich, Alexa“, flüsterte er ihr ins Haar. „Und ich bin so stolz auf dich.“
Alexa lächelte, schmiegte sich an ihn und fühlte sich trotz der immensen Macht, die sie jetzt besaß, durch die Wärme seines Körpers geborgen. „Ohne dich hätte ich das nicht geschafft“, flüsterte sie zurück und spürte seinen Atem auf ihrer Haut.
Sie hielten sich noch einen Moment lang fest und genossen die ruhige Stille, bevor die Anforderungen des Tages sie wieder auseinanderziehen würden. Nach einer Weile löste sich Pyris leicht von ihr und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn.
„Wir sollten wohl aufstehen. Die anderen warten unten auf uns“, sagte Pyris mit sanfter Stimme, in der jedoch ein Anflug von Dringlichkeit mitschwang. „Außerdem habe ich das Gefühl, dass wir noch viel über letzte Nacht zu besprechen haben.“
Alexa nickte, die Wärme seines Kusses noch immer auf ihrer Haut spürbar. „Lass uns gehen.“