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Kapitel 55: Das Power-Paar 2

Kapitel 55: Das Power-Paar 2

Die Luft wurde eiskalt.

Das Klicken wurde lauter – näher – bis es aus allen Richtungen hallte.

Dann –

tauchte eine Gestalt aus den Trümmern auf.

Größer als die anderen. Höher. Stärker.

Ihr Körper glich fließender Tinte, verformte sich ständig, nahm immer neue Formen an und blieb nie länger als eine Sekunde gleich. Aber ihre Augen – gezackte Schlitze von brennendem Weiß – blieben auf sie gerichtet.
Eine tiefe, unnatürliche Stimme durchbrach die Stille.

„Raus …“

Selene umklammerte ihre Dolche fester.

Die kleineren Kreaturen hielten einen Moment inne, fast als würden sie warten.

Dann bewegte sich das Ding.

Schnell. Zu schnell.

In einer Sekunde stand es noch bei den Tempelruinen.

In der nächsten war es direkt vor ihnen.
Selene hatte kaum Zeit zu reagieren, bevor ein massiver, mit Klauen bewehrter Arm auf sie niedersauste.

Sie verschwand.

Eine Sekunde vor dem Aufprall verschmolz ihr Körper mit den Schatten zu ihren Füßen und glitt wie Flüssigkeit durch die Dunkelheit. Der Angriff schlug auf den Boden ein, wo sie gestanden hatte, und zerschmetterte den Stein in einem Augenblick.

Sie tauchte hinter der Kreatur wieder auf, die Augen scharf fokussiert.
„Tch.“ Damien schnalzte mit der Zunge. „Schnell, was?“

Sein Schwert entlud sich in schwarzen Flammen.

Ohne zu zögern stürmte er vorwärts, Flammen hinter ihm wie der Schweif eines Meteors.

Das Monster reagierte blitzschnell und drehte sich unnatürlich, um zu kontern –

aber Damien war schneller.

Sein Schwert durchschlug seinen Oberkörper, die sengenden Flammen verschlangen sein Fleisch wie ein Lauffeuer.
Es schrie – ein schrecklicher, ohrenbetäubender Schrei –, während sein Körper sich heftig krümmte und versuchte, die Flammen abzuschütteln.

Aber Damien war schon wieder in Bewegung.

Er schnippte mit den Fingern.

Bumm.

Die Flammen explodierten nach außen und schleuderten schwarze Tentakel der Kreatur in alle Richtungen.

„Hah. Nicht so stark.“ Damien grinste und legte seine Klinge auf seine Schulter.

Dann –
regten sich die Schatten.

Das Monster formte sich neu.

Stück für Stück fügte sich sein Körper wieder zusammen, das brennende Fleisch regenerierte sich, als wäre die Zeit zurückgedreht worden.

Und diesmal hörte es nicht auf.

Es stürzte sich auf Damien.

Mit einem Klauenarm schoss es nach vorne.

Damien hatte kaum Zeit zu fluchen, bevor Selenes Stimme ertönte:

„Ich hab dich.“
Sein eigener Schatten erwachte plötzlich zum Leben, packte ihn und zog ihn unter Wasser.

Wusch.

In einem Augenblick versank er in der Dunkelheit, gerade als die Klauen des Monsters die Luft an der Stelle zerfetzten, an der er gestanden hatte.

Damien tauchte ein paar Meter entfernt wieder auf und blinzelte leicht irritiert. „Nächstes Mal vielleicht eine kleine Vorwarnung?“

Selene grinste. „Gern geschehen.“
Thomas atmete aus. „Ja, ja, spar dir die Familienbande – es kommt was.“

Die kleineren Kreaturen bewegten sich wieder.

Dutzende von ihnen. Vielleicht Hunderte.

Alle stürmten vorwärts.

„Los geht’s!“ Damien schwang sein Schwert, und die schwarzen Flammen erwachten erneut zum Leben.

Selene verschwand und verschmolz mit dem Schlachtfeld.

Und Thomas –

Seine Augen verengten sich.

Dann –

Verschwand er.
Nicht wie Selene.

Nicht wie Damien.

Es war keine Teleportation.

Es war keine Schattenreise.

Es war etwas anderes.

In einer Sekunde stand er noch still.

In der nächsten –

war er überall.

Er wich aus, schlängelte sich durch die Kreaturen und sagte Angriffe voraus, bevor sie überhaupt stattfanden.

Eine Klaue schlug nach ihm – er war bereits hinter ihr.
Eine Ranke peitschte auf seinen Rücken zu – er trat zur Seite, Millisekunden vor dem Aufprall.

Eine Kreatur sprang ihn an – er fing ihren Kopf in der Luft auf, drehte ihn heftig und schlug ihn dann auf den Boden.

Knack.

Sie löste sich augenblicklich auf.

Damien pfiff. „Angeber.“

Thomas ignorierte ihn.

Er bewegte sich wieder, floss wie ein Phantom über das Schlachtfeld.
Jedem Angriff einen Schritt voraus.

Und dann –

Selene schlug zu.

Ihr Schatten breitete sich über das Schlachtfeld aus und wellte sich wie Tinte.

Dann – schossen Ketten aus der Dunkelheit hervor, schlangen sich um die Kreaturen, zogen sie zurück und hielten sie fest.

Für den Bruchteil einer Sekunde –

Alles blieb stehen.

Dann –

„Brenn.“

Damien schwang sein Schwert.

Und das ganze Schlachtfeld ging in schwarzem Feuer auf.

Die Kreaturen kreischten, als die Flammen sie verschlangen und ihre Körper schneller verbrannten, als sie sich regenerieren konnten.

Eine nach der anderen brachen sie zusammen.

Bis nur noch die große übrig war.

Sie stand still da.

Brennend.

Dann sprach sie wieder.
„… Raus.“

Ihr Körper wellte sich, verdrehte sich – dehnte sich aus.

Selene stockte der Atem.

„Oh, komm schon …“, knurrte Damien.

Das Ding bewegte sich.

Dunkle Ranken schossen aus seinem Rücken – Dutzende davon, wie sich windende Schlangen. Sein Körper verdoppelte sich, seine Aura wurde schwerer.

Thomas ballte die Fäuste. „Selene.
Wie lange noch bis zur Verstärkung?“

„Sollte jeden Moment da sein …“

Plötzlich durchschütterte eine Schockwelle das Schlachtfeld und erschütterte die Ruinen bis ins Mark.

Die Kreatur erstarrte.

Selenes Augen weiteten sich.

„Sie sind da.“

Das Portal flackerte hinter ihnen und warf lange Schatten über das Schlachtfeld.

Dann traten zwei Gestalten hindurch.

Raphael. Freya.
Freya ließ ihren scharfen Blick über die Kreaturen schweifen und verzog angewidert die Lippen. „Igitt. Was sind das für Dinger?“

Dann fiel ihr Blick auf Thomas. Sofort huschte ein Grinsen über ihr Gesicht. „Oh? Der kleine Thomas ist auch da.“

Thomas zuckte zusammen. Sein Gesichtsausdruck verdüsterte sich wie eine Gewitterwolke. Um Gottes willen. Er war jetzt Mitte zwanzig – wann würde sie endlich aufhören, ihn so zu nennen?
Aber es gab größere Probleme. Er atmete scharf aus und zeigte auf die Monster, die immer noch auf das Portal zustürmten. „So sehr ich diesen Spitznamen auch hasse … wir müssen wirklich verhindern, dass diese Dinger hier rauskommen.“

Raphael rollte mit den Schultern und knackte mit den Fingerknöcheln, während er einen Schritt nach vorne machte. „Dann kümmern wir uns darum.“ Sein Grinsen war scharf und gefährlich. „Ist schon eine Weile her, seit wir mal Spaß hatten.“
Freya machte einen langsamen Schritt, dann noch einen – ihre Präsenz veränderte sich.

Die Luft um sie herum kühlte ab. Frost breitete sich unter ihren Füßen aus. Ihr langes schwarzes Haar schimmerte – dann entzündete es sich in blau-weißen Flammen, die wild flackerten, während der Wind durch die Ruinen heulte.

Sie neigte den Kopf und ihre Augen funkelten. „Hey. Wie wär’s, wenn du dir jemanden in deiner Größe suchst?“
Raphael lachte leise und streckte die Arme aus. „Oh, bitte, Schatz.“ Sein Grinsen wurde breiter. „Das ist kaum ein Kampf.“

Die Luft vibrierte.

Die Tentakel der Kreatur schossen wie Peitschen auf sie zu und zerschnitten die Steinruinen wie Papier.

Raphael bewegte sich nicht.

Noch nicht.

Er neigte nur den Kopf und beobachtete.

Dann –
schlugen die Tentakel zu.

Bumm!

Eine ohrenbetäubende Schockwelle fegte über das Schlachtfeld. Staub explodierte in die Luft und hüllte alles in einen dichten Nebel.

Einen Moment lang bewegte sich nichts.

Dann –

Raphaels Stimme. Ruhig. Unbeeindruckt.

„Ist das alles, was du drauf hast?“

Der Staub legte sich –

und da stand er. Unversehrt.
Eine Hand in der Hosentasche.

Die Ranken, die ihn hätten aufspießen sollen?

Eingefroren.

Dicke Eisschichten krochen an ihnen entlang und schlängelten sich wie ein Todesurteil den Körper der Kreatur hinauf.

Freya grinste und senkte ihre erhobene Hand.

„Was hast du gesagt?“

Das Monster schrie und versuchte, das Eis abzuschütteln –

aber Raphael war schon in Bewegung.
Er verschwamm.

In einer Sekunde stand er noch still.

In der nächsten war er über der Kreatur, die Faust zurückgezogen.

Die Luft heulte um seine Knöchel.

Dann –

BOOM.

Sein Schlag traf, und das gesamte Schlachtfeld bebte. Der Aufprall sandte eine so starke Schockwelle aus, dass der Boden unter ihnen aufbrach. Die massive Gestalt der Kreatur wurde nach hinten geschleudert und zerschmetterte alte Säulen, als wären sie nichts.
Doch bevor sie den Boden erreichte,

war Freya schon da.

Ihre eisigen Flammen brüllten, als sie ihre Hand hob und mit den Fingern schnippte.

Die Flammen reagierten.

Sie schossen auf das Monster in der Luft zu und verwandelten sich in riesige Speere aus Feuer und Eis –

Dann –

BOOM.

Die Speere durchbohrten die Kreatur in einer brutalen Explosion aus Frost und Flammen.

Sie schrie.
Aber es war nicht tot.

Sein brennender Körper zuckte, seine Tentakel schlugen wild um sich – es versuchte, sich wieder zusammenzufügen.

Raphael seufzte. „Hartnäckig, was?“

Freya knackte mit dem Nacken. „Eher nervig.“

Die Kreatur stürzte sich erneut auf sie –

Die Entstehung von allem

Die Entstehung von allem

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer ruhigen Welt lebte Adam ein friedliches Leben, aber alles änderte sich, als er in einem Krankenhausbett aufwachte und eine besondere Fähigkeit entdeckte... Die Erschaffung aller Dinge Mit dieser übermächtigen Fähigkeit ausgestattet, sieh zu, wie Adam die Wahrheit über seine Welt und darüber hinaus aufdeckt. Der Roman "Die Erschaffung aller Dinge" ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy. Geschrieben vom Autor Chaosgod24. Lies den Roman "Die Erschaffung aller Dinge" kostenlos online.

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