WHOOSH.
Die Luft verdrehte sich. Der Himmel barst.
Ein blendend goldenes Licht brach aus Raphaels Körper hervor. Der Boden unter ihm zerbrach wie Glas und schleuderte Steine in alle Richtungen. Seine goldenen Augen brannten wie kleine Sonnen, als eine überwältigende Kraft durch ihn hindurchströmte.
Der Monarch zuckte zusammen. Zum ersten Mal zögerte er.
Dann –
BOOM.
Eine goldene Explosion. Der Fuß des Monarchen wurde von Raphaels Rücken geschleudert. Er taumelte und hob die Arme, um sich vor dem Licht zu schützen.
Aber Raphael machte weiter.
WHOOSH.
Er verschwand.
Ein goldener Fleck.
Dann –
BANG.
Eine Faust, die wie ein Stern leuchtete, traf das Gesicht des Monarchen.
Sein Kopf schnellte nach hinten.
Bevor er sich erholen konnte –
BOOM!
Ein zweiter Schlag. Eine Schockwelle riss das Schlachtfeld auseinander und spaltete den Boden unter ihnen.
Dann –
BAM!
Ein Roundhouse-Kick in die Rippen.
Der Monarch flog durch die Luft. Sein massiger Körper krachte durch zerbröckelnde Ruinen, prallte wie eine Stoffpuppe vom Boden ab und schlug dann gegen einen Felsbrocken.
Stille.
Raphael atmete aus. Sein Körper schwebte – buchstäblich schwebte er über dem Schlachtfeld, umgeben von goldener Energie. Seine Haut schimmerte wie geschmolzenes Gold. Allein seine Anwesenheit verzerrte die Luft und verbog die Realität selbst.
Seine Augen – nicht mehr menschlich.
Der Monarch stöhnte und rappelte sich aus den Trümmern auf. Er wischte sich das Blut von den Lippen.
Dann – grinste er.
„Heh … Jetzt kommen wir der Sache schon näher.“
WASCH.
Der Boden explodierte unter ihm, als er wie eine Rakete nach vorne schoss.
Raphael traf ihn in der Luft.
BANG.
Ihre Fäuste prallten aufeinander. Der Himmel selbst schien zu zerbrechen. Eine gewaltige Schockwelle breitete sich aus und riss die Wolken auseinander. Der Boden unter ihnen barst und spaltete sich.
Dann – BOOM.
Der Kampf ging weiter.
Die Fäuste verschwammen zu einem einzigen Wirbel.
Gold- und Schwarzblitze zuckten wie Blitze.
Jeder Treffer sandte Schockwellen über das Schlachtfeld.
BOOM. BOOM. BOOM.
Keiner gab nach. Keiner wurde langsamer.
Dann –
SWOOSH.
Ein goldener Streifen.
Raphael drehte sich in der Luft – sein Fuß schwang in einem perfekten Bogen –
CRACK!
Ein brutaler Tritt gegen den Kiefer des Monarchen.
Sein Kopf schnellte nach hinten.
BAM!
Ein weiterer Schlag. Eine glühende Faust bohrte sich in seine Rippen.
BOOM!
Der Monarch wurde durch die Luft geschleudert – krachte durch Stein, Erde und Trümmer und rutschte wie ein Meteor über das Schlachtfeld.
Doch bevor er zum Stillstand kam –
WHOOSH.
Raphael war schon da.
Ein goldener Schein in seiner Handfläche –
Der Monarch hob kaum seine Arme –
Dann –
FOOM!
Eine goldene Explosion löschte die Landschaft aus.
Eine gewaltige Explosion verschlang das Schlachtfeld und blendendes Licht überflutete alles in Sichtweite.
Für einen Moment – nichts.
Nur pure Stille.
Dann –
Der Staub legte sich.
Raphael stand da und keuchte leicht. Seine goldene Aura flackerte unruhig. Die Luft um ihn herum verzerrte sich und versuchte, die pure Energie, die von seinem Körper ausging, einzudämmen.
Dann – Bewegung.
Der Monarch.
Sein Körper war verbrannt. Verletzt. Seine schwarze Rüstung war zerbrochen. Blut tropfte von seinen Lippen.
Und doch –
Er stand immer noch.
Er lächelte immer noch.
„Heh …“, sagte er, wischte sich den Mund ab und schaute auf das Blut an seinen Fingern. „Das habe ich gespürt.“
Dann – brannten seine schwarzen Augen.
„Glaubst du wirklich, du kannst mich töten?“
WHOOSH.
Er verschwand.
BANG.
Eine Faust bohrte sich in Raphaels Bauch.
Sein Atem stockte.
Sein Körper krümmte sich.
Dann –
BOOM!
Ein zweiter Schlag – direkt in die Rippen.
KNACK.
Etwas brach.
Raphaels Sicht verschwamm.
Bevor er reagieren konnte –
WHAM!
Eine Handfläche traf seine Brust.
Sein Körper schoss nach hinten, krachte in die Trümmer und riss sich wie nasses Papier durch den Stein.
Staub explodierte. Die Luft zitterte.
Der Monarch atmete aus. Seine schwarze Aura schwoll an – wie ein Sturm.
„Du hast gut gekämpft.“ Seine Stimme war ruhig. Amüsiert. „Aber …“
Dann –
ZISCH.
Eine zweite Aura brach hervor.
Aber es war nicht Raphael.
Es war –
FWOOOOOM.
Blaue und weiße Flammen schossen empor.
Das Schlachtfeld wurde weißglühend.
Die Luft selbst schrie.
Das Grinsen des Monarchen verschwand.
Langsam drehte er sich um.
Und da stand sie, mitten in den Trümmern –
Freya.
Ihre Augen leuchteten wie gefrorene Sterne.
Ihre Flammen brannten heißer als je zuvor.
Ein Feuersturm wirbelte um sie herum, blaue Glut tanzte im Wind.
Sie knackte mit dem Nacken.
„Tch. Ich bin dran.“
Dann –
WHOOSH.
Sie bewegte sich.
WHOOSH.
Freya verschwand.
Ein blau-weißer Streifen schoss über das Schlachtfeld, schneller als das Auge folgen konnte.
Der Monarch hatte kaum Zeit zu reagieren –
BANG!
Eine Faust, umhüllt von lodernden weißen Flammen, schlug ihm gegen die Brust. Der Aufprall sandte eine Schockwelle durch die Luft, die sofort Eis auf seiner Rüstung bilden ließ. Seine Füße gruben sich in den Boden, als er rückwärts schlitterte und eine tiefe Furche hinterließ.
Aber Freya war noch nicht fertig.
WHOOSH.
Sie war bereits hinter ihm.
BOOM!
Ein Knie in die Rippen. Sein Körper zuckte heftig zur Seite –
Dann –
WHAM!
Ein Axe Kick von oben. Volltreffer.
Der Boden explodierte, als der Monarch in den Dreck geschleudert wurde und sich unter ihm ein Krater bildete.
Freya schwebte über ihm, ihr Körper war von weiß-blauem Feuer umhüllt, Dampf stieg aus ihren Händen auf. Ihre leuchtenden Augen waren auf ihn gerichtet, kalt und scharf.
Der Monarch grunzte und rappelte sich auf. Seine Rüstung – bereits von Raphaels Angriffen zerbrochen – war nun mit Frost überzogen, Eis kroch an den Rändern entlang. Er atmete aus, sein Atem war in der plötzlichen Kälte sichtbar.
Dann grinste er. „Nicht schlecht.“
Freya neigte den Kopf. „Ich hab mich noch nicht mal aufgewärmt.“
Sie ballte die Faust –
FWOOOM!
Eine Welle aus eisigem Feuer explodierte nach außen. Die Luft heulte, als alles in ihrem Weg – Steine, Erde, sogar die letzten goldenen Glutreste von Raphaels Energie – augenblicklich gefroren und von schimmerndem Eis umhüllt wurde.
Der Monarch verschwand –
WHOOSH.
Dann –
BANG!
schoss seine Faust auf sie zu.
Aber Freya war schon weg, bevor sie sie erreichte.
SWWWWOOSH.
Sie tauchte mitten in der Luft wieder auf.
Die Hand erhoben –
Dann –
FOOM!
schoss ein riesiger Speer aus blauem Feuer nach unten.
Der Monarch wich knapp aus, der Angriff verfehlte ihn um Zentimeter –
BOOM!
In dem Moment, als sie den Boden traf, gab es eine Explosion aus Eis, und gefrorene Feuerstacheln schossen in alle Richtungen.
Der Monarch sprang zurück und drehte sich in der Luft –
Aber –
WHOOSH.
Freya war schon da.
Ihr Fuß – von weißen Flammen umhüllt – schwang auf seinen Kopf zu –
BAM!
Volltreffer.
Sein Körper verdrehte sich – und wirbelte von der Wucht herum –
Dann –
WHAM!
Ein zweiter Tritt – direkt in den Bauch.
BOOM!
Der Monarch wurde durch einen zerstörten Turm geschleudert und krachte durch Stein und Trümmer.
Staub explodierte in die Luft.
Freya landete leichtfüßig auf dem Boden und rollte mit den Schultern. Ihre Flammen brannten heißer, das Eis um sie herum knisterte vor der schieren Intensität ihrer Kraft.
Dann –
WHOOSH.
Der Monarch tauchte aus den Trümmern auf.
Zerschlagen. Blutüberströmt.
Aber lächelnd.
„Heh … Du bist schnell“, sagte er und rollte seinen Nacken. „Aber mal sehen, wie lange du das durchhältst.“
Dann –
BOOM.
Eine Welle schwarzer Energie explodierte aus seinem Körper.
Die Luft bebte.
Freya kniff die Augen zusammen.
WASCH.
Der Monarch verschwand –
Dann –
BANG!
Ein Schlag in den Bauch.
Freya hustete und krümmte sich vor Schmerz.
WHAM!
Ein Rückhandschlag schleuderte sie durch die Luft.
Sie drehte sich in der Luft und gewann die Kontrolle zurück –
FOOM!
Eine weiße Feuerwand brach hinter ihr hervor und stoppte ihren Schwung. Sie landete, rutschte leicht zurück und knickte mit einem Knie ein.
Der Monarch knackte mit den Fingerknöcheln. „Nicht schlecht“, sagte er. „Aber …“
THUD.
Etwas schlug hinter Freya auf den Boden.
Sie drehte sich um –
Raphael.
Auf einem Knie.
Er atmete schwer.
Sein goldener Schein flackerte.
Seine Haut schimmerte nicht mehr.
Seine Energie war instabil.
Freya riss die Augen auf.
Der Monarch lachte leise. „Ah … jetzt verstehe ich.“
Er wischte sich grinsend das Blut von den Lippen.
„Du bist die auserwählte Championin deines Universums, nicht wahr?“ Seine Stimme klang spöttisch. „Genau wie derjenige, der mich hierher geschickt hat.“
Er trat einen Schritt vor.
„Aber der Nachteil?“ Sein Grinsen wurde breiter.
„Du bist außerhalb deines Universums.“
Er breitete die Arme aus.
„Hier kannst du nicht deine ganze Kraft aufbringen.“
Seine schwarzen Augen brannten.
„Pech für dich.“
Ein gebrochener Abschied
Raphael hustete und sein Körper zitterte. Seine goldene Aura flackerte – instabil, verblassend. Er konnte kaum stehen, aber er zwang sich zu einem Lächeln.
„Freya …“ Seine Stimme war schwach, kaum mehr als ein Flüstern.
Sie drehte sich zu ihm um, ihre leuchtend blauen Augen voller Trauer. Sie wusste bereits, was er sagen würde.
„Ich bleibe.“
Freya ballte die Fäuste und schüttelte den Kopf. Tränen liefen ihr über die Wangen. „Nein. Ich kann nicht … Ich werde dich nicht hier lassen.“
Raphael atmete aus, sein Lächeln verschwand nicht. „Du musst. Für die Kinder.“
Freya biss sich auf die Lippe. Ihr Herz schmerzte. Jeder Teil von ihr wollte kämpfen, bis zum Ende an seiner Seite bleiben. Aber tief in ihrem Inneren wusste sie, dass er Recht hatte.
Ihre Hände zitterten, als sie sich nach vorne warf und ihre Arme um ihn schlang. „Ich komme zurück“, flüsterte sie mit brüchiger Stimme. „Ich verspreche es. Ich komme zurück und hole dich.“
Raphael lehnte sich in ihre Umarmung, seine Hand lag schwach auf ihrem Rücken. „… Ich weiß.“
Freya löste sich von ihm, wischte sich die Tränen ab und wandte sich Thomas und Selene zu. Ohne ein weiteres Wort half sie Selene auf, ihr Griff fest, aber sanft. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Portal – einem wirbelnden Spalt aus Licht und Energie, dem einzigen Weg aus diesem gottverlassenen Ort.
Aber so einfach sollte es nicht sein.
Ein leises Lachen hallte wider.
„So schnell schon gehen?“
Die Luft bewegte sich. Der Boden bebte.
Der Monarch hob die Hand. Die Schwerkraft drückte auf sie, eine unsichtbare Kraft hielt sie alle fest. Die Luft wurde dick und stickig. Steine hoben sich vom Boden und schwebten wie schwerelose Trümmer in der erdrückenden Kraft seiner Macht.
Freya erstarrte – sie konnte sich kaum bewegen.
Aber dann –
BOOM.
Raphaels Faust schlug dem Monarchen ins Gesicht.
Die Schwerkraft zerbrach augenblicklich.
Der Kopf des Monarchen schnappte zur Seite, sein Grinsen verschwand. Langsam drehte er sich zurück und knackte mit dem Nacken. „Du hast noch Kampfgeist, was?“
Raphael schwankte und konnte sich kaum aufrecht halten. Er war am Ende seiner Kräfte. Aber er würde diesen Mistkerl keinen Schritt weiterkommen lassen.
„Lauf!“, schrie er Freya zu. „Jetzt!“
Freya biss die Zähne zusammen, hin- und hergerissen. Ihr Instinkt schrie sie an, zu rennen, zu gehorchen – um ihrer Kinder willen von hier zu verschwinden.
Sie schaute nicht zurück. Sie packte Selene an der Hand und zog sie vorwärts. Thomas folgte mit angespanntem Gesichtsausdruck. Sie waren fast am Portal – fast in Freiheit.
Doch dann –
WASCH.
Der Monarch verschwand.
In einem Augenblick stand er direkt vor dem Portal.
Selene schnappte nach Luft. Thomas stellte sich sofort vor sie und hob die Faust.
Der Monarch atmete aus, seine schwarzen Augen leuchteten vor Belustigung. „Hast du wirklich geglaubt, ich würde dich gehen lassen?“
Dann –
BOOM.
Raphael tackelte ihn.
Die beiden krachten zu Boden und schickten Schockwellen über das Schlachtfeld. Raphaels Griff um die Kehle des Monarchen verstärkte sich, seine goldene Aura flammte auf.
„DU GEHST NIRGENS HIN!“
Der Monarch grunzte, Ärger blitzte in seinem Gesicht auf. „Glaubst du wirklich, du kannst mich für immer aufhalten?“
Und er hatte Recht.
Raphael konnte sich kaum aufrecht halten – geschweige denn ihn überwältigen.
Der Monarch drängte nach vorne.
Er zog Raphael mit sich.
Zentimeter um Zentimeter.
Sie waren jetzt nur noch wenige Zentimeter vom Portal entfernt.
Freya drehte sich um – ihre Augen weiteten sich.
Raphael war am Verlieren.
Ihr Herz pochte. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten.
Dann –
traf sie eine Entscheidung.
Freya wirbelte zu Thomas herum. „Geh. Pass auf die Kinder auf, Thomas.“
Thomas‘ Augen weiteten sich. „Was? Warte –!“
Aber Freya war schon in Bewegung.
WHOOSH.
Blaue Flammen explodierten um sie herum, als sie zurück zum Schlachtfeld schoss.
Raphaels Sicht verschwamm. Er war kaum noch bei Bewusstsein, hielt sich gerade noch so fest – bis er eine plötzliche Kältewelle spürte.
Dann –
BOOM.
Eine gewaltige Welle aus blauem und weißem Feuer schlug gegen die Seite des Monarchen und schleuderte ihn durch die Luft.
Freya landete neben Raphael, ihre eisigen Flammen wirbelten um sie herum.
Sie knackte mit den Fingerknöcheln, ihr Blick war kalt und grimmig.
„Du rührst das Portal nicht an.“
Der Monarch setzte sich aus den Trümmern auf, sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich.
Dann grinste er.
„… Heh.“ Er wischte sich das Blut aus dem Mund. „Na gut. Dann spielen wir.“
Und der Kampf war noch lange nicht vorbei.
—
In der Nähe des Portals biss Thomas die Zähne zusammen.
„Wir haben keine Zeit mehr.“
Selene zögerte. „Aber …“
Thomas packte ihre Hand und zog sie mit sich.
WHOOSH.
Sie traten durch das Portal –
und Thomas drehte sich um.
Seine Augen trafen zum letzten Mal die von Freya.
Dann –
schloss er es.
Das Portal schlug zu.
Und Raphael und Freya waren gefangen.