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Kapitel 134: Invasion zu Hause 5: Der unbekannte Ashura

Kapitel 134: Invasion zu Hause 5: Der unbekannte Ashura

Der Krater dampfte noch. Überall lagen Steine rum, Bäume waren wie Zahnstocher gespalten. Staub hing in der Luft.
Und aus den Trümmern erhob er sich.

Der Ashura.

Er sah menschlich aus – aber das war nur oberflächlich.

Groß. Schlank. Barfuß. Ohne Hemd. Nur eine zerfetzte schwarze Hose hing tief auf seinen Hüften. Seine Muskeln waren nicht übermäßig groß, aber sie waren dicht – als wären sie aus gewundenem Stahl. Seine Haut schimmerte leicht, wie geschmolzenes Metall unter einer dünnen Hautschicht.
Unter seinen Armen leuchteten orangefarbene Adern. Sein Haar war wild – kurz, zerzaust, mit silbernen Strähnen, die durch das Schwarz verliefen. Und seine Augen? Reinweiß. Keine Pupillen. Nur … Licht.

Er knackte langsam mit dem Nacken, von einer Seite zur anderen.

Dann lächelte er.

Breit. Zu breit.

Seine Stimme klang tief, heiser, als hätte er sie seit Jahren nicht benutzt.
„Ahhh … Das hat gutgetan.“

Tatia kniff die Augen zusammen. „Er wurde durch einen Berg geschleudert und grinst?“

Gloria flüsterte: „Mama … was ist das?“

Adam antwortete nicht. Er trat einen Schritt vor, ruhig, die Hände immer noch in den Taschen.

Der Ashura streckte beide Arme hinter den Kopf, sein Rücken knackte. „Ist lange her, dass mich jemand so berührt hat. Ich dachte, ihr Ameisen seid weich.“
Er zeigte auf Adam, ohne ihn anzusehen. „Aber du … du hast Hände. Das gefällt mir.“

Adam neigte den Kopf. „Reg dich nicht auf. Das war nur meine Art, höflich zu sein.“

Das Grinsen des Ashura zuckte.

Und dann bewegte er sich.

Schnell.

In einer Sekunde war er im Krater.

In der nächsten Sekunde stand er direkt vor Adam, die Faust schon in der Luft.
Tatia blinzelte kaum. „Adam!“

Bumm!

Der Schlag traf nicht.

Adam blockierte ihn mit einer Hand. Keine große Sache. Keine Anstrengung. Nur – klatsch, Handfläche auf die Knöchel. Staub explodierte durch den Druck.

Der Boden unter ihren Füßen barst auf.

Das Grinsen des Ashura wurde wieder breiter. „OHHH. Ich mag dich. Ich mag dich wirklich.“
Er drehte sich und holte zu einem Tritt aus – Adam duckte sich. Konter. Schneller Stoß in die Rippen.

Knirschen.

Der Ashura rutschte zurück, seine Füße gruben Furchen in den Boden.

Er lächelte immer noch. „Du hast mir tatsächlich wehgetan. Das ist verrückt.“ Er sah nach unten. Die Stelle, die Adam getroffen hatte, heilte bereits, die Muskeln wuchsen wieder zusammen, als wäre nichts gewesen. „Aber keine Sorge … ich lerne schnell.“
Adam sagte nichts. Er ging einfach in eine Kampfhaltung. Entspannte Schultern. Leere Augen. Bereit.

Der Ashura stürmte erneut vor. Diesmal wilder. Unberechenbar. Hände und Ellbogen, Knie und Schultern. Keine Form, nur Instinkt.

Aber Adam sah alles.

Er wich den Schlägen aus wie Rauch. Ducken. Ausweichen. Kontern. Schlag gegen die Schläfe. Bein fegen.
Tatia und Gloria konnten nicht mithalten. Nur noch verschwommene Umrisse und Schockwellen.

Dann plötzlich – bam!

Der Ashura kam durch. Ein sauberer Schlag auf Adams Brust.

Adam rutschte ein paar Schritte zurück, seine Stiefel knirschten auf dem Boden. Er sah auf die Brandspur auf seinem Hemd.

„Okay“, sagte er. „Das wird dich was kosten.“

Und dann –

Adam war verschwunden.
Er tauchte mitten in der Luft wieder auf. Seine Faust schlug bereits zu.

Der Ashura kreuzte die Arme – blockte den Schlag –

BOOOOM!

Eine Druckwelle explodierte. Bäume wurden umgeworfen. Vögel flogen auseinander. Die Wolken teilten sich.

Beide wurden durch die Luft geschleudert.

Aber Adam fing sich in der Luft, drehte sich einmal und landete sanft.
Der Ashura landete unsanfter – mit der Schulter voran auf der Seite eines Felsbrockens. Er sprang lachend auf. „Ja! So ist es gut! Mehr davon!“

Gloria blinzelte. „Hat er etwa Spaß?“

„Eher, als hätte er den Verstand verloren“, murmelte Tatia. „Er ist nicht normal.“

Adam knackte mit den Fingerknöcheln. „Nein. Das ist er nicht.“
Er blickte nach oben – in Richtung Sektor 93.

„Rav’kan ist eine Sache“, sagte er. „Aber dieser Typ?“

Er sah wieder zu dem Ashura.

„Dieser Typ ist das eigentliche Problem.“

Der Ashura leckte sich eine Blutspur von der Lippe, duckte sich wie ein Tier und grinste wie ein Dämon.
Und dann – ohne Vorwarnung – veränderte sich sein Körper leicht. Seine Muskeln formten sich neu. Seine Gliedmaßen bewegten sich anders. Er passte sich an. Er entwickelte sich in Echtzeit weiter.

„Lass uns noch mal anfangen“, knurrte er. „Ich hab gerade erst angefangen.“

Adams Augen verengten sich.

„Ja“, sagte er. „Das hab ich mir gedacht.“

Der Boden zwischen ihnen bebte. Der Himmel über ihnen flackerte.
Die zweite Runde stand kurz bevor.

Und es würde verrückt werden.

Runde zwei

Der Wind frischte auf.

Staub wirbelte auf.

Adam stand still da – seine Finger krümmten sich einmal, dann wurden sie wieder ruhig. Seine Augen waren halb geschlossen, er wirkte gelangweilt. Aber die Luft um ihn herum? Sie war nicht mehr ruhig. Sie summte. Als würde die Realität versuchen, sich zusammenzureißen.

Der Ashura hockte da, beide Hände auf dem Boden. Dieses blöde Grinsen verschwand nicht aus seinem Gesicht. Sein Rücken war wie bei einem Tier, das zum Sprung ansetzt, angespannt, und seine Haut zuckte leicht. Seine Muskeln wölbten sich, formten sich neu und entspannten sich wieder. Unter der Oberfläche tat sich was.

„Hast du schon mal gegen jemanden gekämpft, der besser wird, während du ihn verprügelst?“, fragte der Ashura mit rauer, aber übermütiger Stimme. „Das nervt, oder?“
Adam rollte mit dem Nacken. „Nee. Das heißt nur, dass ich härter zuschlagen kann.“

Der Ashura neigte den Kopf. „Mmm. Arrogant.“ Er leckte sich die Zähne. „Ich mag Arrogante.“

KNACK!

Er verschwand wieder.

Ein Überschallknall folgte seiner Bewegung – er sprintete nicht einfach los, er riss den Raum um sich herum auf. Und dann –

KLANG!

Ihre Fäuste trafen sich in der Luft.
Eine Schockwelle. Größer als zuvor.

Sie breitete sich in Ringen aus – drückte das Gras flach, riss die Überreste der Bäume um. Ein Falke explodierte mitten im Flug, nur durch den Druck.

Adam bewegte sich nicht. Er stand einfach da, den Arm ausgestreckt.

Der Ashura drängte vor und knurrte: „Komm schon!“

Adam rührte sich nicht von der Stelle.
Dann drehte er sich mit einer schnellen Bewegung des Handgelenks, brachte den Ashura aus dem Gleichgewicht und rammte ihm sein Knie in den Bauch. Der Ashura ging zu Boden. Adam rammte ihm seinen Ellbogen in den Rücken – schnell und präzise.

Der Boden krümmte sich erneut, als der Ashura mit dem Gesicht aufschlug.

Stille.

Dann –
„Bahahahaha!“ Er rollte sich auf den Rücken und breitete die Arme aus. „Ohhh, das hat sich angefühlt, als wäre etwas gebrochen.“

Adam landete in der Nähe, die Hände immer noch in den Taschen. „Bist du fertig?“

Der Ashura hob einen Finger. „Noch lange nicht.“

Er stand auf, als wären seine Knochen aus Pudding. Alles klickte, verschob sich, heilte. Sein Gesicht verzog sich zu demselben breiten Grinsen – nur dass sein Kiefer jetzt … länger war. Seine Augen waren schärfer.
Seine Fingernägel wurden dunkler.

„Du bist stark“, sagte er. „So richtig beängstigend stark. Aber Stärke allein reicht nicht aus.“

Adam hob eine Augenbraue. „Willst du diesen Satz wirklich zu Ende sprechen?“

Der Körper des Ashura zuckte. Als wären seine Muskeln zu schnell für seine Haut.

„Siehst du, ich entwickle mich weiter. Du nicht. Ich werde schneller. Du bleibst derselbe. Irgendwann … werde ich gewinnen.“
Adam blinzelte einmal. „Irgendwann?“ Er grinste. „Du denkst, ich gebe gerade an?“

Pause.

Das Grinsen des Ashura zuckte.

Und dann – bam! Adam war wieder weg.

Kein Blitz. Kein verschwommener Fleck. Einfach weg.

Die Augen des Ashura weiteten sich. „Was …“

BOOM!

Ein Fuß krachte von oben auf seinen Kiefer.
Der Ashura drehte sich in der Luft, fing sich wieder – landete rutschend auf den Knien, schwer atmend.

Adam war schon da und kam auf ihn zu. Ruhig. Kalt. „Du redest zu viel.“

Der Ashura wischte sich das Blut aus dem Mund. „Und du bist übermütig. Aber das werde ich dir abgewöhnen.“

Plötzlich riss sein Rücken auf.
Zwei gezackte, knochenähnliche Fortsätze schossen hervor – gekrümmt, pulsierend mit orangefarbenem Licht. Seine gesamte Gestalt veränderte sich. Seine Haut war metallisch. Seine Gliedmaßen waren wie Klingen verbunden. Er sah noch vage menschlich aus – aber jetzt war er verdreht. Schärfer.

Tatia stolperte zurück. „Das ist kein Mensch mehr.“

„Nein“, flüsterte Gloria. „Das ist ein Monster.“

Der Ashura glühte jetzt. Wie ein Hochofen unter Druck.
„Ich nenne das Phase Zwei“, sagte er mit tieferer, verzerrter Stimme. „Willst du immer noch weiterspielen?“

Adam atmete langsam aus. „Ja“, sagte er. „Mir wurde sowieso langweilig.“

Die beiden traten gleichzeitig vor.

Und dann brach Chaos aus.

Der Bildschirm zitterte. Der Himmel knisterte.

Jedes Bild verschwamm.
Die Schläge waren so schnell, dass die Kamera kaum die Windspuren einfangen konnte. Bei jedem Kontakt gab es Explosionen. In einem Moment prallten sie in der Luft aufeinander, im nächsten waren sie von der Wucht des Aufpralls unter Wasser und brachen dann wie Meteore aus dem See hervor.

Mit jedem Treffer, den Ashura landete, verbesserte sich sein Körper. Bessere Winkel. Schärfere Konter.

Mit jedem Treffer, den Adam landete, verlor Ashura Teile. Zähne. Rippen. Stolz.
Aber er lacht weiter.

Und Adam?

Er ist immer noch nicht ernsthaft bei der Sache.

Er blockt mit den Fingern. Weicht um Zentimeter aus. Duckt sich, als hätte er alles schon gesehen.

Der letzte Moment dieser Runde –

Adam fängt Ashuras Handgelenk.

Und lässt nicht los.

„Du bist stark“, sagt er. „Aber nichts Besonderes.“

WHAM.
Ein einziger Schlag. Kein Blitz. Kein Geräusch.

Nur pure Kraft.

Der Ashura fliegt – schon wieder. Durch Bäume. Hügel. Berge.

Weg.

Adam klopft sich die Hand ab.

Dreht sich um.

„Sag mir Bescheid, wenn er interessant wird“, murmelt er.

Und geht weg.

Die Entstehung von allem

Die Entstehung von allem

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer ruhigen Welt lebte Adam ein friedliches Leben, aber alles änderte sich, als er in einem Krankenhausbett aufwachte und eine besondere Fähigkeit entdeckte... Die Erschaffung aller Dinge Mit dieser übermächtigen Fähigkeit ausgestattet, sieh zu, wie Adam die Wahrheit über seine Welt und darüber hinaus aufdeckt. Der Roman "Die Erschaffung aller Dinge" ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy. Geschrieben vom Autor Chaosgod24. Lies den Roman "Die Erschaffung aller Dinge" kostenlos online.

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