Die kühle Nachtluft umhüllte sie, während die Schatten im Garten länger wurden und Pyris und Seraphina vom Rest der Welt abschirmten. Es war, als wären die Sterne am Himmel verschwunden und hätten nur die beiden in einem Kokon aus Hitze, Begierde und der unwiderstehlichen Anziehungskraft der Macht zurückgelassen.
Seraphina, einst die stolze Prinzessin des Drachenreichs, zitterte jetzt in Pyris‘ Armen, ihr Atem ging stoßweise, ihre Abwehr war völlig zusammengebrochen.
Pyris‘ Griff um ihre Taille wurde fester, als er sie gegen die kühle Marmorwand drückte. Seine Lippen zeichneten eine Linie von ihrem Hals bis zu ihrem Kinn, jede Berührung ließ sie vor einer Mischung aus Vorfreude und Hingabe erschauern.
Seraphinas Hände krallten sich an seinem Hemd fest, ihre Finger umklammerten den Stoff, als wäre er das Einzige, was sie in der Realität hielt.
„Du hast die ganze Nacht dagegen angekämpft“, flüsterte Pyris an ihrer Haut, seine Stimme samtig, rau von der Befriedigung seines Sieges. „Aber jetzt weißt du, dass es unvermeidlich war.“
Seraphinas Atem stockte und sie schloss die Augen, als seine Worte zu ihr durchdrangen.
Er hatte recht, und sie hatte es von dem Moment an gewusst, als sich ihre Blicke im Ballsaal getroffen hatten. Sie hatte sich zu ihm hingezogen gefühlt, in seinen Bann gezogen wie ein Stern, der in die Anziehungskraft eines Schwarzen Lochs fällt.
Und jetzt war sie ihm verfallen.
„Ich kann nicht … aufhören“, flüsterte Seraphina mit kaum hörbarer Stimme, in der sich Angst und Erregung vermischten. Ihre violetten Augen flatterten auf und suchten seine.
Pyris‘ Lippen verzogen sich zu einem langsamen, wissenden Lächeln. „Ich will auch nicht, dass du aufhörst.“
Ihr Atem stockte angesichts der Intensität seines Blicks, und für einen Moment rasten ihre Gedanken, während sie versuchte, auch nur einen Hauch von Kontrolle zu erlangen. Aber es war zwecklos.
Pyris hatte ihr alles genommen – ihre Entschlossenheit, ihre Kontrolle, ihr Selbstbewusstsein – und es durch etwas weitaus Mächtigeres ersetzt: Unterwerfung.
Ohne ein weiteres Wort beugte sich Pyris zu ihr hinunter und eroberte ihre Lippen erneut mit einem Kuss, der tiefer und fordernder war als zuvor. Seraphinas Körper reagierte instinktiv, presste sich an ihn, während ihre Hände über seine Brust und seine Schultern wanderten und ihre Finger sich in seinem Haar verfingen.
Sie hatte noch nie zuvor ein solches Verlangen verspürt, dieses Bedürfnis, das sie so vollkommen erfüllte.
Pyris‘ Hände wanderten über ihren Körper, folgten den Kurven ihrer Hüften, und seine Berührungen ließen elektrische Schocks durch ihre Adern fließen. Seine Dominanz war spürbar, und Seraphina sehnte sich danach – sehnte sich nach ihm – auf eine Weise, die ihr den Atem raubte.
„Du gehörst jetzt mir, Seraphina“, wiederholte Pyris und knurrte leise in ihr Ohr, sein Atem heiß auf ihrer Haut.
Sie flüsterte, ihre Stimme zitterte vor Angst und Verlangen. „Ich geh dir.“
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Der Garten fühlte sich wie eine andere Welt an, abgeschieden von der Politik und den Intrigen des Ballsaals, von den wachsamen Augen des Drachenreichs. Hier gab es nur Pyris und Seraphina – und die magnetische Kraft, die sie zueinander gezogen hatte.
Pyris zog Seraphina näher zu sich heran, ihre Körper passten zusammen, als wären sie für diesen Moment geschaffen. Seine Lippen wanderten ihren Hals hinunter, seine Hände umfassten besitzergreifend ihre Taille.
Er konnte spüren, wie sie unter seiner Berührung zitterte, wie ihr Körper auf ihn reagierte und ihm verriet, dass sie sich ihm völlig hingegeben hatte.
Sie gab nicht nur nach – sie bot sich ihm an, ganz und gar und ohne Vorbehalte.
Seraphinas Gedanken waren wie benebelt. Sie hatte noch nie zuvor so empfunden, war noch nie so völlig dominiert worden. Sie war es gewohnt, die Kontrolle zu haben und ihre Mitmenschen zu manipulieren, um ihre Ziele zu erreichen.
Aber jetzt, mit Pyris‘ Händen auf ihr, seinen Lippen auf ihrer Haut, genoss sie es, diese Kontrolle zu verlieren.
Ihr Atem ging stoßweise, während Pyris‘ Hände über ihren Körper wanderten und jeden Zentimeter mit langsamen, bedächtigen Berührungen erkundeten. Sie stöhnte leise gegen seine Lippen und krallte ihre Finger in seine Arme, als würde sie fallen, wenn sie losließe.
„Du hast zu lange so getan, als ob“, flüsterte Pyris an ihrer Haut. „Als ob du das nicht wolltest, als ob du die Kontrolle hättest. Aber du wusstest es … du hast es immer gewusst.“
Seraphinas Herz raste, als seine Worte sie trafen, denn sie waren unbestreitbar wahr. Sie hatte es gewusst. Von dem Moment an, als sie ihn im Ballsaal gesehen hatte, hatte sie diese Anziehungskraft gespürt – dieses Verlangen.
Und jetzt, hier im Schatten des Palastes, konnte sie nicht länger dagegen ankämpfen.
„Nimm mich“, hauchte sie mit zittriger, aber entschlossener Stimme. „Ich geh dir.“
Pyris‘ Grinsen wurde breiter, als er erneut ihre Lippen eroberte, seine Hände tiefer wanderten und seine Berührungen fester, besitzergreifender wurden. Seraphina stöhnte an seinem Mund, ihr Körper bog sich ihm entgegen, sehnte sich nach mehr, brauchte mehr.
Er hatte sie jetzt!
Die Luft um sie herum verdichtete sich, als Pyris‘ Dominanz von ihm ausging, seine goldenen Augen leuchteten schwach mit einem raubtierhaften Glanz. Er war der Jäger und Seraphina die willige Beute.
Jeder ihrer Atemzüge, jede ihrer Bewegungen war eine Unterwerfung unter seine Macht, ein stilles Bekenntnis, dass sie ihm gehörte.
Pyris‘ Hand glitt ihren Rücken hinauf, verfing sich in ihrem Haar, während er den Kuss vertiefte und mit seiner Zunge in einem langsamen, sinnlichen Rhythmus ihren Mund erkundete, der ihre Knie weich werden ließ.
Seraphina wimmerte leise an seiner Brust, ihr Körper zitterte, als sie sich der Lust hingab, die sich in ihr aufbaute und sie zu verschlingen drohte.
Sie spürte, wie die Hitze zwischen ihnen zunahm, ihr Körper auf jede seiner Berührungen reagierte und ihr Verstand sich in einem Nebel aus Begierde drehte. Sie hatte noch nie zuvor eine solche Intensität empfunden – noch nie. Und jetzt konnte sie sich nichts anderes mehr vorstellen.
Pyris‘ Grinsen wurde breiter, als er sich zu ihr hinunterbeugte und seine Lippen ihr Ohr streiften. „Und du wirst alles tun, was ich will, nicht wahr?“
Ihr Atem stockte bei seinen Worten, und sie schloss die Augen, ihr Körper zitterte unter der Last ihrer Unterwerfung. „Ja“, flüsterte sie mit zitternder Stimme. „Alles.“
Pyris‘ Zufriedenheit war spürbar, als er auf Seraphina herabblickte, deren violette Augen vor Verlangen getrübt waren, deren Körper sich an seinen presste und unter seiner Berührung zitterte. Er hatte gewonnen.
Er hatte die Prinzessin des Drachenreichs genommen, und sie hatte sich ihm völlig hingegeben.
Aber das war nicht nur ein körperlicher Sieg – es war auch ein politischer, der ihm im Moment jedoch nicht so wichtig war. Die Valyrer hatten ihm eine Falle gestellt, aber Pyris hatte sie zu seinem eigenen Sieg gemacht und dabei ihre wertvollste Tochter für sich beansprucht.
Seraphina war gefallen. Und jetzt gehörte sie ihm.
Die kühle Nachtluft umhüllte sie, während die Realität dessen, was gerade geschehen war, langsam zu ihnen durchdrang. Seraphina rang nach Atem, ihr Körper zitterte noch immer von der Intensität des Augenblicks. Sie blickte zu Pyris auf, ihr Blick war eine Mischung aus Ehrfurcht und Hingabe.
Pyris grinste, seine Hand immer noch um ihre Taille gelegt, als er sich zu ihr hinunterbeugte, um ihr einen letzten, besitzergreifenden Kuss auf die Lippen zu drücken.
„Seraphina“, flüsterte er an ihrem Mund. „Ich lasse dich nicht gehen.“
Seraphinas Herz schlug bei seinen Worten wie wild, ihr Körper reagierte instinktiv auf das Versprechen, das darin lag. Sie wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab – keine Rückkehr zu der Frau, die sie zuvor gewesen war.
Sie hatte sich ihm hingegeben, und Pyris hatte sie in jeder Hinsicht für sich beansprucht.