Neuer Handlungsbogen: Versteckt im Drachenreich!
Die Sonne stand tief am Himmel und warf goldene Strahlen durch die dichten Bäume des Hains. Alera stand auf einer Lichtung, umgeben von hoch aufragenden alten Bäumen, deren Äste sich wie die Schatten unter ihnen verdrehten und wanden.
Die Atmosphäre war voller Vorfreude, ihr Herz pochte, als sie sich auf ihr Training vorbereitete.
Pyris hatte einen der Phantome beauftragt, auf sie aufzupassen. Er war eine flackernde Präsenz am Rande ihres Bewusstseins und gab ihr sowohl Trost als auch Sicherheit, von der sie nicht sicher war, ob sie sie brauchte.
Sie konnte seine Energie um sich herum wirbeln spüren, wie einen Schleier, der sie daran erinnerte, dass sie bei diesem Unterfangen nicht allein war. Die Anwesenheit des Phantoms war jedoch auch ein Ansporn, ihre Grenzen zu überschreiten. Sie sehnte sich nach der Macht, über die die Phantome verfügten, und sie wollte mehr davon haben, um sie zu übertreffen.
Mit entschlossenem Atem griff Alera tief in sich hinein und rief die Schatten herbei, die eifrig auf ihren Ruf reagierten. Die Luft um sie herum vibrierte vor latenter Kraft, als sie ihre Jagd begann.
Als sie tiefer in den Hain vordrang, spürte Alera, wie die Schatten sie umhüllten, fast als wären sie lebendig. Mit jedem Schritt schärfte sie ihre Sinne und stimmte sie auf den Rhythmus der Dunkelheit um sie herum ein. Ihre Kontrolle über die Lebenden Schatten wuchs exponentiell.
Ihre Gedanken konzentrierten sich auf die anstehende Aufgabe: die verdorbenen Bestien zu finden, die diesen Wald durchstreiften.
Schon bald entdeckte sie die erste Bestie – eine riesige Kreatur der Stufe 10, deren Körper grotesk verdreht war und aus dunklen Ranken und leuchtend violetten Augen bestand.
Es war ein verdorbener Wolf, der mit der Essenz des Elements der Dunkelheit erfüllt war. Alera verhielt sich unauffällig und nutzte ihre Schatten, um mit dem Unterholz zu verschmelzen, sodass sie fast unsichtbar war. Der Wolf schnüffelte in der Luft, seine Nasenlöcher blähten sich, während er nach der Quelle seines Unbehagens suchte.
Alera sprang in Aktion.
Sie schleuderte einen Schattenstrang hervor, der wie ein Blitz hervorbrach und sich um die Kehle des Tieres schlang. Ihre Schatten waren immer greifbar. Der Wolf stieß ein kehliges Knurren aus und wehrte sich gegen ihren Griff. Sie konnte das pulsierende Herz in ihm spüren – eine warme, lebendige Energie, die sie rief.
„Beruhige dich“, flüsterte sie und leitete ihre Kraft in die Schatten, während ihre gossque Hände den Körper des Wolfes durchbohrten.
Mit einer schnellen Bewegung absorbierte sie den Kern, ohne das Tier zu töten, und spürte, wie eine Welle von Energie durch sie hindurchfloss. Sie konnte fühlen, wie ihr Kern mit der zusätzlichen Kraft pulsierte.
Das Knurren des Wolfes wurde zu einem Wimmern, als die Dunkelheit in ihm mit ihrer Essenz verschmolz und ihre Kräfte leicht verstärkte.
„Der erste ist erledigt“, murmelte sie und ein zufriedenes Lächeln huschte über ihre Lippen.
Mit jeder Begegnung wuchs Aleras Selbstvertrauen. Sie jagte weitere verdorbene Bestien, von denen jede ihr eine andere Essenz zum Absorbieren lieferte. Als nächstes fiel eine geschmeidige schwarze Pantherin, die in Schatten gehüllt war, ihren Fähigkeiten zum Opfer.
Ihr Kern, der mit dem Element Raum durchdrungen war, explodierte vor Energie, als sie ihn aussaugte, und ein Schauer der Freude lief ihr über den Rücken.
„Könnte ich mich daran gewöhnen?“, lachte sie, während die Aufregung der Jagd ein Feuer in ihr entfachte.
Doch als sie eine weitere Bestie erledigte, schlich sich Langeweile ein. Sie konnte das leise Flüstern ihrer Schattenarmee hören, die nach Befreiung rief. Es war Zeit, sie zu entfesseln.
Alera schloss die Augen und spürte, wie ihre Armee in den Schatten der Nekromantie nach ihr zog.
„Kommt hervor!“, befahl sie und winkte mit der Hand, um die Schatten zu ihrer wahren Gestalt zu rufen.
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Der erste, der auftauchte, war der einstige Sanguine Bloodshed, jetzt bekannt als Shadowshed. Die Kreatur war ein mächtiges Schattenwesen, das nichts mehr von seinem früheren Selbst hatte. Seine Gestalt war in dunkle Ranken gehüllt, die wie Kerzenflammen flackerten.
Nur seine immer größer werdenden roten Augen waren zu sehen, die so intensiv leuchteten, dass sie von seinem Hunger und seiner Stärke zeugten. Die Luft wurde dick von Shadowsheds Präsenz, einer spürbaren Aura, die Autorität und Gefahr ausstrahlte.
„Willkommen zurück, Shadowshed“, sagte Alera, während sie ihr Werk betrachtete und Stolz in ihr aufstieg. „Lasst uns etwas Lärm machen.“
Als Nächstes beschwor sie den verdorbenen Wyvern, gegen den sie gemeinsam gekämpft hatten – seine Präsenz war beeindruckend. Der Wyvern tauchte aus den Schatten auf, seine Schuppen waren tiefschwarz und von einem unheilvollen dunklen Nebel umhüllt, seine Augen leuchteten bedrohlich.
Diese Kreatur war einst ein furchterregender Feind gewesen, aber jetzt gehorchte sie ihr.
Als die beiden Generäle vor ihr standen, veränderte sich die Atmosphäre. Die Schatten pulsierten um sie herum und wirbelten voller Erwartung. Selbst die kleineren Schattenbestien schreckten vor Angst zurück, als sie die Macht spürten, die von Aleras beschworenen Generälen ausging.
„Gemeinsam werden wir siegen“, verkündete Alera mit einer Stimme, die Autorität ausstrahlte.
Alera war noch nicht fertig. Sie hatte noch mehr Pläne für ihr Training und es war Zeit, ihre Streitkräfte zu vergrößern. Sie griff tief in den Abgrund ihrer Kräfte und beschwor weitere Mitglieder ihrer Schattenarmee herbei.
Einer nach dem anderen tauchten sie aus den Tiefen ihrer Schatten auf, ihre Gestalten veränderten sich und wurden immer furchterregender.
Zwei neue Bestien traten vor, sie hatten Formen angenommen, die mit dem Wesen ihrer Seelen im Einklang standen – ein weiterer Durchbruch in ihrer Nekromantie.
Sie standen auf allen Vieren und ähnelten noch den Kreaturen, die sie einst gewesen waren, doch nun waren sie in Dunkelheit gehüllt und ihre hohlen Augen leuchteten in einem intensiven violetten Licht.
„Wir werden euch Dread und Torment nennen“, sagte sie mit einem bösen Grinsen im Gesicht.
Ihre Gestalten veränderten sich, jede Bewegung strahlte Autorität aus. Die Schatten um sie herum pulsierten, ein sichtbares Zeichen ihrer Stärke und der Angst, die sie flößten.
Alera spürte, wie die Kraft durch sie floss, und wusste, dass ihre nekromantischen Fähigkeiten von Moment zu Moment stärker wurden. „Seht euch an“, sagte sie voller Bewunderung. „Ihr habt die Gestalt eurer Seelen angenommen. Jetzt wollen wir sehen, was ihr könnt.“
Die Schatten zuckten als Antwort auf ihren Befehl, ein Beweis für ihre wachsende Verbindung zu ihrer Armee. Die Energie strömte um sie herum, und Alera wusste, dass sie zu allem bereit waren.
Mit einer schnellen Bewegung ihres Handgelenks dirigierte Alera ihre Armee in die tieferen Teile des Hains, wo die mächtigeren verdorbenen Bestien lauerten.
Sie konnte spüren, wie sich ihre Energien mit der Dunkelheit vermischten, begierig darauf, sich zu beweisen.
Während sie sich bewegten, spürte Alera, wie die Aufregung in ihr wuchs. Jeder Schritt war ein Tanz aus Schatten und Macht, eine Symphonie aus dunkler Todesenergie, die im Takt ihres Herzschlags pulsierte. Shadowshed führte den Angriff an, während Dread und Torment Alera flankierten.
Bald stießen sie auf eine weitere verdorbene Bestie – einen riesigen, schattenhaften Bären der Stufe 13, der fast doppelt so groß war wie Alera. Die Bestie brüllte, und der Schall hallte unter ihnen wider.
Die Luft knisterte vor Spannung, als Alera sich auf den Kampf vorbereitete.
„Shadowshed, du zuerst!“, befahl sie.
Shadowshed sprang vor, ein dunkler Schatten, der sich auf den Bären stürzte und seine Tentakel um die riesige Pranke der Bestie schlang. Der Bär wehrte sich und schlug wild um sich, aber die Schatten hielten stand.
„Dread, Torment, flankiert ihn!“, rief Alera und dirigierte ihre anderen Bestien mit Präzision.
Als Dread und Torment gemeinsam vorstießen, flackerten die Schatten um sie herum und bildeten ein Netz aus Dunkelheit, das den Bären einfing. Mit jeder Sekunde verstrickte sich das Tier mehr und mehr und konnte sich dem Griff von Aleras wachsender Armee nicht entziehen.
„Jetzt, absorbiert seinen Kern!“, befahl Alera. Shadowshed gehorchte ohne zu zögern, versenkte seine Reißzähne in den Bären und saugte ihm die Lebenskraft aus, bis das Tier verstummte.
Als der Kern des Bären vor Energie pulsierte, spürte Alera das vertraute Kribbeln der Macht, die durch sie hindurchströmte, aber diesmal, obwohl sie spürte, wie sie durch sie hindurchfloss, verbesserte die Macht Shadowshed.
„Mehr!“, rief sie, und ihre Stimme hallte durch den Hain. Die Schatten um sie herum wogten vor Aufregung, und ihre Armee reagierte mit Elan.
Mit ihren Generälen an der Spitze entfesselte Alera eine Welle nach der anderen auf die verbleibenden verdorbenen Bestien, wobei jede Begegnung ihre Stärke verstärkte.
Der Hain verwandelte sich in ein Schlachtfeld, auf dem Schatten wild tanzten, während sie unter Aleras Befehl kämpften.
Sie fühlte sich unbesiegbar, ihr Herz schlug im Rhythmus der Schlacht. Die Verbindung zu ihren Schatten und ihrer Schattenarmee vertiefte sich, und sie wusste, dass sie gemeinsam zu einer unaufhaltsamen Kraft wurden.
Als die letzten der verdorbenen Bestien fielen, stand Alera inmitten der Überreste der Schlacht, ihre Armee um sie herum. Sie waren mehr als nur Schatten; sie waren ihre Verbündeten, ihre Soldaten, und zusammen hatten sie ein Band geschmiedet, das stärker war als je zuvor.
Aleras Atem ging in gleichmäßigen Stößen, als sie die Szene überblickte.
„Heute war erst der Anfang“, flüsterte sie und spürte, wie ein Gefühl der Erfüllung sie überkam. Die Schatten um sie herum flackerten zustimmend, und sie wusste, dass ihre Kräfte nur noch weiter wachsen würden.
Aber abgesehen von dem Phantom war Alera nicht allein im Hain, etwas lauerte im Hintergrund.
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