Das Lächeln der Frau wurde breiter, und für einen kurzen Moment glaubte Pyris, etwas in ihren Augen zu sehen – Respekt? Belustigung? Er war sich nicht sicher.
„Du bist nicht das, was ich erwartet habe, Pyris Obsidian“, sagte sie leise, und ihre Stimme klang entschlossen. „Vielleicht sehen wir uns wieder.“
Damit drehte sie sich um und ging davon, ihre Gestalt verschwand in den Schatten des Gartens und ließ Pyris allein zurück, während die Last ihrer Anwesenheit noch in der Luft lag.
Doch als sie in der Nacht verschwand, wusste Pyris eines ganz sicher.
„Ich werde sie wiederfinden. Und wenn ich das tue …!“
Die Nacht hatte mehr als nur politische Spielchen offenbart – sie hatte Pyris das wahre Ausmaß der Macht gezeigt, die jenseits der Mauern der Akademie und seines Geschäftsimperiums existierte. Er hatte mit Seraphina den Sieg gekostet, aber jetzt wollte er mehr.
Der Weltraumdrache hatte ein Feuer in ihm entfacht, den Wunsch, sich das zu holen, was andere für unantastbar hielten.
Und Pyris war nichts, wenn nicht ehrgeizig.
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Die kühle Nacht war über den valyrischen Palast hereingebrochen, die Sterne funkelten wie ferne Leuchtfeuer, als Pyris allein auf dem Balkon stand, seine Gedanken voller Eroberungen und Enthüllungen des Abends.
Die einst so lebhafte Party war verstummt, und in der Stille ließ Pyris die Last der Nacht auf sich wirken.
Seraphina Valyrian, die er nun sein Eigen nennen konnte, war in ihre Gemächer zurückgekehrt. Ihre Begegnung war mehr als nur Verführung gewesen – sie war der Beginn ihrer Beziehung und seiner Eroberung des Reiches!
Pyris wusste, dass Seraphina nicht mehr nur eine Schachfigur im großen politischen Spiel ihrer Familie war. Sie war jetzt an ihn gebunden, sowohl durch Begierde als auch durch Loyalität. Die Familie Valyrian hatte versucht, sie zu benutzen, um ihn in eine Falle zu locken, aber Pyris hatte den Spieß umgedreht.
Selbst jetzt war der Kaiser ahnungslos, was passiert war, und blind davon überzeugt, dass seine Tochter Pyris in die Honigfalle gelockt hatte!
Er grinste bei der Erinnerung an ihre Kapitulation, wohl wissend, dass dies nur der erste Schritt in einem viel größeren Spiel war.
„Du hast sie gut ausgespielt, Pyris“, hallte Lias Stimme in seinem Kopf, ihr Tonfall voller Zufriedenheit. „Sie ist keine Bedrohung mehr, nicht nur eine weitere Figur auf dem Schachbrett.“
„In der Tat“, dachte Pyris bei sich. Aber es gab noch mehr zu tun.
Seine Gedanken wanderten zu der Weltraumdrachenfrau, der er zuvor im Garten begegnet war. Ihre Kraft war überwältigend gewesen, ihre Präsenz erdrückend, doch sie hatte etwas tief in ihm entfacht.
Pyris wusste, dass er sie haben musste – nicht nur als Eroberung, sondern um seine Stärke zu testen und zu sehen, ob er es auf ihr Niveau schaffen konnte.
„Ich werde sie wiederfinden“, flüsterte Pyris und kniff entschlossen die Augen zusammen.
„Sie ist gefährlich, Pyris. Über Rang 20 zu kommen, ist keine Kleinigkeit. Aber wenn jemand sie erreichen kann, dann du“, flüsterte Lia erneut, ihre Zuversicht in ihn unerschütterlich.
Mit Seraphina an sich gebunden und der Weltraumdrachenfrau in seinen Gedanken, spürte Pyris, dass die Eroberungen dieser Nacht noch lange nicht vorbei waren.
Sein Horizont erweiterte sich – er musste sich nicht nur auf sein Geschäftsimperium konzentrieren, sondern auch auf das riesige Netzwerk mächtiger Leute um ihn herum.
Als Pyris durch den Palast zurückging und sich bereit machte zu gehen, zog es ihn in den großen Saal. Die Überreste der Party waren noch da, und einige der mächtigsten Gäste unterhielten sich in kleinen, abgeschiedenen Gruppen.
Gerade als er den Eingang zur Halle passierte, umhüllte ihn eine mächtige Aura, scharf und befehlend. Pyris blieb stehen, seine Drachensinne kribbelten, als er sich zur Quelle der Energie umdrehte.
Auf der anderen Seite des Raumes sah er ihn – Drakon Valyrian, den ältesten Prinzen des Drachenreichs.
Groß, breitschultrig und mit der unverkennbaren Ausstrahlung eines hochrangigen Erwachten stand Drakon in königlicher Haltung da und ließ seinen durchdringenden Blick durch den Raum schweifen.
Sein langes schwarzes Haar war ordentlich nach hinten gebunden, seine goldenen Augen – ein Markenzeichen der Familie Valyrian – waren mit einer Intensität auf Pyris gerichtet, die sofort eine Spannung zwischen den beiden aufbaute.
Drakons Aura traf Pyris wie eine Welle, leicht zu erkennen als die eines Erwachten des Ranges 17, einer Machtstufe, die sowohl Respekt als auch Angst einflößte.
„Das ist Drakon Valyrian“, sagte Lia mit warnender Stimme. „Er ist stark, Pyris. Definitiv eine Bedrohung.“
Pyris‘ Lippen verzogen sich zu einem subtilen Grinsen. Eine Bedrohung, vielleicht. Aber eine Herausforderung? Auf jeden Fall.
Er machte einen Schritt nach vorne, ihre Blicke trafen sich in der großen Halle. Es war klar, dass keiner von beiden zurückweichen würde. Pyris hatte immer gewusst, dass er, wenn er das Drachenimperium herausfordern würde, irgendwann der Elite gegenüberstehen würde.
Aber das – die Begegnung mit dem Kronprinzen – kam früher als erwartet.
Drakons Gesichtsausdruck war unlesbar, als er selbstbewusst auf Pyris zuging, seine Aura der Macht unerschütterlich.
„Du musst Pyris Obsidian sein“, sagte Drakon mit tiefer, befehlender Stimme, in deren Augen ein Hauch von Neugierde flackerte. „Ich habe von dir gehört. Der junge Wunderkind, der Obsidian Tech leitet.“
Pyris nickte, ohne seine Selbstsicherheit zu verlieren. „Ich habe auch viel von dir gehört. Der Kronprinz des Drachenreichs.“ Er passte sich Drakons majestätischem Tonfall an und behielt seine starke Präsenz bei.
Drakon hob eine Augenbraue. „Es scheint, als würden wir beide den Gerüchten gerecht werden.“
Die Spannung zwischen ihnen wurde immer größer. Keiner von beiden bewegte sich, aber die Herausforderung lag in der Luft, unausgesprochen, aber spürbar. Drakons Augen schienen vor Erkennen zu glänzen – vielleicht spürte er das Drachenblut, das durch Pyris‘ Adern floss, obwohl es unter Schichten anderer Kräfte verborgen war.
„Er testet dich“, warnte Lia. „Sei vorsichtig. Er ist nicht nur ein Rivale in Sachen Macht – er hat auch Einfluss.“
Pyris wusste, dass diese Begegnung wichtig war. Drakon war nicht nur ein weiterer hochrangiger Gegner. Er war die Zukunft des Drachenreichs – ein potenzielles Hindernis oder der Schlüssel zu etwas viel Größerem.
Doch gerade als Pyris antworten wollte, fiel sein Blick über Drakons Schulter – und da sah er sie.
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Auf der anderen Seite des Raumes, elegant auf einer erhöhten Plattform sitzend, saß Kaiserin Astrid Valyrian, die Frau von Kaiser Drakos und Mutter von Drakon und Seraphina. Ihre Anwesenheit war atemberaubend, eine Aura von Autorität und Schönheit strahlte von ihr aus wie die Sonne.
Sie trug ein schimmerndes Kleid in Purpur und Gold, den Farben der valyrischen Königsfamilie, aber es war ihre Gestalt, die Pyris‘ Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ihre Figur war anmutig und doch kraftvoll, ihre Kurven wurden durch die enganliegende Robe betont. Dunkles, wallendes Haar umrahmte ihre scharfen, königlichen Züge, und ihre smaragdgrünen Augen strahlten Weisheit und die wilde Energie einer Herrscherin aus.
Sie strahlte die Aura einer Erwachten des Ranges 18 aus, ihre Macht war immens, doch sie hielt sie mit der mühelosen Anmut einer Person zurück, die an Autorität gewöhnt war.
Für einen Moment war Pyris wie betäubt, sein Dracheninstinkt erwachte beim bloßen Anblick von ihr zum Leben. Die Kaiserin war mehr als nur schön – sie war perfekt und strahlte eine Macht und Anziehungskraft aus, die sie absolut unwiderstehlich machten.
„So schön …“, flüsterte Lias Stimme in seinem Kopf und wiederholte seine Gedanken. „Pyris, du musst sie um jeden Preis bekommen!“
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Das letzte Kapitel für heute! Stimmt ab, Leute, Powersteine, Goldene Tickets und mehr Geschenke. Pyris ist durstig! Ach ja, er ist reich, aber ein bisschen Ermutigung kann nicht schaden.