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Kapitel 389: Angst – RUIN’s

Kapitel 389: Angst – RUIN's

Pyris verlor die Kontrolle.

Ohne es zu merken, schöpfte er Kraft – nicht aus seinem Körper, nicht aus seinem Geist, sondern aus etwas Tieferem. Etwas Vergrabenem. Es war, als hätte sich ein Tor geöffnet, und aus den Tiefen seiner Seele strömte eine Flut von gebundener Kraft hervor, die sich ungebremst in die Existenz drängte.

Die Realität verbog sich.
Die Welt um ihn herum verdrehte sich, das Gefüge der Existenz kämpfte darum, die schiere Kraft, die von ihm ausging, einzudämmen. Die Luft verzerrte sich, wurde dicht und instabil und pulsierte vor Energie, die so überwältigend war, dass der Raum selbst an einigen Stellen zu zerbrechen schien.
Der Mond hätte längst mit seinem Amoklauf beginnen müssen.

Alexa sah es in ihrer Vision. Zu diesem Zeitpunkt hätte die himmlische Kraft über ihnen bereits Vernichtung über sie herabregnen müssen, ihr Zorn hätte die Welt in einem katastrophalen Ereignis erschüttern müssen. Aber das tat sie nicht.

Sie heulte.

Sie trauerte.

Sie weinte mit Pyris.
Seine Anwesenheit – sein Einfluss auf das Reich – hatte die Zerstörung durch den Mond irgendwie aufgehalten, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Die Welt stand am Rande des Untergangs, aber der Mond, der eigentlich alles zerstören sollte, war vor Trauer wie erstarrt.

Aber da war noch etwas anderes.

Pyris nahm zu viel auf.

Mehr Macht, als sein Körper verkraften konnte, mehr, als seine Seele ertragen konnte. Und das brachte ihn um.
Ruvon, die nur ein Stückchen entfernt erstarrt war, konnte es sehen. Ihre Augen weiteten sich, als sich die ersten Risse bildeten.

Risse.

Winzige. Haarfeine. Sie krochen wie Glassplitter über seine Haut.

Ihr stockte der Atem.

Eine Stimme in ihrem Kopf schrie.

„Lauf, Ruvon! Dieser Mann wird explodieren!
Lauf so schnell du kannst, sonst bist du tot, noch bevor der Mond dich tötet und dieses Reich wegen des Verlusts seines Kindes. Nicht einmal Götter können dieses Reich retten!]

Aber Ruvon rannte nicht weg.

Sie konnte nicht.

Sie war gefangen, festgehalten von der schieren Anziehungskraft von Pyris‘ Präsenz, seiner Macht, die auf sie drückte und sie an Ort und Stelle hielt. Und selbst wenn sie sich hätte bewegen können –
sie wollte nicht.

[Sturer Dämon?]

Sie antwortete nicht.

Ihre Augen waren auf Pyris geheftet, auf die Risse, die sich wie eine zerbrechende Skulptur über seine Haut ausbreiteten, auf die Art und Weise, wie sein Körper auseinanderfiel –

– doch Selara Moonveil blieb unversehrt.

Sie lag leblos in seinen Armen, aber das Chaos um sie herum, die gewalttätige Energie, die den Raum selbst verzerrte, weigerte sich, sie zu berühren.
Selbst als Pyris auseinanderfiel.

Selbst als seine gesamte Existenz unter dem Gewicht der Macht zerbrach, über die er keine Kontrolle hatte.

Und er konnte es nicht aufhalten.

Seine Seele wollte nicht aufhören.

Und die Welt würde den Preis dafür bezahlen.

Die Akademie bebte.

Nicht nur die Steine, nicht nur die Wände – die Realität selbst.
Alles, was existierte, bebte unter der schieren Kraft, die aus Pyris hervorbrach, einem Sturm roher, ungezügelter Macht, der die Welt in etwas Zerbrechliches verwandelte, etwas, das kurz vor dem Zusammenbruch stand. Der Boden unter seinen Füßen barst in spinnennetzartigen Mustern auf, uralte Steine zerbrachen wie sprödes Glas. Säulen bogen sich unter dem Gewicht der unnatürlichen Energie, die den Raum flutete, die Decke verbog sich nach innen, als hätten sich die Gesetze des Universums zu verschieben begonnen.

Die Luft war seltsam.
Es war kein Wind, keine Hitze – etwas anderes. Etwas Tieferes. Eine Kraft, die nicht hierher gehörte, etwas so weit jenseits des Göttlichen, dass selbst die Götter vor Schreck zurückgewichen wären. Die Atmosphäre zerbrach, Ströme unmöglicher Energie wirbelten wie ein Hurrikan der Zerstörung. Die Farben verschwanden aus der Welt, verschlungen von der schieren Größe des Ganzen.

Und in der Mitte – Pyris zerbrach.
Sein Körper war dafür nicht gemacht. In seinen Adern pulsierte etwas, das zu groß, zu gewaltig, zu unendlich war, als dass ein sterblicher Körper es hätte fassen können. Risse zogen sich über seine Haut, glühende Spalten aus geschmolzenem Licht, die ihn Stück für Stück auseinanderrissen. Es war kein Blut, das aus ihm herausfloss – es war rohe Kraft, die austrat, sich spiralförmig drehte und sich in das Chaos um ihn herum verwandelte.

Er löste sich auf.
Jeder Energieschub brachte ihn näher an das Nichts. Sein Atem kam in stockenden Stößen, seine Finger zuckten, seine Gestalt schwebte zwischen Existenz und Auslöschung. Er konnte es nicht aufhalten. Er wollte es nicht aufhalten. Denn was hatte das noch für einen Sinn?

Moonveil war weg. Das Universum hätte verbrennen können, es hätte keine Rolle gespielt.

Und dann –

tauchte ein pummeliges, flauschiges Wesen auf.
Sie war klein. Zu klein. Ihre winzigen Pfoten drückten sich kaum in den Stein, als sie sich auf Moonveils regungslosem Körper niederließ, die Ohren spitzte, den Schwanz einrollte und ihr silbernes Fell unbeeindruckt von der Zerstörung um sie herum glänzte. Eine Präsenz, so unschuldig, so fehl am Platz und doch hier – unmöglich hier.

Ruin.

Pyris rührte sich nicht.

Sie blinzelte nicht.

Sie sah sie nicht.

Als wäre sie gar nicht da. Als wäre sie unwichtig. Weil nichts wichtig war. Weil sie weg war. Aber Ruin – Ruin schaffte das Unmögliche.

Ein winziger Mund öffnete sich.

Und das Chaos verneigte sich.
Die rohe, unkontrollierbare Verwüstung, die die Realität zerfetzt hatte, der grenzenlose, unerbittliche Sturm, den selbst der Himmel nicht bändigen konnte – er wandte sich ihr zu.
Wie ein Fluss, der seinen Lauf ändert, wie eine Flut, die einer größeren Kraft folgt, stürmte die Kraft, die sich nach außen gewirbelt hatte und die Welt zu verschlingen drohte, stattdessen nach innen.

Direkt auf sie zu.

Pyris‘ Energie – seine Trauer, seine Wut, seine Zerstörung – gestohlen. Aus ihm herausgerissen, so mühelos, als hätte sie ihr immer gehört, verschlungen von einer Präsenz, die sie niemals hätte bändigen dürfen.

Sie absorbierte sie.
Schneller, als er sie freisetzen konnte. Schneller, als der Sturm wachsen konnte. Schneller, als selbst das Universum widerstehen konnte. Die Welt brach in sich zusammen, Energie riss sich vom Himmel, aus der Luft, aus den Fäden der Existenz, wurde abgesaugt, verschluckt, umgeleitet.

Direkt in Moonveil, sobald Ruin sie berührte.

In dem Moment, als er sie berührte, veränderte sich alles.
Ihr Körper, der zuvor regungslos in der Stille des Todes gefangen war, wurde zu etwas anderem. Licht strömte in ihre Brust, drang in ihr Innerstes ein und verwob sich mit dem Wesen ihrer Existenz. Schlag auf Schlag, rhythmisch, kontrolliert, bewusst – das Leben schrieb den Tod neu.

Und die Welt gehorchte.

Die Luft stabilisierte sich.

Die Brüche in der Akademie – gestoppt.

Der Sturm – abgeflaut.
Die Realität kehrte zurück.

Aber Pyris – er reagierte nicht.

Seine Augen blieben leer, seine Gestalt gekrümmt, sein Atem flach. Die Last seiner Trauer hatte ihn ausgehöhlt, ihn so leer zurückgelassen, dass selbst die Wiederherstellung der Realität ihn nicht heilen konnte. Er war immer noch verloren.

Selbst als das Chaos nachließ. Selbst als der Mond aufhörte zu heulen.

Und dann –

Ein Puls.
Er breitete sich aus, nicht vom Boden, nicht von Pyris, sondern von oben. Eine Präsenz, so gewaltig, so unmöglich, dass sogar Ruin – sogar Ruin – innehalten musste.

Ihr kleiner Körper spannte sich an.
Ihre Ohren zuckten und sie hob ihre Pfote … Und vom Himmel kam eine mondhelle Kugel herab, schwerelos. Leuchtend. Nicht von dieser Welt. Sie landete in Ruins Hand und pulsierte mit etwas Tieferem als Energie – etwas Endgültigem.

Und sie zögerte nicht.

Sie drückte es an Moonveils Stirn.
Die letzte der gestohlenen Kräfte folgte, strömte in die Gestalt der Elfe und versank in ihr wie ein letzter Schlag des Schicksals.

Ruin zitterte.

Ihre kleine Gestalt flackerte, die Anstrengung, die Realität selbst zu zerbrechen, holte sie ein. Sie taumelte, blinzelte einmal und verschwand dann.

Verschwand in Pyris‘ Manapool.

Stille.

Und dann –

Ein Atemzug.

Leise.
Leise. Für das Universum insgesamt bedeutungslos.

Aber hier – hier zerstörte er alles.

Pyris – der abwesend gewesen war, verloren in seiner Trauer –

riss die Augen weit auf.

Ihm stockte der Atem.

Sein ganzes Wesen erstarrte.

Denn er hatte es gehört.

Einen dritten Atemzug in dem Raum, in dem zwei lebten und der dritte tot sein sollte.

Einen Atemzug, der nicht da sein sollte.

Champion der Lust: Gottes Eroberung des Harem-Paradieses!

Champion der Lust: Gottes Eroberung des Harem-Paradieses!

Score 10
Status: Ongoing Author: Artist: Released: 2024 Native Language: German
In einer Welt voller mythischer Wesen – Drachen, Vampire, Elfen und mehr – wird Pyris Obsidian als Champion von Lilith, der Göttin der Lust, wiedergeboren. Mit ihren göttlichen Segnungen und einer uralten Obsidian-Blutlinie wird Pyris in eine tödliche Welt geworfen, in der Macht die einzige Währung ist und Ambitionen Menschen zu Göttern machen können – oder zu ihrer Beute. Die Reiche von Argos stehen am Rande des Chaos, Unsterbliche lauern im Schatten und Götter beobachten von oben, wie sie darauf warten, dass die Sterblichen fallen. Mit Pyris' Aufstieg wächst auch sein Einfluss auf die magische Welt, er manipuliert Macht, Begierden und sogar die Realität selbst. Aber die Götter und ihre Champions werden nicht tatenlos zusehen, wie eine neue Macht der Lust und Herrschaft entsteht. Mit verbotener Magie, unvergleichlichem Charme und einem unstillbaren Hunger nach Eroberung muss Pyris sich durch verräterische Allianzen, hinterhältige Feinde und verführerische Verbündete kämpfen und dabei die Wahrheit über sein Schicksal verbergen. Denn in dieser Welt ist Begierde Macht, und Pyris wird vor nichts zurückschrecken, um sich das zu holen, was ihm zusteht – selbst wenn er sich dafür den Göttern selbst widersetzen muss. Wird Pyris die Welt seinem Willen unterwerfen oder werden die Kräfte des Göttlichen ihn in die Knie zwingen? Nur die Zeit wird es zeigen, während er sich auf eine Reise voller Lust, Magie und beispiellosem Ehrgeiz begibt. Discord-Server: https://discord.gg/3G3rFq29Ya Leute, schaut euch mein neues Buch an. Urban Plundering: I Corrupted The System! [Milfs #Loli #Heavy Smut #Tabu #illicitAffairs #SliceOfLife #Villain-Like Mindset #Technologie #System #ChampionOfLust #FantasyEpic #MagicalWorlds #DragonsAndGods #VampireEmpire #LustAndPower #DarkFantasyRomance #GodsVsMortals #ForbiddenMagic #ObsidianEmpire #FantasyIntrigue #DivineChamp ion #Mythische Kreaturen#Unsterbliche und Drachen #Erobern und verführen #Epische Eroberung #Lüsterner Champion #Aufstieg des Champions #Magische Politik #Fantasy-Wiedergeburt] Champion Of Lust: Gods Conquer's Harem Paradise! ist ein beliebter Light Novel aus dem Genre Fantasy . Geschrieben von dem Autor almightyP . Lies Champion Of Lust: Gods Conquer's Harem Paradise! kostenlos online.

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